StartseitePrepaid ServiceNewsBerichteShopGästebuch

Außerkörperliche Erfahrungen


(AKE; engl. Out-of-the-body experience, abgekürzt OBE) steht meist im engen Zusammenhang mit der Reinkarnationstheorie und beschreibt einen Zustand, bei dem man das Gefühl hat, mit seinem Bewusstsein als "Seelenwesen" außerhalb des eigenen Körpers zu existieren und sich frei durch den Raum oder physische Hindernisse bewegen zu können. 15 bis 35 Prozent aller Erwachsenen aus den verschiedensten Ländern und Kulturkreisen geben an, solche Erlebnisse schon mindestens einmal gehabt zu haben.

Besonders in Grenzsituationen, etwa bei Nahtodeserlebnissen (NDEs, near-death experiences), treten solche Zustände auf, wie viele Sterbende und Reanimierte berichten. Aus diesem Grund steht das Thema in enger Verbindung mit der Reinkarnationsforschung, die versucht, sich der Frage einer möglichen Wiedergeburt der Seele eines Menschen wissenschaftlich zu nähern.

Mögliche Interpretationen von außerkörperlichen Erfahrungen
Spirituell gelten OBE als reale Wahrnehmung, als Ausdruck für Seelenreisen oder Astralprojektion, in manchen Religionen auch als Zeichen für eine erreichte geistige Höherentwicklung. Manche Religionen sehen darin allerdings auch eine dämonische Beinflussung.
Parapsychologisch gilt außersinnliche Wahrnehmung wie Hellsehen oder Telepathie als energetisches Phänomen.
Neurologisch wird zum Teil von Nervenechos auf reale Restreize gesprochen.
Psychologisch wird das Phänomen als Illusion und phantasievolle Realitätsflucht gewertet.

Formen von außerkörperlichen Erfahrungen:
luzide Träume (klare Wahrnehmung in der Metaposition)
nachts "aus dem Bett fallen", wobei der physische Körper jedoch unverändert ist
im physischen Schlaf "neben sich stehen" und den eigenen Körper sehen
Astralprojektion (wie luzides Träumen, jedoch weitläufiger)
im Wachzustand der Eindruck, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden, mit oder ohne veränderter Sinneswahrnehmung
Als erste Anzeichen für eine außerkörperliche Erfahrung werden oft eine starke Vibration, ein lautes Summen im Ohr, ein Gefühl, gezogen zu werden, "Erstarren" im Körper kurz vor dem Einschlafen oder Ton- beziehungsweise Lichterscheinungen im Traum angegeben.

Typisch für viele Formen außerkörperlicher Erfahrungen ist ein ausgeprägtes Gefühl der Schwerelosigkeit. Es wird beschrieben, dass Personen während ihrer außerkörperlichen Erfahrung imstande waren, Gegenstände, Ereignisse und Sachverhalte so zu beschreiben, als ob sie sie mit den physischen Sinnen ihres Körpers wahrgenommen hätten. Charakteristisch ist dabei, dass die betreffenden Personen im Zustand ihrer außerkörperlichen Erfahrung auch Phänomene beschreiben konnten, die sie mit ihren Sinnen aufgrund ihres physischen Zustandes nicht hätten wahrnehmen können. Es handelt sich dabei vor allem um Phänomene, die beispielsweise im Operationssaal vor sich gingen, während die Personen klinisch tot waren, oder um vorgeburtliche Erlebnisse, von denen einige Menschen im Zustand der Hypnose sprechen.

Während einer außerkörperlichen Erfahrung ist es laut Berichten im Allgemeinen nicht möglich, physische Gegenstände zu greifen beziehungsweise zu beeinflussen. Oft wird auch von veränderten Wahrnehmungszuständen gesprochen, wie beispielsweise eine 360°-Sicht und das "Erfühlen-können" von Gegenständen.

Typisch ist bei den genannten Wahrnehmungen, dass die betreffenden Personen während ihrer außerkörperlichen Erfahrung zumeist solche Phänomene beschreiben, wie sie sich in der physischen Raum-Zeit zeigen, die also auch von Menschen mit ihren normalen Sinnen wahrgenommen werden können, weniger jedoch neuartige, in der physikalischen Welt gänzlich unbekannte, mit Hilfe keines bekannten Sinnes erklärbare Phänomene. Reinkarnationserfahrungen beschreiben darüber hinaus unabhängig von Alter und Nationalität solche Erfahrungen, die zwar mit den physischen Sinnen des Menschen rezipiert werden können, aber angeblich Sinneserfahrungen aus einer früheren, vorgeburtlichen Zeit darstellen.

Manche Religionen bezeichnen auch die folgenden Erscheinungen als außerkörperliche Erfahrungen, in anderen werden sie anders interpretiert:

Telepathie (Fernfühlen, Wissen anderer Personen)
Hellsehen (Erkennen von sachlichen Gegebenheiten)
Präkognition (Wissen über zukünftige Ereignisse)

Telepathie ist die Übertragung von Information von einem Menschen zu einem Anderen ohne messbare physikalische Wechselwirkungen. Das Wort stammt von griechisch téle »fern« und páthos »Leiden«, »Empfänglichkeit«. Telepathie wird auch Gedankenübertragung genannt der Sender kann mit dem Empfänger mittels Gedankenkraft in Kontakt treten.
Telepathie wird von den Parawissenschaften untersucht. Telepathie ist bis heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden. Eine physikalische Erklärung (trotz Quantenphysik) wird von Physikern derzeit ausgeschlossen. Sollte die Telepathie physikalisch erklärbar sein, wäre die heutige Physik grob unvollständig. Ein Schließen dieser Lücke wäre sicherlich nobelpreiswürdig.
Die Telepathie ist eine Untergruppe der Parapsychologie. Diese ist ein Teilgebiet der Psychologie und beschäftigt sich mit "abnormalen" Vorkommnissen. Sie wird aber wegen mangelnder Nachvollziehbarkeit von vielen Wissenschaftlern nicht wahrgenommen.


Hellsehen
Hellsehen, Präkognition, auch Clairvoyance genannt, ist die Beschreibung eines Sachverhaltes oder Zustandes aus der Vergangenheit (Retrokognition), Zukunft (Präkognition) oder Gegenwart meist in Form eines inneren Bildes, das der/die Sehende zum Zeitpunkt der Sicht nicht durch rationale Gründe, wie z.B. verfügbare Informationsquellen oder andere äußere Einflussfaktoren erlangt hat.
Diese Form des Sehens setzt ein hohes Maß an eigener Transzendenz, Konzentrationsfähigkeit und persönlicher Realisation der individuellen Fähigkeiten und Begabung voraus.
Häufig bleibt diese Form des Bewusstseins in der öffentlichen Meinung negativ besetzt, weil dort nicht nachvollziehbar. Zudem wird der Begriff Hellsehen z.B. als Hellseherei leider auch missverstanden.
Diese Form der psi-Fähigkeit wird von der Parapsychologie untersucht.

Präkognition
Als Präkognition bezeichnet man eine Form des Voraussehens oder der Vorhersage eines Ereignisses oder Sachverhaltes aus der Zukunft, ohne dass hierfür rationales Wissen zum Zeitpunkt der Voraussicht zur Verfügung gestanden hätte.


Bei folgenden Gruppen oder Personenkreisen spielt außerkörperliche Erfahrung eine Rolle:

Sensitive Menschen
Einige Naturreligionen
Schamanen
manche hinduistischen Gruppen
Eckankar, die Religion von Licht und Ton
Neosikhismus
Scientology
verschiedene esoterische Richtungen

Merkmale der wissenschaftlichen Reinkarnations- und OBE-Forschung:
Der größte Teil der Ergebnisse stammt von Universitäten, wenngleich sich nur wenige Institute dem Thema widmen.
Das Material und die Methoden sind offengelegt.
Die wissenschaftlichen Diskussionen erfolgen in Fachpublikationen.
Replikationen (Versuchswiederholungen) mit vergleichbaren Ergebnissen sind von 4 Universitätsinstituten bekannt.
Die Arbeit ist unabhängig von Kirchen / Religionen
Die Sorgfalt in der Untersuchungstechnik wird von den meisten Kritikern anerkannt. Streitpunkt ist die Interpretation der Daten.
Viele Wissenschaftler lehnen es ab, sich ernsthaft mit der Thematik zu beschäftigen, und nehmen diejenigen Forscher, die es tun, oft nicht ernst. Dank der wachsenden Akzeptanz und der zunehmenden Zahl der Publikationen zu diesem Thema im Internet, steigt jedoch die Akzeptanz zunehmend.