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Die Herkunft der sogenannten Außerirdischen:
Atomkrieg in parallelen Quanten-Universen!
Einleitung
Dieses Buch bezieht sich auf die sogenannten Außerirdischen, welche
durch die UFOAbstürze
1947 in New Mexico und durch das Phänomen der Entführungen bekannt
sind. Es
ist möglich geworden, den Ursprung dieser sogenannten Außerirdischen zu
erklären, seit ein
besonderes amerikanisches Projekt bekannt geworden ist. Bei diesem
Projekt wurden mit
einem "Zeittunnel" andere Zeiten und andere Quantenuniversen
aufgesucht. Es sollen in
diesem Buch Hinweise zusammengetragen werden, welche zeigen, daß die
sogenannten
Außerirdischen nicht von einem anderen Stern kommen. Vielmehr soll
gezeigt werden, daß es
Menschen aus einer Welt sind, die parallel neben unserer Welt
existiert, und in der der
Atomkrieg bereits stattfand. Mit dieser Behauptung werden viele Fragen
aufgeworfen. In den
einzelnen Kapiteln dieses Buches werden die Fragen möglichst in der
Reihenfolge
beantwortet, wie sie nicht informierten Menschen stellen:
• Kapitel 1 (Die sogenannten Außerirdischen): Dieses Kapitel behandelt
die Frage:
"Was ist mit den sogenannten Außerirdischen gemeint?"
• Kapitel 2
• (Parallele Universen): "Was versteht man unter parallelen Universen?"
• Kapitel 3 (Die Zeitmaschine): "Wie ist es möglich, daß die sogenannten
Außerirdischen uns besuchen können?"
• Kapitel 4 (die UFOs): Dieses Kapitel behandelt den irdischen Ursprung
der fliegenden
Untertassen, und es beschreibt, wie sie funktionieren.
• Kapitel 5 (Die Geschichte der NATO): "Wie groß ist die
Wahrscheilichkeit, daß es in
einem Paralleluniversum schon zum Atomkrieg gekommen war?"
• Kapitel 6 (Die Massenmedien): "Warum erfährt man von all dem nichts
in den
Massenmedien?"
Mit dem Kapitel über die Geschichte der NATO soll sich jeder selber
ein Bild davon machen können, mit welcher Wahrscheinlichkeit es
parallele Universen gibt, in denen der Atomkrieg bereits stattfand.
aus dem Inhalt des Kapitels über die Geschichte der NATO:
• Über die wirklichen Pläne, welche sich die Führungen der USA und der
UdSSR im
Falle eines Atomkrieges machten, und welche beide Führungen aus
propagandistischen Gründen die ganze Zeit verschwiegen hatten.
• Über den Atomkrieg zur Durchsetzung von politischen Zielen.
• Über eine nicht offizielle Regierung in den USA - einer
willensbildende Ebene im
militärisch-industriellen Komplexes der USA.
• Beruflich beauftragte Generäle machten detaillierte Pläne für den
Atomkrieg -
informierte und einflußreiche Freimaurer aus dem Hintergrund
entschieden für die
Durchführung dieser Pläne.
• Als die Wasserstoffbombe den Atomkrieg gewinnbar gemacht hatte,
führte die nicht
offizielle Regierung 1960 mit Hilfe der Geheimdienste einen
Regierungswechsel in
den USA herbei, um den Beginn des Atomkrieges durchzusetzen.
• Die nicht offizielle Regierung ließ den Präsidenten John F. Kennedy
und seinen
Bruder Robert F. Kennedy exekutieren, weil sie die Pläne der nicht
offiziellen
Regierung während der Kuba-Krise 1962 durchkreuzt hatten.
• Über die versehentliche Entdeckung des nuklearen elektromagnetischen
Pulses (EMP)
im Jahre 1962 und die darauffolgende Aufschiebung des Atomkrieges um
Jahrzehnte.
• Die nicht offizielle Regierung führte 1980 mit Hilfe der
Geheimdienste zum zweiten
mal einen Regierungswechsel in den USA herbei, um den Beginn des
Atomkrieges
durchzusetzen.
• Über die Kapitulation der UdSSR am Ende der achziger Jahre - zum
Zeitpunkt der
absichtlich aufgebauten Fähigkeit der USA, den Atomkrieg führen und
gewinnen zu
können.
Zusammenfassung des Kapitels über die Rolle der Massenmedien:
• Die Massenmedien sind für ein Jahrmarktspublikum zugeschnitten,
welches
hauptsächlich unterhalten werden will.
• Die Halter der Massenmedien sind eine Personengruppe mit ganz
bestimmten eigenen
Interessen.
• Die Verbreitung der Information geschieht bei den Massenmedien nach
dem Prinzip
der Predigt in der Kirche.
• Die Journalisten kommen aus der Werbungsbranche, und sie
prostituieren sich für ihre
Auftraggeber.
• Die Massenmedien sind ein Mittel, um die ganze Gesellschaft vom
Hintergrund her zu
regieren.
• Alle Sozialwissenschaften (Geschichte, Politologie, Soziologie) sind
aus den
Informationen der Massenmedien aufgebaut worden.
Kapitel 1
Die sogenannten Außerirdischen
Es gab mehrere UFO-Abstürze, welche bei näherer Betrachtung nichts
miteinander zu tun
hatten. Die meisten ereigneten sich in den USA, wobei dort die größte
Häufung von UFOAbstürzen
um 1947 herum im Bundesstaat New Mexico war.1 Der Grund dafür war, daß
zu
jener Zeit in New Mexico alle für einen Atomkrieg entscheidende
Unternehmungen ihren
Anfang hatten:
1. Die extra für die Entwicklung der Atombombe gebaute Stadt Los Alamos
2. Das Raketen-Versuchsgelände White-Sands, auf dem auch die erste
Atombombe der
Welt gezündet wurde
3. Das erste Langstrecken-Atombombergeschwader der Welt in Roswell
Die abgestürzten UFOs waren keine außerirdischen Raumschiffe, sondern
sie waren damals
schon bekannte Flugapparate, die während des zweiten Weltkrieges in
Deutschland entwickelt
wurden (siehe im Kapitel "die UFOs"). Der Grund für die allgemeine
Unbekanntheit dieser
Flugapparate liegt an den heutigen Gesellschaftsformen, in denen eine
Reihe von Erfindungen
unterdrücken und geheim gehalten werden. Die Insassen der UFOs waren
auch keine
Außerirdischen von einem fremden Stern, sondern sie waren Menschen, die
starke
Mißbildungen durch die Folgen eine Atomkrieges erlitten hatten. Sie
kamen zusammen mit
ihren Flugapparaten aus der Zukunft eines parallelen Universums. Die
Technik, mit der dies
zustande gebracht werden kann ist seit 1983 auch in den USA vorhanden.
Dies wird in
Kapitel 3 ("Die Zeitmaschine") beschrieben werde. Einer der ersten, der
über die UFOAbstürze
informiert wurde, war der Luftwaffengeneral Curtis E. LeMay.2 Um 1947
konnten
die militärischen Führer der USA sich die Technik der Zeitmaschine noch
nicht erklären, sie
wußten aber über die Herkunft der UFOs bescheid. Durch die Abstürze der
UFOs wollten sich
die militärische Führung jedoch nicht davon abbringen lassen, den
Atomkrieg gegen die
UdSSR gewinnen zu wollen. Der Luftwaffengeneral Curtis E. LeMay war z.B
dafür bekannt,
daß er zum Atomkrieg entschlossen war (siehe im Kapitel über die
Geschichte der NATO).
Um die Folgen des Atomkrieges zu verheimlichen, ließen Leute wie LeMay
alle UFOs
zusammen mit den Insassen verschwinden. Sobald ein UFO abgestürzt war
erschien schon
nach kurzer Zeit das Militär mit einer großen Routine für diese
Aufgabe. Es riegelte das
Gebiet weiträumig ab, verhing eine Nachrichtensperre, und befahl allen
Augenzeugen wegen
der Geheimhaltung zu schweigen. Augenzeugen wurden unter Drohung
massiver Strafen auf
strenge Geheimhaltung eingeschworen, und alle sichtbaren Spuren des
Absturzes wurden
beseitigt. Trotzdem sprach sich manches herum, und sogar der US-Senator
Barry Goldwater
erfuhr von den Zwischenfällen in New Mexico. Goldwater wollte
herrausfinden, was die
Regierung und die Air Force über die UFOs zurückhielten. Er rief
bezüglich der vertuschten
Landung eines UFOs bei dem Luftwaffengeneral LeMay an. Er wollte die in
der
Luftwaffenbasis Wright Patterson unter Verschluß gehaltenen UFOs sehen
und fragte bei
LeMay nach der Erlaubnis zum Zugang dorthin. Goldwater berichtete: "In
meinem ganzen
Leben habe ich LeMay noch nie so außer sich erlebt, so wütend über
mich. 'Stellen Sie mir nie
wieder diese Frage', fauchte er mich an."3
Militärangehörige des Atombombergeschwarders in Roswell bargen auf die
beschriebene Art
und Weise am 5. Juli 1947 ein abgestürztes Flugobjekt in der Nähe von
Roswell.4 Einen
Monat vorher, am 1. Juni, riegelten Militärs vom Raketen-
Versuchsgelände White-Sands ein
Gebiet bei Socorro ab, nachdem dort ein UFO abgestürzt war. Die Zeugen
der Abstürze
bezeichneten die sogenannten Außerirdischen als "Knirpse" oder
"Freaks". Die
verschiedensten Mißbildungen wurden beschrieben. Am meisten wurden ein
Wasserkopf,
Glotzaugen, Zwergenwuchs erwähnt. Wegen Unfruchtbarkeit durch die
Umweltvergiftung
nach dem Atomkrieg wird bei den sogenannten Außerirdischen künstliche
Befruchtung
praktiziert. Die wenigen lebensfähigen befruchteten Eier werden auf
künstliche Weise
mehrmals geteilt - sie werden geklont. So entsteht aus einem
befruchteten Ei eine größere
Zahl von Mehrlingen. Bei den UFO- Abstürzen fand man darum öfter mehrere
gleichaussehende Menschen. Sie waren durch Leukämie haarlos und lebten
nach der
Gefangennahme nicht mehr lange. Nicht nur die Umstände, unter denen die
UFOs abstürzten,
wiesen auf eine Unabhängigkeit der verschiedenen Fälle hin. Auch die
Art der Mehrlinge war
von Fall zu Fall unterschiedlich, wobei innerhalb eines UFOs die Art
der Mehrlinge gleich
war.
Trotzdem die meisten UFO-Abstürze vertuscht werden konnten, hielten
sich viele Gerüchte.
Es wurde nötig Desinformation für die UFO-Forscher in die Welt zu
setzen. Man ließ die
Falschinformation durchsickern, wonach die UFO-Insassen Außerirdische
seien und die
Anatomie von Insekten oder von Pflanzen hätten. Dr. Vannevar Bush
erfand dazu die
Bezeichnung "Extraterrestial Biological Entity - EBE" (außerirdisches
biologisches Wesen).
Die Erfinder der Geschichte vom EBE sprachen von sich selbst als sie
ein gefangen
genommenen sogenannten Außerirdischen beschrieben. Sie behaupteten EBE
zeige eine
Tendenz zum Lügen, er gäbe während des ersten Jahres auf Fragen nur
solche Antworten, die
man von ihm erwarte. Weiterhin behaupteten sie, EBE ließe dagegen
Fragen unbeantwortet,
die mit einer unerwünschten Antwort enden würden.5
1993 stieß der Filmproduzent Ray Santilli auf den Kameramann, der 1947
für das Militär die
Absturzstelle bei Socorro und die Autopsien der toten Insassen filmte.
Der Kameramann hatte
damals die Filmrollen, die einer Sonderbehandlung bei der Entwicklung
bedurften beiseite
gelegt. Da seine Vorgesetzten nie mehr ein Abholen der restlichen
Filmrollen arrangierten,
blieben sie in seinem Besitz. Ray Santilli kaufte die Filme und
veröffentlichte sie 1995.6 Der
Film der Autopsie zeigt das Öffnen der Leiche eines weiblichen
UFO-Insassen mit
Wasserkopf und großen Glotzaugen. Es ist leicht zu erkennen, daß der
innere Aufbau der
Organe menschlich und nicht etwa wie bei Insekten ist. Die sezierte
UFO-Insassin im
Autopsie-Film hat die typischen großen schwarzen Augen, die über Jahre
von vielen Zeugen
erwähnt wurden. Diese schwarzen Augen wurden immer wieder mit der
Anatomie von
Insekten in Zusammenhang gebracht. Im Autopsie- Film sieht man jedoch,
wie der Toten
schwarze Kontaktlinsen von der Hornhaut genommen werden, und daß sie
darunter
menschliche Augen hat.7 Bis heute kann die Echtheit der Filme nicht
widerlegt werden.
Filmspezialisten erkennen an den Codes, an den Markierungen und an der
Körnung des Films,
daß er von 1947 ist. Sie behaupten auch, daß der Film zu dieser Zeit
belichtet worden sein
muß. In der Beschreibung des abgestürzten UFOs spricht der Kameramann
mitleidlos über die
überlebten Insassen: "es waren Zirkusmißgeburten, Kreaturen, die hier
nichts zu suchen
hatten" (Johannes von Buttlar, Seite 183). Und weiterhin berichtete er,
die Insassen seien von
ihrer Ausrüstung getrennt worden "durch einen harten Schlag auf den
Kopf mit dem
Gewehrkolben" (Johannes von Buttlar, Seite 184). Der Kameramann hält
die Vereinigten
Staaten als das großartigste Land der Welt, und er ist stolz darauf
Amerikaner zu sein. Heute
ist er unglücklich darüber, daß er die Filme verkaufte, und er fühlt
sich nun als Verräter seines
Landes. 8 Die Person so eines Mannes könnte auch eher darauf hinweisen,
daß die Filme echte
sind.
Die sogenannten Außerirdischen aus dem Paralleluniversum suchen unser
Universum auf,
weil sie hier Menschen und Tiere als Quelle von Drüsensekreten,
Enzymen, Hormonen und
Blut benutzen müssen, um selber überleben zu können.9 Schon seit 1948
wußte man davon,
als man in der Nähe von Aztec in New Mexico zwei UFOs fand, in denen
eine große Anzahl
menschlicher Körperteile war.10
Da die sogenannten Außerirdischen wegen den radioaktiven Isotopen
hoffnungslos zerstörte
Erbanlagen haben, kreuzen sie sich mit Menschen unseres Universums. Die
Rückzüchtungs-
Unternehmungen sind als die Entführungen bekannt. Der UFO-Forscher Budd
Hopkins
schätzt, daß man zehntausende Amerikaner entführte, wobei diese
Entführungen niemals
bekannt wurden. Opfer von Entführungen haben keine bewußten
Erinnerungen daran. Sie
haben Narben von Schnittwunden und ihnen fehlen die Erinnerungen der
Zeiträume von
bestimmten Stunden.11 Als Auftakt der Entführungen kommen nachts im
Freien auf der
Landstraße oder in ihrem Garten Lichter auf sie zu. Dann sind plötzlich
zwei Stunden
vergangen von denen jede Erinnerung fehlt, weil der Vorfall aus dem
Bewußtsein gelöscht
wurde. Durch Regressions-Hypnose-Sitzungen können diese Erinnerungen
wieder
zurückgebracht werden. Die Entführten erinnern sich dann oft daran, daß
schon in ihrer
Kindheit Entführungen stattfanden. Weiter erinnern sie sich daran, daß
ihnen Implantate in
die Nasenhöhle eingesetzt wurden, und daß bei Frauen eine Reihe von
gynäkologischen
Eingriffen vorgenommen wurden. Es wurden Eier aus den Eierstöcken
genommen oder
künstliche Befruchtungen vorgenommen. Nach weiteren Entführungen wurden
Monate später
die entwickelten Föten entnommen. Es kam sogar auf weiter folgenden
Entführungen zu
Begegnungen mit den künstlich erzeugten Kindern.12
Quellennachweis:
• Charles Berlitz / William L. Moore: Der Roswell-Zwischenfall, Die
UFOs und der CIA, Paul Zsolnay Verlag 1980, ISBN 3-552-03216-9
("The Roswell Incident", Grosset & Dunlap, Inc., New York 1980)
1. Leonard H. Stringfield: UFO-Abstürze und deren Bergungen, im
Allerheiligsten der Geheimdienste und des U.S. Militärs, Jochen
Kopp Verlag 1996, ISBN 3-930219-11-5
("UFO-Crash / Retrievals: The Inner Sanctum, Status Report VI")
2. Johannes von Buttlar:Die Außerirdischen von Roswell, Protokoll einer
Verschwörung, Gustav Lübbe Verlag 1996, ISBN 2-7857-
0826-2: Seite 19, 147, 200
3. Johannes von Buttlar:Die Außerirdischen von Roswell: Seite 246/247
4. Johannes von Buttlar:Die Außerirdischen von Roswell
5. Milton William Cooper: MJ 12, die geheime Regierung, Edition
Pandorra, Sonnenbichl 12, 86971 Peiting, ISBN 3-89539-277-4 (Seite
30)
("The Secret Government")
6. Magazin 2000, Ausgabe Nr. 107 vom Oktober/November 1995/96, ARGO
Internationale Publikationen, Lupinenstraße 103, 41466 Neuss
7. Auf Video für 88 DM: Die "Roswell"-Filme / Die Santilli-Collection,
Verlag Michael Hesemann, An der Obererft 88, D-41464 Neuss,
Fax (02131) 48997
8. Bei einem Inverview im japanischen Fernsehen: Magazin 2000, Ausgabe
Nr. 117 vom Juni/Juli 1997
9. Milton William Cooper: MJ 12 (Seite 25)
10. Milton William Cooper: MJ 12 (Seite 54)
11. Budd Hopkins: Fehlende Zeit, von UFOs entführt, Wilhelm Heyne
Verlag, ISBN-3-453-09882-X
("Missing Time: A documented study of UFO abductions")
12. Budd Hopkins: Eindringlinge , Knaur-Verlag
("Intruders")
Kapitel 2
Parallele Universen
Fred Alan Wolf, der ehemaligen Physikprofessor an der San Diego State
University, sieht in
der Theorie der Paralleluniversen eine ernst zu nehmende Erklärung für
eine Reihe von
Rätseln, die es seit den Entdeckungen der Quantenphysik Anfang des
zwanzigsten
Jahrhunderts gibt.1 Den deutlichsten Hinweis auf parallele Universen
kann man am
Doppelspaltexperiment erkennen. Dieses Experiment wird auch in den
Physikbüchern für die
Oberstufe an den Gymnasien beschrieben:
Man läßt Laserlicht auf eine lichtundurchlässige Scheibe fallen, auf
der zwei parallele,
lichtdurchlässige Spalte sind. Hinter den Spalten entstehen zwei
Lichtquellen, die unabhängig
von einander Licht aussenden (zwei Elementarwellen). Hinter dem
Doppelspalt legt das Licht
noch eine Strecke zurück und fällt dann auf einen Schirm mit einer
lichtempfindliche
Fotoschicht. Das Licht der Elementarwellen überlagert sich hinter dem
Doppelspalt. Minima
und Maxima der Wellenberge führen zu einer Auslöschung der Welle - das
Licht der
Elementarwellen inteferiert miteinander. Auf der Fotoschicht entsteht
ein Inteferenzmuster,
bei dem die Zonen der Auslöschung als nicht belichtete Steifen zu sehen
sind. Unter dem
Mikroskop sieht man dieses Muster als unregelmäßig verteilte, gleich
aussehende
geschwärzte Silberkörner. An den Stellen großer Lichtintensität liegen
diese Silberkörner
dichter, und sie fehlen ganz an den Stellen, an denen die Lichtwellen
sich gegenseitig
ausgelöscht haben. Einerseits deutet das Inteferenzmuster darauf hin,
daß das Licht aus einer
Welle besteht. Andererseits zeigen die schwarzen Körner, daß die
Energie des Lichtes an
scharf lokalisierten Orten, an Punkten, auf der Fotoschicht abgegeben
werden. Dies deutet
darauf hin, daß das Licht aus kleinen Teichen, den Photonen besteht. Da
das Licht beide
Eigenschaften hat, spricht man von der Welle-Teilchen-Dualität.
Man vermutete, daß eine Welle aus vielen kleinen Photonen-Teilchen
bestand. Um diese
Vermutung zu prüfen, änderte man das Doppelspaltexperiment ab: Man
"verdünnte" den
Lichtstrahl so weit, daß nur ein einzelnes Photon den Doppelspalt
passieren konnte. Die
Photonen, die nur eine Wellenlänge von 600 Nanometern haben, folgten in
einem Abstand
von 100 Metern. Die einzelnen Photonen könnten den Weg nur durch einen
der beiden Spalte
finden. Wenn die Vermutung richtig gewesen wäre, daß eine Welle aus
vielen Photonen-
Teilchen bestände, würden bei diesem Versuch keine Inteferenzmuster
auftreten, Die
Wirkung der Welle wäre bei dieser Versuchsanordnung ausgeschaltet
worden. Trotzdem
baute sich nach monatelanger Belichtungszeit das gewohnte
Inteferenzmuster auf, welches
auf die Wirkung von Wellen hinwies. Obwohl das Photon den Weg durch nur
einen Spalt
nehmen mußte, schien vom anderen Spalt auch eine unbekannte Wirkung
auszugehen.
Um eine Erklärung für dieses Rätsel zu geben, stellte der amerikanische
Physiker Hugh
Everett von der Universität Princeton 1957 in seiner Doktorarbeit die
Theorie der parallelen
Welten auf. Er behauptete, das einzelne Photon würde sich beim
Passieren eines Spaltes mit
einem anderen Photon überlagern, welches den zweiten Spalt zur selben
Zeit, aber in einem
anderen Paralleluniversum passiert. Weiterhin behauptete er, eine Welle
bestehe aus vielen
Photonen, welche jedes für sich getrennt in einem eigenen
Paralleluniversum existieren.
Obwohl alle diese Photonen sich gegenseitig beeinflußten, könnten wir
auf der Photoplatte
nur die Wirkung jenes Photons aus unserem Universum als einen Punkt
sehen. Das hieß, daß
die Welle des Lichtes doch aus vielen Photonen-Teilchen besteht, und
daß die vielen
Photonen aber für uns nicht sichtbar in eigenen parallelen Universen
sind.
In der Garten der Pfade, die sich verzweigen, einer wunderbaren und
phantasievollen
Geschichte von Jorge Borges, wird die Ungeheuerlichkeit der
Parallelwelten beschrieben, als
"unendliche Zeitreihen, ein wachsendes, schwindelerregendes Netz
auseinander- und
zueinanderstrebender und paralleler Zeiten. Dieses Webmuster aus
Zeiten, die sich einander
nähern, sich verzweigen, sich schneiden oder jahrhundertelang nicht
voneinander wissen,
umfaßt alle Möglichkeiten. In der Mehrzahl dieser Zeiten existieren wir
nicht; in einigen
existieren Sie, ich jedoch nicht; in anderen ich, Sie aber nicht; in
wieder anderen wir beide. In
dieser Zeit nun, die mir ein günstiger Zufall beschert, sind Sie in
mein Haus gekommen. In
einer anderen haben Sie mich, da Sie den Garten durchschritten, tot
angetroffen; in wieder
einer anderen sage ich dieselben Worte, aber ich bin ein Trug, ein
Phantasma."2
Nach Fred Alan Wolf gibt es "im selben Raum und zur selben Zeit, in der
wir leben, parallele
Dus und Ichs, die wir jedoch normalerweise nicht wahrnehmen. In diesen
Universen fallen
Entscheidungen im selben Augenblick in dem wir welche fällen. Die
Ergebnisse sind aber
verschieden; sie führen deshalb zu anderen aber ähnlichen Welten."3 An
einer anderen Stelle
beschreibt Fred Allan Wolf die parallele Welten so: "Es entspricht
ihrer natürlichen Eigenart,
daß diese Universen allesamt parallel verlaufen und sich nicht
überschneiden. Deshalb
nehmen wir nur die Universumsschicht war, auf der wir uns befinden, und
nicht auch noch die
anderen. Jedes praktische Handeln, jede Maßnahme ist eine Interaktion,
die sich wie eine
Weggabelung für einen Wandergesellen auswirkt. Nur braucht sich der
Wanderer keine
Gedanken darüber zu machen; er befindet sich gleichzeitig auf beiden
Abzweigungen, nimmt
jedoch nur eine davon war."4
In der Quantenphysik, aus der die Theorie der paralleler Welten kommt,
wird viel mit
Wahrscheinlichkeitsrechnungen gearbeitet. Beim Doppelspaltexperiment
weiß man zum
Beispiel nicht an welchem Punkt der Fotoschicht das Photon auftrifft.
Man nimmt
Wahrscheinlichkeitsrechnungen zur Hilfe, um ungefähr zu sagen in
welcher Zone das Photon
auftrifft. Während des kalten Krieges war es sehr wahrscheinlich, daß
es zum Atomkrieg
kommen würde. Darum ist es auch sehr wahrscheinlich, daß es neben
unseser Welt manch
eine Parallelwelt gibt, in der der Atomkrieg stattfand.
Quellennachweis:
1. Fred Allan Wolf: Parallele Universen, Insel Verlag Frankfurt am
Main1993, ISBN 3-485-16568-1
("Parallel Universes. The Search for Other Worlds" New York: Simon
& Schuster 1990, by Youniverse Seminars, Inc. 1988)
2. Jorge Borges: Fiktionen, Frankfurt a.M. 1992, S.88.
3. Fred Allan Wolf: Parallele Universen (Seite 23)
4. Fred Allan Wolf: Der Quantensprung ist keine Hexerei, die neue
Physik für Einsteiger, Birkhäuser Verlag Basel 1986, ISBN-3-7643-
1611-X, (Seite 248)
("Taking the Qantum Leap" bei Harper & Row, Publishers, Inc., New
York 1981)
Kapitel 3
Die Zeitmaschine
Im zweiten Weltkrieg gab es in Amerika neben dem Manhatten-Projekt, bei
dem die
Atombombe entwickelt wurde, noch ein anderes Projekt, bei dem die
damalige Elite der
Wissenschaft beteiligt war.1 Es war ein Projekt, bei der man versuchte
ein Schiff gegen Radar
unsichtbar zu machen, indem man es in eine elektromagnetische Flasche
einschloß. Bildlich
würde das wie bei einem Flaschenschiff aussehen, wobei das Glas der
Flasche ein
elektromagnetisches Feld ist. Das Herstellen einer elektromagnetischen
Flasche ist die
grundlegende Technik, mit der auch die Zeitmaschine funktioniert. Sie
soll durch starke,
wirbelnde und pulsierende Magnetfelder hergestellt werden. Wie diese
Technik genau
funktioniert, kann bis heute nicht beschrieben werden, weil sie Teil
der Stealth-Technologie
ist. Da Atombomber der USA damit ausgerüstet sind, würde das die
amerikanischen
Interessen an ihrer Strategie berühren. Es wird hier nur über das
geschrieben, was in den am
Ende des Kapitels angeführten Büchern steht. Die theoretischen
Prinzipien dieser Technik
wurden von David Hilbert (mathematische Hilbert-Räume), John von
Neumann und Dr.
Levinson (Levinson'sche Zeitgleichungen) entwickelt. An den Forschungen
waren Dr. John
Hutchinson, Dr. Kurtenauer, Nikola Tesla, Albert Einstein, John von
Neumann und T.
Townsend Brown beteiligt.
Bei dem Versuch mit der elektromagnetischen Flasche im zweiten
Weltkrieg wurde vielleicht
die gravitative Kraft mit der elektrischen und der magnetischen Kraft
in Wechselwirkung
gebracht. Indem nämlich elektromagnetische Generatoren so
hintereinandergeschaltet werden,
daß sie ein magnetisches Pulsieren erzeugte, könnten sie möglicherweise
durch das
Resonanzprinzip das Gravitationsfeld herstellen. Dieses
Gravitationsfeld ist normalerweise
nicht auf einfache Weise künstlich herzustellen. Da das
Gravitationsfeld aber theoretisch mit
dem elektrischen und dem magnetischen Feld räumlich in Beziehung
stehen, könnte es bei
dem Versuch mit den Generatoren, welche die elektromagnetische Flasche
aufbauten,
hergestellt worden sein. Das führte dann zu einem "vereinigtem Feld",
in welchem alle drei
Feldkräfte miteinander wirken und welches nicht beabsichtigte
Eigenschaften hatte. Alles
innerhalb der elektromagnetischen Flasche wurde nicht vorhersehbaren
Einflüssen ausgesetzt.
Da das elektromagnetische Feld des Menschen (die Aura) aus
Biogravitationsfeldern besteht,
welche mit anderen Gravitationsfeldern interaktivieren, mußte das
Experiment auch
Auswirkungen auf die Menschen haben. So verloren die
Besatzungsmitglieder auf dem Schiff
die Verbindung zu ihrem Zeitbezugspunkt (ähnlich der inneren Uhr), was
Desorientierung bis
Wahnsinn zur Folge hatte. Es führte auch zu schweren körperlichen
Erkrankungen. Man
entdeckte, daß mit diesem "vereinigtem Feld" die Zeit beeinflußt werden
konnte. Erst
Jahrzehnte später wurden die Experimente fortgeführt.2 Dazu brauchte
man ein Gerät,
welches für die Menschen innerhalb der elektomagnetischen Flasche eine
Scheinrealität
aufbaut. Man sendete dazu holografische Projektionen in die
elektromagnetische Flasche,
welche den Leuten eine vertraute Umgebung simulierten und ihnen die
Illusion eines
fortlaufenden Zeitstromes erzeugte. Hierfür entwickelte man eine
besondere Technik, welche
man den Montaukstuhl nannte:
Von einer auf einem Stuhl sitzenden Person wurden mit besonderen
Sensoren
Gehirnaktivitäten aufgezeichnet. Um den Kopf der Person wurden
Oszillatoren angebracht.
Die ätherischen3 Signale der Aura des Menschen sollten bei den
Schwingungen der
Oszillatoren Veränderungen verursachen. Die Veränderungen der
Oszillation wurden
aufgezeichnet und weiterverarbeitet. Ein Computer mit sehr aufwendigem
Programm erzeugte
daraus etwas, das Ähnlichkeit mit dreidimensionalen holographischen
Projektionen hatte. An
was die Person dachte, sollte für andere Leute als dreidimensionales
Bild sichtbar werden.
Man könnte sich das vorstellen, wenn man bedenkt, daß bei der
Betrachtung verschiedener
Gegenstände auch entsprechende Bereiche im Gehirn aktiv werden. Beim
Montauk-Stuhl ist
dieser Vorgang umgedreht worden. Durch das Aufzeichnen der
Gehirnaktivitäten wurden
holographische Projektionen geschaffen, welche zeigten, was die Person
gerade sieht, oder an
was sie gerade denkt. Durch die besondere Technik, welche auf der
einheitlichen Feldtheorie
basierte, waren die vom Sender projektierten Bilder jedoch mehr als
gewöhnliche
Hologramme. Das vereinigte Feld, welches von den Generatoren aufgebaut
wurde stand in
Wechselwirkung mit dem Äther. Der Äther ist im Gegensatz zur Materie
vier-dimensional.
Da vom menschlichen Gehirn ausgehende ätherische Wellen auch
vier-dimensional sind und
vom Montauk-Sender verstärkt wurden, materialisierten sich
Gedankenbilder auf dem
Versuchsgelände. Dies geschah auch schon 1943 bei den ersten Versuchen,
nur konnte man es
damals noch nicht kontrollieren:
Als im zweiten Weltkrieg das Experiment durchführte, mit welchem man
ein Schiff gegen
Radar unsichtbar manchen wollte, sahen Zeugen, wie das Schiff ganz
verschwand. Das Schiff
erschien zu diesem Zeitpunkt im über 200 Kilometer weit entfernten
Hafen von Norfolk für
ein paar Augenblicke. Das war eine ungewollte Teleportation. Vom
Menschen verursachte
Teleportationen, wie sie bei spiritistischen Seancen vorkommen, werden
folgendermaßen
erklärt: Unsichtbare Verlängerungen gehen vom Menschen aus. Es sind
psychokinetisch
aktive Kraftfelder, die das zu teleportierende Objekt umschließen. An
ihrer wirkenden
Oberfläche sind die Kraftfelder in völlig verschiedenen Universen
(Paralleluniversen)4 aktiv.
Das Rotieren der Kraftfelder bewirkt ein Zusammenfalten des Objektes in
seinen
Dimensionen. Das Objekt verschwindet. Es bleibt aber als virtuelles
Objekt im Hyperraum
oder im vierdimensionalen Äther wie in einem Speicher. Weil im
Hyperraum der Zeitablauf
ruht, enfaltet (materialisiert) sich das Objekt an einem anderen Ort
ohne Zeitverzögerung. Das
Objekt sieht zwar genauso aus wie das entmaterialisierte, es ist aber
etwas von neuem
geschaffenes. Die Besatzung des Schiffes, mit welchem das Experiment
durchgeführt wurde,
hatte vielleicht unbewußt dazu beigetragen, daß das Schiff teleportiert
wurde. Als für alle
ersichtlich wurde, daß etwas schief lief, und daß das Experiment in
einer Katastrophe enden
würde, wünschten sich die Mitglieder der Besatzung, zu diesem Zeitpunkt
lieber in ihren
Heimathafen in Norfolk zu sein. Das extrem starke Kraftfeld der
elektromagnetischen Flasche
verstärkte die psychokinetisch aktiven Kraftfelder der Menschen, sodaß
das Schiff für kurze
Zeit im Hafen von Norfolk erschien. Auf diese Weise soll es auch
möglich sein, daß
Gegenstände materialisieren, welche es vorher nirgendwoanders gab.
Solche Gegenstände
sollen vorher nur als virtuelle Objekte (Gedanken-Objekte) im Äther
existiert haben. Mit der
Technik des Montauk-Projektes ist es also möglich, daß die gedachten
Objekte der Person,
welche im Montauk-Stuhl sitzt, von dem starken Sender materialisiert
werden.
Man entdeckte, daß die vom Menschen gesendeten Gedanken nicht immer mit
dem
Grundpulsieren der Zeit an dem Ort, wo die Experimente durchgeführt
wurden,
übereinstimmten. So riß manchmal die Verbindung vom Montauk-Stuhl zum
Sender, welcher
die holographischen Projektionen machte, ab. Das führte zum
Zusammenbruch des Systems.
Oder vom Montauk-Stuhl ausgesendete Gedankenbilder verschwanden, um zu
einer späteren
Zeit wieder aufzutauchen. Dies hat vielleicht damit zu tun, daß das
menschliche Denken aus
dem Äther kommt. Die Natur des Äthers soll so sein, daß die kleinen
Äther-Einheiten sich bei
ihrem Schwingen zwischen Existenz und Nichtexistenz hin- und
herbewegen. Der Äther ist
auch die Grundlage für die Materie. Bei sich bewegender Materie führen
die schwingeden
Äther-Einheiten dazu, daß die Materie in Wirklichkeit beim
Wiederauftauchen aus der
Nichtexistenz jedes mal an einem neuen Ort erscheinen. Materie bewegt
sich seit dem Urknall
mit dem Pulsieren der Zeit in einer vorprogrammierten Richtung. Die
Information, mit
welcher der Äther-Einheit bestimmt wird, wo sie wieder in Erscheinung
treten soll, ist vor
dem Verschwinden schon in ihr enthalten. Die Möglichkeit mit dem Äther
Materie zu
beeinflussen, wie beim Montauk-Projekt, bedeutet deshalb erstens, daß
man große Sprünge
durch den Raum machen kann. Zum zweiten wird mit dem Schaffen einer
Scheinrealität die
ursprüngliche Bewegung der Materie in ihre Richtung, in ihrer
Geschwindigkeit und in ihrem
regelmäßigem Fluß verändert. Weil mit dem regelmäßigen Fluß der Materie
auch das
Pulsieren der Zeit zusammenhängt, wird mit dem Schaffen einer
Scheinrealität im Bereich des
Montauk-Senders auch der Fluß der Zeit verändert. Es kommt zu künstlich
hervorgerufenen
Zeitverfälschungen. Diese nutzt man aus, um die Zeit willentlich zu
krümmen.
Man bediente sich dazu der riesigen Leistung des Senders eines
Sage-Radars. Solche Anlagen
dienten in den 50er und 60er Jahren als Frühwarnsystem. Die Antenne hat
die Größe der
Fläche eines Fußballfeldes. Für die Zeitmaschine wurde allerdings eine
besondere Antenne
gebaut. Sie wurde in einer unterirdischen Anlage unterhalb der
Sendeturmes, auf dem sich die
ausgediente Radarantenne befindet, installiert. Man nennt sie
Delta-T-Antenne, weil sie zum
Krümmen der Zeit verwendet wird. Delta steht in der Technik für eine
Differenz und -T- steht
für "time" (Zeit). Die Delta-T-Antenne hat die Form von zwei
zusammengesetzten
Pyramiden, von denen die untere mit der Spitze nach unten, und die
obere mit der Spitze nach
oben zeigt. In der Höhe soll die Antenne zwischen 35 und 50 Metern
messen. Sie besteht aus
drei Spulen. Eine Spule besteht als Viereck, welches die horizontalen
Kanten der Pyramiden
darstellen. Die zwei anderen Spulen bilden die anderen Kanten der
Pyramiden. Sie stehen
senkrecht, ineinander und im rechten Winkel zueinander. Alle Spulen
haben einen
gemeinsamen Mittelpunkt. Das Ganze hat die Form eines Oktaeders. Das
Verschieben der
Zeitzohnen wird dadurch erreicht, daß der Antenne pulsierender Strom
zugeführt wird. Die
Delta-T-Sendeantenne wird durch drei verschiedene Antriebe gespeist.
Die Oktaederform ist
jedoch nichts wesentliches. Das Wesentliche dieser Maschine sind die
Rundumantenne,
welche ein "white noise" ausstrahlt und die Spulen, wie sie schon 1943
beim Philadelphia
Experiment angewandt wurden. Im Zentrum der Antenne finden die
Zeitverzerrungen statt.
Die in der Mitte der Delta-T- Antenne künstlich erzeugten
Scheinrealitäten der
Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft haben die Eigenschaft von
Paralleluniversen
der Quantenphysik. Diese künstlichen Paralleluniversen haben zu jedem
ausgesuchten Punkt
in der Zeit eine Wirkung auf die Zeitlinie, welche den Ablauf der Zeit
in ihrer Ursprünglichen
Weise darstellt. Dadurch, daß der Zeitablauf eine kollektive
Übereinkunft aller Lebewesen
sein soll, könnte der Zeitablauf im Nachhinein geändert werden. Die
künstliche Scheinrealität
kommt mit dem Äther und dem kollektiven Bewußtsein der Lebewesen des
Planeten Erde,
vor allen des kollektiven Denken der Menschen, in Wechselwirkung. Mit
einer künstlich
erzeugten Scheinrealitäten aus der Vergangenheit könnte die kollektive
Erinnerung der
Menschheit an die Vergangenheit verändert werden. Diese Veränderung im
Ähter würde die
Vergangenheit ändern und die Menschheit auf eine ganz andere Zeitlinie
führen. Einfacher
und bildlich ausgedrückt könnte man sagen, daß man in der Mitte der
Delta-T-Antenne wie in
der amerikanischen Science-fiction-Filmserie "Time Tunnel" von 1966
verschiedene
Zeitabschnitte beobachten und beeinflussen kann.
Quellennachweis:
1. Charles Berlitz und William L. Moore: Das Philadelphia Experiment,
Knaur Verlag, ISBN 3-426- 03679-7
("The Philadelphia Experiment")
2. Preston B. Nichols mit Peter Moon: Das Montauk Projekt,
E.T.Publishing Unlimited, P.O.Box 63, 74576 Fichtenau, ISBN 3-89539-269-
3
(Preston B. Nichols and Peter Moon: "The Montauk Project", Sky Books,
Box 769, Westbury, New York 11590, ISBN 0-9631889-0-9)
3. Gerald L. Vano: The Etheric Ocean, Doorways to other Worlds, Mit 6$
plus 3$ zu bestellen bei Gerald Vano, 207 Hayward St.,
Bridgewater, Ma 02324, USA (Dieses Buch ist über ein Konzept des
Äthers. Der Äther ist ein alter Begriff aus der Physik. Einstein kam
einmal zu dem Schluß, daß es den Äther nicht geben könne. Die Physik
hat seitdem die Existenz des Äthers verworfen, obwohl Einstein
später wieder ganz anders über den Äther sprach. Auch beim
Montauk-Projekt wurde der Äther als Erklärung genommen. Es wurde dort
behauptet, daß Einstein die Existenz eines gasartigen, statischen
Äthers zu Recht verwarf. Andererseits soll aber ein wellenartiger,
dynamischer Äther existieren, mit welchem man die Phänomene bei den
Experimenten mit der Zeit erklärte.)
(With 6$ plus 3$ to order by Gerald Vano, 207 Hayward St., Bridgewater,
Ma 02324, USA)
4. Fred, Allan Wolf: Parallele Universen, Insel Verlag, ISBN
3-485-16568-1
("Parallel Universes. The Search for Other Worlds" New York: Simon
& Schuster 1990, by Youniverse Seminars, Inc. 1988)
Kapitel 4
Die UFOs
Schon im zweiten Weltkrieg übermittelte der amerikanische Geheimdienst
das Wissen über
ein von Deutschland 1945 vollendetes, fortgeschrittenes und
kompliziertes Raumschiff, das
imstande war, 4500 km/h zu überschreiten, Richtungsänderungen von 90°
durchzuführen,
senkrecht aufzusteigen und zu landen und vieles mehr.1 Lange Zeit wußte
man wenig über
diese Art von Flugzeug. Alle Schriftstücke darüber wurden von den
Alliierten beschlagnahmt.
Die Erbauer dieser Flugzeuge arbeiteten wie die Erbauer der V1- und V2-
Raketen nach dem
Krieg für die UdSSR oder die USA. Nach der deutschen Vereinigung wurde
ein Film über die
Projekte, bei denen diese Flugzeuge entwickelt wurden, gedreht. Das
lockte viele ehemalige
Mitarbeiter hervor, welche mit umfangreichen Dokumentations- und
Fotomaterial zum Film
beitrugen. Auf den alten Fotos kann man sehen, wie die glocken- und
diskusförmigen
Flugobjekte in der Luft schweben. Man kann Balkenkreuz- Hoheitszeichen,
Hakenkreuze und
SS-Zeichen erkennen.2 Über die Funktion des Antriebs ist sehr wenig
bekannt. Der
amerikanische Elektronikingenieur Gerald L.Vano hat aber 1995 eine
Beschreibung für diese
Antriebsart gegeben.3
Die glockenförmigen Flugobjekte wurden von einer technischen
SS-Abteilung entwickelt,
welche Thule-Gesellschaft hieß und ihre Flugobjekte Haunebu nannte. Sie
bestanden aus
einer Raumkapsel, welche für die Druckstabilität bei Weltraumflügen
oder für den Aufbau
eines elektrisches Feld kugelförmig war. Um diese Kugel drehte sich ein
Ring, welcher aber
von außen nicht sichtbar war. Unterhalb des Flugobjektes waren drei
kleinere Kugeln. Nach
Gerald L.Vano werden solche Flugobjekte durch elektromagnetische Kraft
angetrieben,
welche durch die Rotation extrem hoch geladener elektrischer Felder
generiert wird. Die
Kugeln am unteren Ende sind hohl und sollen das elektrische Feld
aufbauen. Sie
funktionieren wie ein Bandgenerator oder ein Van De Graaff-Generator,
den man aus dem
Physikunterricht kennt. Beim Bandgenerator wird durch Reibung an einem
Lederband eine
Ladungstrennung verursacht. Die Elektronen gelangen über das über eine
Rolle gespannte
flache Band in die hohle Kugel und laden sie immer weiter auf. Bei
einer längeren Aufladung
soll die Kugel sich auf millionen von Volt aufladen können. Der
magnetisierte Ring dreht sich
um die elektrisch geladenen Kugeln. Die elektrische Ladung bewegt sich
somit relativ zu dem
magnetisierten Ring und erzeugt ein magnetisches Feld. Die
Magnetfeldlinien des Ringes
machen das ganze Objekt zu einem magnetischen Dipol. Es ist ein starker
Elektromagnet,
wobei kein Gewicht durch Kupferspule oder Magnetkern auftritt, wie es
bei den normalen
Elektromagneten der Fall ist. Mit zunehmender Geschwindigkeit wird ein
immer größeres
magnetisches Feld aufgebaut. Das so aufgebaute magnetische Feld ist kein
Antigravitationsfeld, sondern es wirkt auf das Magnetfeld der Erde. Mit
zu- oder
abnehmender Rotation des Ringes wird das Magnetfeld stärker oder
schwächer. Das
Flugobjekt steigt bei zunehmender Rotation in schwäche Bereiche des
Magnetfelds der Erde
nach oben, und abnehmender Rotation in die stärkeren Bereiche des
Ermagnetfeldes nach
unten. Das magnetische Feld hat von oben gesehen die Form einer
Kreisfläche mit einem
Loch in der Mitte. Da das Magnetfeld der Erde von allen Seiten wirkt,
kann sich das
Flugobjekt bei gleichmäß aufgebauten eigenem Magnetfeld nicht
horizontal bewegen. Für
horizontale Bewegungen wird die Form des Magnetfeldes verändert. Dazu
wir eine der drei
geladenen Kugeln vom Magnetring weg nach Innen geschwenkt, so daß sie
nicht mehr auf
den Ring wirken kann. Durch diesen Trick wird aus dem von oben gesehenen
kreisflächenförmigen Magnetfeld ein Sektor herausgenommen, so wie ein
Stück aus einer
Torte herausgeschnitten wird. Das Magnetfeld des Flugapparates ist
jetzt nicht mehr
gleichmäßig mit dem Erdmagnetfeld ausbalanciert. Durch das fehlende
Kräftegleichgewicht
befindet sich der Flugkörper nun nicht mehr in Ruhe und wird in
Bewegung gesetzt. Das
Flugobjekt bewegt sich als Folge nun horizontal und in
entgegengesetzter Richtung des
ausgeschnittenen Sektors. Durch die Größe des Sektors wird die
Geschwindigkeit bestimmt.
Die Flugrichtung wird durch die Stelle bestimmt, an der der
ausgeschnittene Sektor auftritt.
Neben dem Thule-Triebwerk, mit welchem die beschriebenen
glockenförmigen Haunebu-
Flugkreisel angetrieben werden, gibt es noch eine andere Art von
Triebwerk. Es ist der
Vorläufer des Thule-Triebwerks und es bleibt als Billigversion weit
verbreitet. Es hat die
Form der typischen "fliegenden Untertasse". Ein anderer Kreis von
Technikern, welcher sich
Vril-Gesellschaft nannte, entwickelte für diese "fliegende Untertasse"
den Schumann-
Levitator oder das Vril-Triebwerk. Das Vril-Triebwerk funktioniert nach
einem ähnlichen
Prinzip wie das Thule-Triebwerk. Zwei große, sich gegeneinander
drehende Scheiben,
erzeugen eine Ladungstrennung wie bei einer Influenzmaschine. Das
aufgebaute elektrische
Feld wird an einem magnetisierbaren Eisenring entlanggeführt. Dieser
befindet sich auf dem
äußeren Rand einer noch größeren Scheibe. Diese dreht sich nicht mit
und ist zwischen den
rotierenden Scheiben angebracht. Zum Steuern in der horizontalen
Flugrichtung wird der
Eisenring durch das mechanische Hinzu- oder Hinwegführen von
Dauermagneten im
benötigten Sektor magnetisiert oder entmagnetisiert. Diese Art der
Steuerung erklärt, warum
die fliegenden Untertassen plötzliche Richtungsänderungen von 90°, 45°
und 22,5° ausführen
können: Es liegt an der Größe des ausgeschnittenen Sektors und der
Stelle, an der er
schlagartig auftritt.
Der rotierende Eisenring des Thule-Triebwerkes und die sich
gegeneinander drehenden
Scheiben des Vril-Triebwerkes wurde mit einem Energiekonverter
angetrieben. Der deutsche
Kapitän Coler entwickelte ihn und nannte ihn "Magnetstromapparat".4 Der
"Magnetstromapparat" bestand aus miteinander gekoppelten elektrische
und magnetischen
Schwingkreisen. Die Spulen waren auf eine besondere Art gewickelt,
wobei der Strom auch
durch die permanentmagnetischen Kerne geleitet wurde. Das Gerät hatte
einen Wirkungsgrad
von 450%. Das wurde von Professoren der technischen Uninversität in
Berlin bestätigt. Eine
Täuschung wurde völlig ausgeschlossen. Die theoretische Erklärung für
die Energieerzeugung
fand man nicht. Nach Kriegsende beschlagnahmte der britische
Geheimdienst sämtliche
greifbaren Unterlagen und Gerätschaften. Es existiert heute auch ein
Energiekonverter,
welcher "Testatika" genannt wird und welcher wie eine Influenzmaschine
aussieht.5 Er soll
der Umgebung Energie entnehmen und sie mit einem besonderen
Gleichrichter nutzbar
machen. Pro Stunde gibt er 4 bis 6 Kilowatt ab und braucht selbst keine
weitere
Energiezufuhr.
Diese Energiekonverter wie Colers "Magnetstromapparat" und die
"Testatika" sind keine
"Perpetuum Mobiles", welche die bekannten Energiegesetze verletzen
würden. Bei ihnen geht
es um einen Energieaustausch. Als Austauschmedium sollen bestimmte
Felder dienen, die
keine räumlichen Begrenzungen aufweisen.6 Der kanadische
Diplomingenieur Wilbert B.
Smith war der Auffassung, daß das Magnetfeld der Erde als potentielle
Energiequelle für
zukünftige Technologien in Betracht gezogen werden muß. Einer
Forschungsgruppe unter
seiner Leitung gelang es dann auch, dem Magnetfeld der Erde Energie von
bis zu fünfzig
Milliwatt zu entziehen. Damit sollte aber nur eine experimentelle
Grundlage für Smiths
Vermutung gegeben werden.7
Wenn man von diesen Flugantrieben und den Energiekonvertern für ihren
Antrieb hört, fragt
man sich natürlich, warum sich so eine Technik nirgends in der
Wirtschaft durchsetzt. Es gibt
aber schwerwiegende Gründe, warum die Verbreitung dieser Technik
verhindert wird. Mit
den Antrieben der beschriebenen Flugobjekte haben die hohen
Regierungsstellen und die
Geheimdienste Vorteile, welche sie nur behalten können, wenn sie allein
über diese Technik
verfügen. Wegen der Geheimhaltung wird diese Technik nur in sehr
kleinem Umfang
angewendet. Forscher, welche sich mit dieser Technik befassen, werden
von den
Geheimdiensten behindert. Dem Professor Searl wurde das Labor
abgebrannt und dem
finanziellen Förderer des Wissenschaftlers Townsend Brown ließ man mit
seinem Flugzeug
abstürzen.8 Der Hauptgrund, warum diese Technik verhindert wird, liegt
aber in der
Energieerzeugung für diese Flugobjekte. Im Kapitalismus haben die
Energie erzeugenden
Unternehmen einfach kein Interesse an dem Erscheinen dieser
Energiekonverter, weil diese
Unternehmen dann überflüssig werden würden. Aber auch in einem
autoritären Sozialismus
hat man kein Interesse daran. Überhaupt muß jede autoritäre
Gesellschaft fürchten, durch so
eine Technik die Kontrolle zu verlieren. So wie in sehr autoritären
Gesellschaften moderne
Kommunikationsmittel und Geräte zur Vervielfältigung von Schriften eine
Gefahr darstellen,
so sind die neuen Energiemaschinen auch eine Gefahr für die heutigen
westlichen
Gesellschaftsformen. Die Bourgeoisie hört die Bezeichnung
"gesellschaftlicher Fortschritt"
nicht gern. Und in der westlichen Gesellschaft, in der die Bourgeoisie
alle Massenmedien
beherrscht und ihre Werbung für politische Richtungen perfektioniert
hat, muß diese
Bezeichnung auch für immer ein Fremdwort bleiben. Die Unabhängigkeit,
welche die
Menschen mit den Energiekonvertern erlangen würden, würde die Struktur
der heutigen
Gesellschaft völlig verändern. Und so müssen die Entwickler solcher
Maschinen allein und
ohne finanzielle Hilfe arbeiten. In einem Buch von Norbert
Jürgen-Ratthofer ist eine Liste
von Erfindungen für Energiemaschinen, welche sich noch verdoppeln
lassen soll. Fast alle
diese Erfindungen hatte man früher verschwinden lassen, so wie der
britische Geheimdienst
alles über den Coler-Konverter verschwinden ließ, oder es waren nie
Forschungsaufträge
angelaufen, wie bei der "Testatika". Wenn in einem sozialistischen Land
solche Technik
existierte und die Menschen sich mit eigenen Energiequelle von der
Gesellschaft unabhängig
machen könnten, käme die Zersetzungspolitik der kapitalistischen Länder
sofort zur Wirkung
und der sozialistische Staat hörte bald auf zu existieren. Hier soll
einmal eine Liste von
Erfindungen von Magnet-Generatoren aus dem Buch von Norbert
Jürgen-Ratthofer 9 gezeigt
werden. Sie ist aus ist aus einer Privatschrift aus dem Jahre 1986/87
kopiert und ohne nähere
Quellenangaben:
• 1874 hatte in Philadelphia USA schon John Worrell (oder Worreil)
Kelly einen
Generator vorgestellt, der auf Resonanzschwingungsbasis billige Kraft
erzeugte, um
Maschinen zu treiben.
• 1926 führte Kapitän Hans Coler in Berlin zum ersten Mal seinen
Generator für freie
Energie vor, und es wurde ihm von der Hochschule bescheinigt, daß es
sich wohl um
eine völlig neue Art von Energie handeln müsse.
• 1931 führte dann Nicola Tesla sein völlig benzinloses Auto vor,
welches natürlich von
den damaligen "Ölkönigen" sofort beseitigt wurde.
• 1933 fuhr Ing. Greichen aus Nürnberg mit einem benzinlosen Auto, das
mit einem
Resonanz-Schwingungs-Motor lief, bis nach Berlin, um es als möglichen
"Volkswagen" vorzustellen. Er wurde samt Fahrzeug "beseitigt".
• 1943 liefen die Coler-Konverter in der militärischen Erprobung
bereits mit 6 Kilowatt
Stundenleistung.
• 1952 liefen die Auswertungen der erbeuteten deutschen Geheimpatente
in den USA
voll an, eine ganze Anzahl Versuche auf dem Gebiet neuer physikalischer
Ebenen
wurden vorgeführt und protokolliert, darunter auch die Aufhebung der
Schwerkraft zu
Flugzwecken.
• 1960 beschrieb Ing. Kromrey aus Genf seine Maschine und Methode, die
Schwerkraft
bei seinem Generator mitzunutzen, und er erreichte nachweislich weit
über 120 %
Wirkungsgrad.
• 1975 lief der erste große Generator von Ing. Edwin Gray rein aus
kosmischer Kraft
mit vollen 50 KW, und er wollte damit ein Auto bestücken. Bis er von den
"Ölkönigen" ruiniert wurde.
• 1981 führte der Sohn von Dr. Moray den Konverter seines Vaters in
Europa bei
einzelnen Firmen vor, um die Lizenz zu verkaufen. Von der
Volkswagenstiftung
wurde er ausgelacht.
• 1982 gab es in der deutschen Öffentlichkeit viel Geraune um den
bekannt gewordenen
Energie-Konverter der Methernitha-Gemeinschaft in Linden bei Bern.
Dieses
erstaunliche Gerät entnimmt aus der Luft die Elektrizität und liefert
pro Stunde an die
3 - 6 KW ab, ohne jede weitere Zufuhr. Inzwischen haben Hunderte von
Ingenieuren
dieses Wunderwerk besichtigt, ohne daß echte Forschungsaufträge
angelaufen sind.
• 1983 wurde in einem Büro in Konstanz ein frei laufender
Energie-Konverter auf
Magnetbasis vorgestellt und im Labor eines Großbetriebes in der
Leistung bestätigt.
• 1984 wurde in demselben Büro von Prof. Siefert eine
Wärme-Schwingkammer
vorgeführt, welche in der Lage ist, mehr Energie abzugeben, als
hineingesteckt wird.
Das Geheimnis liegt in einer Resonanzschwingung.
Kapitel 5
Die Geschichte der NATO
(der Quellennachweis und die Anmerkungen zu diesem Kapitel sind in der
Datei nato_5.wps)
In der Quantenphysik, aus der die Theorie der parallelen Universen
kommt, wird viel mit
Wahrscheinlichkeitsrechnungen gearbeitet. Beim Doppelspaltexperiment
weiß man zum
Beispiel nicht an welchem Punkt der Fotoschicht das Photon auftrifft.
Man nimmt
Wahrscheinlichkeitsrechnungen zur Hilfe, um ungefähr zu sagen in
welcher Zone das Photon
auftrifft. Dieses Kapitel über die Nachkriegsgeschichte soll nun einen
Eindruck davon
vermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Atomkrieg in einem
Paralleluniversum
stattgefunden hat.
aus dem Inhalt dieses Kapitels:
• Über die wirklichen Pläne, welche sich die Führungen der USA und der
UdSSR im
Falle eines Atomkrieges machten, und welche beide Führungen aus
propagandistischen Gründen die ganze Zeit verschwiegen hatten.
• Über den Atomkrieg zur Durchsetzung von politischen Zielen.
• Über eine nicht offizielle Regierung in den USA - einer
willensbildende Ebene im
militärisch-industriellen Komplexes der USA.
• Beruflich beauftragte Generäle machten detaillierte Pläne für den
Atomkrieg -
informierte und einflußreiche Freimaurer aus dem Hintergrund
entschieden für die
Durchführung dieser Pläne.
• Die nicht offizielle Regierung führte 1960 mit Hilfe der
Geheimdienste einen
Regierungswechsel in den USA herbei, um den Beginn des Atomkrieges
durchzusetzen.
• Die nicht offizielle Regierung ließ den Präsidenten John F. Kennedy
und seinen
Bruder Robert F. Kennedy exekutieren, weil sie die Pläne der nicht
offiziellen
Regierung während der Kuba-Krise 1962 durchkreuzt hatten.
• Über die versehentliche Entdeckung des nuklearen elektromagnetischen
Pulses (EMP)
im Jahre 1962 und die darauffolgende Aufschiebung des Atomkrieges um
Jahrzehnte.
• Die nicht offizielle Regierung führte 1980 mit Hilfe der
Geheimdienste zum zweiten
mal einen Regierungswechsel in den USA herbei, um den Beginn des
Atomkrieges
durchzusetzen.
• Über die Kapitulation der UdSSR am Ende der achziger Jahre - zum
Zeitpunkt der
absichtlich aufgebauten Fähigkeit der USA, den Atomkrieg führen und
gewinnen zu
können.
die Nachkriegszeit
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die UdSSR zum Erzfeind der USA. Es
dauerte nicht
lange, bis Kriegspläne gemacht wurden, um die UdSSR zu vernichten.1
Diese Kriegspläne
hatten Ähnlichkeit mit denen Nazideutschlands kurz zuvor. Wieder wurde
geplant, die
sowjetische Armee zu zerschlagen, die Industrie zu zerstören und einen
Teil der UdSSR zu
besetzen. Die neuen amerikanischen Pläne sahen jedoch auch vor, in
großem Umfang
Atombomben einzusetzen. Die USA verfügten dafür lange Zeit als einzige
über
Atombomben, Geschwarder von Langstreckenbombern und einen Ring von
Stützpunkten um
die UdSSR herum, von denen die Atombomber aus starten konnten. Nach dem
zweiten
Weltkrieg sprach die Propaganda weniger davon, daß ein Atomkrieg zu
gewinnen sei.
Diejenigen, welche die Kriegspläne aufstellten, gingen aber immer davon
aus, daß ein
Atomkrieg gewinnbar sein sollte. Die NATO wurde bald gegründet. Ihre
Hauptfunktion war
von Anfang an das "Zurückrollen des Kommunismus in Europa", "das
Ausradieren der
UdSSR von der Landkarte", "das Ausradieren des Kommunismus (mit
Atomwaffen)" - (F.J.
Strauß) und die Liquidierung der DDR.2 Die US-Besatzungsmacht entschied
schon am
15.Apri l945, daß "Deutschland zu einem Bollwerk gegen Rußland"
konditioniert werden
müsse, so im Dokument A 2170, 7th Congress, First session 1945. Man
sprach damals schon
vom dritten Weltkrieg mit Deutschland als Brückenkopf. Um auch mit
konventionellen
Mitteln gegen Rußland ins Feld ziehen zu können, war es nötig,
mindestens 40 Divisionen
aufzustellen. Dazu wurde in Westdeutschland eine separate
Währungsreform durchgeführt,
um Deutschland zu spalten, und um den Bonner Staat zu gründen. Jetzt
konnte eine Armee
gegen die UdSSR ins Feld gestellt werden, wobei auf deutsches
Menschenmaterial und auf
militärische Erfahrung Deutschlands zurückgegriffen werden konnte. Die
USA intervenierten
in Griechenland und der Türkei. Damit wurde das Militärbündnis mit den
USA vorbereitet.
Man hatte diese beiden Länder ausgesucht, weil sie das strategische Tor
darstellen, das ins
Schwarze Meer führt, ins Herz der UdSSR. Im Dokument der Vereinigten
Stabschefs der
USA vom 9. April 1947 heißt es in Bezug auf Länder rund um die UdSSR,
wie die Türkei
und Griechenland, die als Stützpunkte für die Atombomber geeignet sind:
"Wenn geeignete
Stützpunkgebiete gesichert sind [. . .], haben die USA die Möglichkeit,
binnen kurzer Zeit
nach Kriegsbeginn offensive strategische Luftoperationen gegen
lebenswichtige russische
Industrie- und Bevölkerungszentren zu unternehmen." Die ersten
Atomkriegspläne gegen die
UdSSR sahen den Einsatz von hunderten von Atombomben vor. Gleich zu
Beginn des
Krieges sollten sowjetische Flugplätze, Städte und Industrien mit
Atombomben zerstören
werden (siehe Anhang: "Die amerikanische Atomkriegspläne gegen die
UdSSR unmittelbar
nach dem zweiten Weltkrieg"). Diese Bombardierung sollte der UdSSR
einen nicht wieder
aufholbaren Schaden bringen. Und die fortgeführte Bombardierung mit
Atomwaffen sollte die
Fähigkeit der UdSSR einschränken, den Krieg weiterzuführen. Zuerst gab
es noch nicht
genug Atombomben für die vielen Ziele. Die Atombombenproduktion stieg
aber bald
unaufhaltsam, und man bekam immer mehr Atombomben zur Verfügung, als
ursprünglich
geplant waren. Man wollte für die vielen Atombomben Ziele ausmachen, um
"Optimalpläne"
für den Einsatz aller Atombomben machen zu können. Es wurde das in
zwanzig Kilometer
Höhe fliegende Spionageflugzeug U2 entwickelt. Bei einer bis heute
nicht bekannten Zahl
von U2-Flügen drang man in den Luftraum der UdSSR ein, um
Atombombenziele
auszumachen.3 Manche U2-Flugzeuge überflogen die UdSSR von Pakistan bis
nach
Norwegen. Wahrscheinlich wurden auch die in Kapitel 4 beschriebenen
unkonventionellen
Flugobjekte für das Ausmachen von Atombombenzielen eingesetzt. So eine
Verletzung des
Luftraumes hätte normalerweise als Kriegserklärung aufgefaßt werden
müssen. Die UdSSR
war aber in einer schwachen Position und mußte sich die U2-Flüge
gefallen lassen.
Die Bombardierung mit Atomwaffen hätte aber noch lange nicht den Sieg
der USA bedeutet.
Die Völker der UdSSR hätten noch mehr zusammengehalten, es wäre nicht
zur Kapitulation
gekommen. Da das meiste amerikanische Kriegsmaterial erst im Laufe des
Krieges den
europäischen Kontinent auf dem Seeweg erreichen konnte, wäre die Rote
Armee zu Beginn
des Krieges auf dem europäischen Kontinent an konventionellen
Kriegsmitteln überlegen
gewesen. Die Rote Armee wäre damals in der Lage gewesen, das ganze
europäische Festland
zu besetzen, und hätte auch in späteren Zeiten noch mindestens bis zum
Rhein vordringen
können. Die Hoffnung der UdSSR bestand darin, aus den Industrien des
besetzten
Westeuropas ihre Armee zu versorgen, um den Krieg weiter führen zu
können, und eine
Kapitulation zu vermeiden.4 Denn die Industrien in der UdSSR wären
durch die
Atombombenangriffe auf jeden Fall zerstört worden, während die
Industrien des von der
UdSSR besetzten Westeuropas von den USA hätten verschont werden müssen.
Die West-
Alliierten konnten im zweiten Weltkrieg die von Deutschland besetzten
französischen und
tschechoslowakischen Industrien nicht bombardieren, obwohl diese die
deutsche Wehrmacht
versorgten. Genauso wäre es für die amerikanische Führung politisch
nicht vertretbar
gewesen, das von der UdSSR besetzten Ruhr-Industriegebietes im dritten
Weltkrieg zu
bombardieren. Die Führung der UdSSR hoffte weiterhin, daß es bei
geglückter Versorgung
der Roten Armee aus westeuropäischen Industrien und bei dem Ausbleiben
ihrer Kapitulation
zu einer Demoralisierung in der amerikanischen Bevölkerung gekommen
wäre. Denn der
Hunger, die Zerstörung und die Verluste in der Bevölkerung führten
schon nach dem ersten
Weltkrieg dazu, daß die Völker ihrer Regierungen durch eine Revolution
zu stürzten. Die
UdSSR selbst hatte ihren Ursprung in so einer Revolution während des
ersten Weltkrieges
gefunden. Der Sieg der UdSSR im dritten Weltkrieg hätte dann so
ausgesehen, daß die
kriegstreibenden kapitalistischen Kräfte vom amerikanischen Volk durch
eine Revolution
gestürzt worden wären, genau so wie die kriegstreibenden Monarchen nach
dem ersten
Weltkrieg durch Revolutionen gestürzt wurden.
Die amerikanische Führung hoffte dagegen, die innenpolitische
Stabilität beibehalten zu
können, die Rote Armee letztendlich noch zu schlagen, und Rußland zu
besetzen. Nach der
Eroberung des deutschen Industriegebietes durch die UdSSR in der ersten
Phase des dritten
Weltkrieges wäre die strategische Bombardierung des Industriegebietes
durch die Air-Force
gegenüber dem amerikanischen Volk zwar nicht durchführbar gewesen. Es
gab aber eine
andere Methode, bei der man der UdSSR möglichst wenig gewinnen lassen
wollte, und bei
der die amerikanische Führung trotzdem politisch überlebt hätte: Ein in
Deutschland
stationierter Teil der amerikanischen Armee sollte in Abwehrschlachten
massiv Atomwaffen
auf deutschem Boden einsetzen, und Deutschland damit zu einem nuklear
verseuchten
Schutthaufen machen. Das Vorgehen der amerikanischen Armee in
Süd-Ost-Asien sollte
später zeigen, das dies tatsächlich so vor sich gegangen wäre. Trotzdem
dies alles bekannt
war, gab es in Deutschland keine nationale Interessenvertretung, da die
deutschen
Massenmedien von den USA aus gesteuert schienen. Weiterhin wäre es auf
dem europäischen
Kriegsschauplatz für Amerika am Anfang des Krieges hauptsächlich nur
noch wichtig
gewesen, die europäischen Inseln Großbritannien, Irland, Sizilien und
Kreta als Brückenköpfe
für eine spätere amerikanische Invasion zu halten. Die griechische
Halbinsel Peloponnes
sollte möglichst auch mit massivem Einsatz von taktischen Atomwaffen
(für das Gefechtsfeld
bestimmte kleinere Atomwaffen) gehalten werden. Hier wird auch noch
einmal deutlich,
warum es so wichtig war, Griechenland und die Türkei in die NATO zu
bekommen: In der
zweiten Phase des dritten Weltkrieges sollte es von den Brückenköpfen
in Griechenland aus
zu einer amerikanischen Invasion auf den europäischen Kontinent kommen.
Die USA hatten
gegenüber der UdSSR die Möglichkeit der offensiven Flotten-Taktik.
Diese war im zweiten
Weltkrieg hauptsächlich nur im Pazifik gegen Japan angewendet worden.
Mit dieser
überlegenen Flotten-Taktik hätte man sich dann darauf konzentriert, die
Meerengen
Dardanellen und Bosporus und dann die westliche Küste des Schwarzen
Meeres zu erobern.
Von der westliche Küste des Schwarzen Meeres aus wäre man in einer
Landoperation zum
südlichen Polen vorgedrungen und hätte den sowjetischen Truppen in
Westeuropa die
Verbindung zur UdSSR abgeschnitten. Diese Landoperation wäre in Form
eines Blitzkrieges
vor sich gegangen, welcher noch viel schneller vor sich gegangen wäre,
als die Blitzkriege
des zweiten Weltkrieges. Die USA und Großbritannien hatten den
sogenannten Blitzkrieg, die
moderne Form des Landkrieges, schon im zweiten Weltkrieg selbst
erprobt. Diese Probe
begann mit der Landung in der Normandie und endete mit der Kapitulation
Deutschlands. Die
Fähigkeit zum Blitzkrieg wurde nach dem zweiten Weltkrieg durch die
Ausrüstung mit mehr
Schützenpanzern für die Infanterie, einer allgemein größeren
Motorisierung der Infanterie und
mit überlegen taktischen Nuklearwaffen weiter ausgebaut. Die USA hätten
in der zweiten
Phase des dritten Weltkrieges gute Aussichten gehabt, die Rote Armee in
Westeuropa von
ihrem Mutterland abzuschneiden. Im Gegensatz zum zweiten Weltkrieg
hätte die Rote Armee
nicht mehr auf das eigene Territorium zurückweichen können und wäre
fast vollständig
vernichtet worden. Danach hätte man unter der Führung der
amerikanischen Armee den dicht
besiedelten europäische Teil der UdSSR besetzen können, ohne auf
größeren Widerstand zu
stoßen. An Flüssen, welche natürlichen Schranken darstellen, wäre eine
dauerhafte Front
gegen den restlichen Teil der UdSSR errichtet worden. Im besetzten Teil
wäre eine dem
bürgerlichen Amerika genehme Regierung eingesetzt worden. Der Rest der
UdSSR wäre
militärisch schwach gewesen und wäre nur noch ab und zu durch
Fernbomber angegriffen
worden, welche von Flugplätzen am Ural hätten starten können. Erst wenn
all dies
durchgeführt worden wäre, hätten die USA ihre politischen Ziele auf
Dauer erreicht. In
Amerika bildeten sich Kräfte, welche diese politischen Ziele
durchsetzen wollten. Der
amerikanische Präsident Eisenhower warnte vor den Gefahren dieser
Kräfte:
"[. . .] Wir sind gezwungen worden, eine dauernde Rüstungsindustrie von
riesigen
Ausmaßen zu schaffen. Dazu kommen dreieinhalb Millionen Männer und
Frauen, die
direkt im Verteidigungswesen beschäftigt sind. Wir geben für die
militärische
Sicherheit alljährlich mehr aus, als das Nettoeinkommen aller
US-Konzerne ausmacht.
Dieses gleichzeitige Zusammentreffen eines immensen Militärapparates
und einer
riesigen Rüstungsindustrie ist etwas Neues in Amerikas Erfahrung. Der
totale Einfluß
- ob wirtschaftlich, politisch, ja sogar geistig - ist in jeder Stadt,
jeder
Regierungsstelle, jedem Amt zu spüren [. . .] Unsere Anstrengungen,
wirtschaftlichen
Hilfsquellen, unsere Existenz werden insgesamt davon berührt, und
ebenso das
Grundgefüge unserer Gesellschaft. Im Schoße der Regierung müssen wir
uns davor
hüten, daß der militärisch-industrielle Komplex (MIK) einen
ungerechtfertigten
Einfluß erlangt - ob er nun danach trachtet oder nicht. Die Möglichkeit
für das
verhängnisvolle Entstehen mißbräuchlicher Macht besteht und wird weiter
bestehen.
Niemals dürfen wir erlauben, daß das Schwergewicht der geschilderten
Machtballung
unsere Freiheiten oder den demokratischen Prozeß erdrückt [. . .]"5
Lorenz Knorr schildert den militärisch-industrielle Komplex (MIK) in
seinem Buch als das
Produkt und den aggressiven Kern des staatsmonopolistischen
Kapitalismus: "Der militärischindustrielle
Komplex ist eine enge Verschmelzung der Macht der Hauptkräfte des
Imperialismus - der Rüstungskonzerne und der mit ihnen verbundenen
Bankmonopole, der
militärischen Führungszentren und der Militarisierungsorgane des
Staates sowie der politischmilitaristischen
Organe des Monopolkapitals. [. . .] ein neuartiger Militarismus, der
mit Hilfe
der Großkonzerne, Großbanken, Medienkonzernen und Teilen des
Staatsapparates die
gesamte Gesellschaft in den Griff zu bekommen versucht und die
wichtigsten Ressourcen des
Landes für militärische Zwecke vergeudet. Er ist Verflechtung rabiater
kapitalistischökonomischer
Expansion mit militärisch-obrigkeitsstaatlicher Aggression und
politischer
Machtstabilisierung priviligierter Minderheiten zu Lasten aller Völker."
Es muß noch zusätzlich erklärt werden wie die Kapitalisten wirken, um
ihre Interessen
durchzusetzen. Wenn Kapitalisten ihre anderen kapitalistische
Konkurrenten wirtschaftlich
kaltgestellt haben, steigen sie in ein noch größeres Geschäft ein. Sie
festigen dann ihre Macht
auf höheren Ebenen:
• Sie steigen in das Finanzgeschäft ein und gründen Banken. Das führt
dazu, daß zum
Beispiel die Arbeiter des Elektrokonzerns Siemens diesen Konzern
scherzhaft "eine
Bank mit angehängtem Elektrokonzern" bezeichnen (Siemens gibt es schon
seit dem
Beginn der industriellen Revolution). Das Finanzgeschäft ermöglicht
Macht auf
vielfältige Weise. Die deutlichsten Beispiele für die Macht des
Finanzkapitals sind der
Einfluß der Bankierfamilie Rothschild auf den Vertrag von Versailles6
und das
Zurückziehen des Geldes vom Markt, was die absichtlich herbeigeführte
Weltwirtschaftskrise bewirkte. Solche Wirtschaftskrisen werden auch
heute noch ab
und zu in sehr kleinen Ausmaß herbeigeführt, um Druck auszuüben, und um
den
Willen von Finanzkapitalisten durchzusetzen. Der Grund für die
absichtlich
herbeigeführte Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 mußten die
Arbeiterbewegungen
gewesen sein, durch welche der internationalen Kapitalismus sich damals
gefährdet
sah. Die Weltwirtschaftskrise sollte Regime an die Macht bringen, deren
Mitglieder
mehr als alle anderen Menschen auf die antikommunistische Propaganda der
bourgeoisen Massenmedien hereinfallen. Die Weltwirtschaftskrise endete
erst im
Jahre 1933, als in Deutschland das Nazi-Regime an die Macht kam. Bei
diesem
Regime war man sich sicher, daß es alle dem Großkapital feindlich
gesinnten Kräfte
ausrotten würde. Von da an bekam Deutschland durch Banken, welche in
den USA
ansässig waren, massive Unterstützung vom Finanzkapital. Die Beweise
dazu sind
heute öffentlich zugänglich. Sie sind in den Protokollen und Berichten
über
Regierungshearings zu finden, die von verschiedenen Senats- und
Kongreßausschüssen in den USA gemacht wurden.7 Dieses Vollpumpen des
Nazistaates mit Geld führte zu einem kometenhaften Aufstieg
Deutschlands, welches
kurz zuvor noch am Boden lag. Die Nazis wußten, warum sie so stark
gemacht
wurden. Sie sahen vor allem jüdische Bankfamilien, wie die Rothschilds,
als die
Drahtzieher. Goebbels drohte diesen Familien in einer bekannten Rede
mit der
Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa, weil er meinte, sie wären
schon für den
ersten Weltkrieg verantwortlich gewesen. Deutschlands Wirtschaft wurde
so stark, daß
es eine Kriegsmaschinerie aufbauen konnte, mit der es 1940 die damaligen
Weltmächte Frankreich und Großbritannien in wenigen Tagen besiegte. Die
deutsche
Kriegsmaschinerie war so groß, daß die letztendlichen Sieger des
zweiten Weltkrieges
später behaupten konnten, sie hätten das größte Kriegspotential seit
Alexander dem
Großen zerstört. Als Entschädigung für die jüdische Rasse oder aus
Angst vor Rache
pumpte das Finanzkapital dann nach dem Krieg den Staat Israel mit Geld
voll. Israel
erlebte dadurch wie zuvor Deutschland auch einen kometenhaften
Aufstieg. Dieser
zuvor von Beduinen durchzogene öde Wüstenwinkel wurde nun zu einer
regionalen
Großmacht. Israel konnte eine Blitzkriegsarmee aufbauen, welche sich
normalerweise
nur die reichen Industrieländer leisten können. Mit dieser Armee schlug
es die
bedeutendsten arabischen Staaten und hält sie damit bis heute in
Schach. Israel hatte
schon in der 70er Jahren selbst entwickelte Panzer und Kampfflugzeuge.
Es ist ein
weltweiter Exporteur von Infanteriewaffen geworden und hat heute eigene
Atombomben, Raketen und Satelliten.
Viele Menschen glauben heute noch, die Industrie-Kapitalisten wären die
größten
Machthaber in der Gesellschaft. Die Industrie-Kapitalisten müssen
jedoch vor den
Finanzkapitalisten kuschen, wenn diese ihre Macht sichern wollen. Die
Finanzkapitalisten sorgten zu ihrer Sicherung für das
Betriebsverfassungsgesetz in
Deutschland. Mit diesem Betriebsverfassungsgesetz sind die
Industrie-Kapitalisten
gezwungen, sich mit den Arbeitern an einen Verhandlungstisch zu setzen.
Die
deutschen Arbeiter halten das Betriebsverfassungsgesetz für eine ihrer
Errungenschaften. Es ist aber ein Geschenk der Finanzkapitalisten. Die
wirkliche
Ohnmacht der deutschen Arbeiter wird deutlich, wenn sie sich ihre
sogenannten
"Errungenschaften" ohne Widerstand wegnehmen lassen. Die deutschen
Arbeiter
dürften sich auch eigentlich gar nicht als Kämpfer für soziale
Gerechtigkeit
bezeichnen, wenn man bedenkt, wie das vietnamesische Volk kämpfen
mußte, als es
sich mit mächtigen kapitalistischen Kräften anlegte. Mit dem durch das
Betriebsverfassungsgesetz erzeugten sozialen Frieden sicherten die
Finanzkapitalisten
sich gegen Revolutionen ab, welche zur Verstaatlichung von Banken
führen würden.
Die Banken sind das Mittel der Finanzkapitalisten, um mit ihrem Geld
die Welt zu
regieren. Wie mächtig die Finanzkapitalisten sind, und wie wichtig die
Banken ihnen
sind, erkennt man an der Geschichte der Schweiz. Die kleine Schweiz mit
den dort
ansässigen wichtigen Banken wurde durch die Macht der
Finanzkapitalisten aus dem
ersten und aus dem zweiten Weltkrieg herausgehalten, während sich sonst
die
mächtigsten Staaten in die Weltkriege hereinziehen lassen mußten.
• Sie nehmen Einfluß auf den Energiesektor. Auch hier ist Siemens ein
Beispiel. Von
dieser Position aus verhindern sie alle alternativen Energieformen, um
ihren Einfluß
nicht zu verlieren. Dies trifft besonders für die im Kapitel 4
beschriebenen
Energiemaschinen zu.
• Sie nehmen Einfluß auf die Geheimdienste. Das ermöglicht verdeckten
wirkungsvollen Einfluß. Es ist zum Beispiel ganz deutlich, daß die
amerikanischen
Geheimdienste in den Wahlkämpfen von 1960 und 1980 entscheidenden
Einfluß
ausübten. Damit bestimmten die Geheimdienste, wer in der mächtigsten
Weltmacht
USA regiert.
• Sie nehmen Einfluß auf die Medien, weil die Menschen alles glauben,
was in den
Medien gesagt wird.
• Sie nehmen Einfluß auf die Freimaurerlogen. Kapitalisten brauchen
Gelegenheiten,
um sich untereinander abzusprechen. Golfclubs und Schützengilden sind
nicht das
idealste Forum für sie. Für die mächtigsten Kapitalisten eignen sich
dafür am besten
die Freimaurerlogen. Sie sind hierarchisch aufgebaut, haben eine strenge
Geheimhaltung und verlangen einen absoluten Gehorsam. Die mächtigsten
Kapitalisten sind an der Spitze der Hierarchie, wobei die Geheimhaltung
verhindert,
daß die Mitglieder an der Basis der Hierarchie die Mitglieder an der
Spitze kennen. An
der Spitze fallen dann die wichtigen Entscheidungen. Hier wird dann
entschieden, ob
es Krieg geben soll, ob Völker ins Verderben gestürzt werden sollen
usw. Man nennt
die Leute an der Spitze die Illuminanten. Dort sind zum einen die
mächtigsten
Kapitalisten (Bankiers) und zum anderen Freimaurer mit den höchsten
Einweihungsgraden, welche diese Organisationen gründen und unterhalten.
Es ist
bekannt, daß zu der entscheidendsten Zeit Freimauer zu Regierungschefs
gemacht
wurden, damit die Illuminanten direkten Einfluß bekamen. So wurden im
zweiten
Weltkrieg die Freimaurer Churchill, Rosevelt und Truman zu
Regierungschefs
gemacht. Je mächtiger die Kapitalisten sind (z.B. Rockefeller oder
Rothschild), desto
größer ist ihr Einfluß in den Freimaurerlogen. Die wichtigsten der
Freimaurerei
ähnlichen Geheimgesellschaften dieser Art sind die Trilaterale
Kommission,
Bilderberger, CFR, Komitee der 300, Skull & Bones und Club of
Rome.8 Man könnte
diese Geheimgesellschaften auch als Geheimregierung, willensbildende
Ebene oder
als Kopf des militärisch-industriellen Komplexe bezeichnen. Entgegen
den Annahmen
vieler Friedensforscher ist der MIK in seinem politischen Wirken gar
nicht
richtungslos. Es ist wahrscheinlicher, daß er ein Entscheidungen
treffendes Organ in
den hohen Einweihungsgraden der freimaurerähnlichen Organisationen hat,
welche für
diese speziellen Zwecke gegründet wurden. Die Einflüsse der
verschiedenen Kräfte im
MIK sind von außen her ein undurchschaubarer Filz. Intern sind die
Rechte der
verschiedenen Kräfte aber durch die Anwendung von Machtmitteln
(absichtlich
herbeigeführte kleine Wirtschaftskrisen) abgeklärt worden. Dies ist
keine komplizierte
Verschwörungstheorie. Wenn man die Natur der Großkapitalisten und der
Freimaurer
kennt, braucht man nur noch eins und eins zusammenzählen können, um es
zu
verstehen. Die große Macht, welche diese Geheimgesellschaften haben,
liegt in der
Trägheit der Menschen. Denn die meisten Menschen wollen nicht einmal
wissen, daß
es diese Gesellschaften gibt. Die Familien mit dem größten Einfluß auf
diese
Gesellschaften hatten ihre Macht schon seit Jahrhunderten immer weiter
ausgebaut.
Ihre Geschichte ist leider nur sehr schwer zu verfolgen. Darum sollen
sie hier nur
allgemein als "Illuminanten" bezeichnet werden, und es soll nicht
weiter versucht
werden Namen von bestimmen Personen oder Organisationen zu nennen. Wer
sich
jedoch intensiver damit beschäftigen möchte, sollte sich das Buch von
Jan van Helsing
besorgen.
Für den Krieg gegen die UdSSR war nach den Atombombenabwürfen eine große
Landoperation und eine Besetzung nötig. Dafür war es erforderlich, etwa
so viele Divisionen
aufzustellen, wie es Nazideutschland im Krieg gegen die UdSSR tat. Das
war aber in den
politischen Systemen des Westens nicht so leicht möglich. Darum sorgte
der militärischindustrielle
Komplex für eine höhere Faschismusstufe9 (Rechtsrutsch) der
Gesellschaft. Durch
die Medien wurde für eine Bewußtseinskontrolle über die Menschen
gesorgt. Die
Bevölkerung wurde nach außen gegen die UdSSR aufgehetzt, und nach innen
wurde eine
Stimmung gegen politisch Linke geschaffen, welche als Hexenjagt
bezeichnet werden konnte
(McCarthy-Zeit).
Trotz den vielen Atombomben, die den USA zur Verführung standen,
glaubte man nicht, die
sowjetische Industrie im ausreichenden Maße zerstören zu können. Man
mußte dazu bis zum
Ende der 50er Jahre warten, um über mindestens 100 der um ein
vielfaches stärkeren
Wasserstoffbomben zu verfügen. Im Kriegsplan "Dropshot" vom 19.
Dezember 1949 steht
dazu unter Anlage "K", 4. (b):
"[ ... ] Es werden gegenwärtig Studien erstellt, die den genauen Bedarf
für
diese Aktionen ermitteln sollen. Jedoch kann man aufgrund von
Voruntersuchungen davon ausgehen, daß ein angemessener Bedarf für
Zielabwürfe zu diesem Zweck sich im Rahmen von 100 zusätzlichen
Atombomben eines bis jetzt noch nicht verfügbaren Typs bewegen könnte,
dessen Entwicklung und Produktion in ausreichender Menge aber bis 1957
als
möglich eingeschätzt wird. [ ... ]"10
Mit diesen "Atombomben eines bis jetzt noch nicht verfügbaren Typs"
waren
Wasserstoffbomben gemeint. Die Wasserstoffbomben haben die Stärke von
millionen Tonnen
TNT-Sprengstoff, während die Atombomben nur die Stärke von tausenden
Tonnen TNTSprengstoff
haben. Was die strategischen Bombardierungen des zweiten Weltkrieges
nicht
vermochten, konnte jetzt leicht vollbracht werden. Eine
Wasserstoffbombe konnte schon das
Industriegebiet einer Großstadt vernichten. Der Luftwaffengeneral
Curtis E. LeMay baute das
strategische Luftkommando (SAC) auf.11 Er war im zweiten Weltkrieg
kommadierender
General des XXI. Bomberkommandos im Pazifik. LeMay leitete den
Brandwaffen-Angriff
gegen Tokyo in der Nacht von 9. auf den 10. März 1945, bei dem fast 84
000 Menschen den
Tod fanden. Schon in seiner Anfangszeit beim SAC erhöhte er die Zahl der
atomwaffentragenden Fernbomber von 60 auf beinahe 300. In der Mitte der
50er Jahre
arbeitete LeMay einen Angriffsplan gegen die UdSSR aus. In diesem
"Optimalplan" war von
einem Anfangsschlag die Rede, in dessen Verlauf etwa 700 Bomben von
Flugzeugen
abgeworfen werden sollten, die sich der UdSSR von verschiedenen Seiten
her gleichzeitig
nähern sollten. Der Marineoffizier Captain William Moore schrieb zu
diesem Plan: "Der
endgültige Eindruck war, daß nach dem Ablauf von zwei Stunden praktisch
ganz Rußland
bloß noch eine qualmende, strahlenverseuchte Ruine sein würde." Während
die Politiker
davon sprachen, die Atomwaffen nur zur Vergeltung anwenden zu wollen,
konditionierte der
unabhängige LeMay das SAC für den Erstschlag. Eine politische
Entscheidung auf höchster
nationaler Ebene hatte es im Bezug auf den Erstschlag nicht gegeben.
Der Verzicht Präsident
Trumans auf seine Kontrollfunktion über die Atompolitik bewirkte, daß
sich Gruppierungen
wie das Atomenergiekommitee durchsetzten, und die USA ein immer größer
werdendes
Atomwaffenpotential aufbauten. Die UdSSR geriet immer mehr in
Bedrängnis. Sie war von
lauter Basen umzingelt, von denen aus amerikanische Atombomber starten
konnten und jeden
Punkt der UdSSR erreichen konnten. Die UdSSR war dagegen nicht in der
Lage, das
amerikanische Territorium mit Atomwaffen zu erreichen. Während die
strategische
Bombardierung für die UdSSR vernichtend gewesen wäre, wäre das
amerikanische Volk
weiterhin von den Massenmedien kontrolliert geblieben. Das
amerikanische Volk wäre von
der strategischen Bombardierung unberührt geblieben, so daß
Mobilisierung und
Rüstungsproduktion hätten weiterlaufen können. 1957 testete die UdSSR
erfolgreich eine
Interkontinental-Rakete (ICBM) und einen Satelliten (Sputnik). Dies war
während des ganzen
Kalten Krieges das einzige Mal, wo die UdSSR den USA einen Schritt
voraus war. Von da an
konnte die UdSSR das Territorium der USA mit Atomwaffen erreichen -
wenn auch in einem
viel geringerem Maße als umgekehrt. Dies war ein Schock für die Planer
des Angriffes gegen
die UdSSR. In den Massenmedien wurde dieser ICBM-Schock
fälschlicherweise als
"Sputnik-Schock" bezeichnet. Die Pläne zur Umkreisung der UdSSR mit
Atombomberstützpunkten war nun zum Teil durchkreuzt worden. Denn die
Vernichtung der
UdSSR konnte von da an nicht mehr ganz reibungslos für die USA
ablaufen. Schon früher
versuchte die UdSSR eine asymmetrische Antwort dieser Art auf die
Einkreisung mit
Atombombern zu finden. In den USA fürchtete man sich vor dem von der
UdSSR schon im
zweiten Weltkrieg entwickelten Langstreckenbomber PE-8. Damit konnte
die UdSSR von
Sibirien aus einige Großstädte am Westrand der USA erreichen. Die UdSSR
entwickelte auch
V1-ähnliche Marschflugkörper mit Nuklearsprengköpfen, welche von
U-Booten aus gestartet
werden konnten. Dies alles hatte aber im Gegensatz zu den
Interkontinentalraketen wenig
Bedeutung. Die Massenmedien behaupten, der ICBM-Schock hätte in einem
sowjetischen
Propaganda-Effekt bestanden, welcher dadurch zustande gekommen sein
soll, daß der
sowjetische Satellit "Sputnik" das Lied der Kommunistischen
Internationale zur Erde funkte
("Sputnik-Schock"). Weiterhin behaupten die Massenmedien, daß die USA
als Antwort auf
den "Sputnik-Schock" das Apollo-Programm aus propagandistischen Gründen
gestartete
hätten, mit welchem später Menschen auf den Mond gebracht wurden. Das
Apollo-Programm
hatte aber nichts mit dem "Sputnik-Schock" zu tun, denn ehemalige
amerikanische
Astronauten behaupteten, das Apollo-Programm sei zur Ablenkung von
anderen
nichtoffiziellen Weltraumprogrammen gemacht worden.12 Mit den Geldern
für das Apollo-
Programm seien diese anderen Weltraumprogramme, wahrscheinlich auch
militärische
Weltraumprogramme, finanziert worden.
Die Kuba-Krise
Die oben zitierte Rede des Präsidenten Eisenhower über den
militärisch-industrielle Komplex
(MIK) war am 17.1.1961. Zu dieser Zeit schied er aus dem Amt, und
Kennedy wurde
Präsident. Daß ausgerechnet Eisenhower den Einfluß des MIK auf die
US-Gesamtgesellschaft
offenlegte, könnte daran gelegen haben, daß er die Manipulation des
Wahlkampfes durch die
Geheimdienste und den geplanten Atomkrieg ahnte. Der Amtswechsel wurde
von den
Geheimdiensten aus gesteuert. Nach der Aussage des ehemaligen
Verteidigungsministers
McNamara habe es im Sommer 1960 dort ein Element gegeben, welches die
Stärke der
sowjetischen nuklearen Steitkräfte ganz erheblich überschätzt habe.
Wenn man die Daten
überprüft habe, hätten sich die Schlußfolgerungen der Geheimdiensten
nicht rechtfertigen
lassen.1 Wie man an einem späteren Zeitpunkt sehen wird, werden solche
falschen
Einschätzungen absichtlich vorgenommen, um Einfluß auf die Politik zu
bekommen.
Vorbereitet wurde das alles durch den Gaither-Bericht von 1957, welchen
Paul Nitze
schreiben half. Dort war von einer Bedrohung ("Raketenlücke") die Rede,
welche niemals
Realität wurde. Dieser Bericht war eine der einflußreichsten
strategischen Abhandlung der
Nachkriegszeit.2 Er wurde in jenem Jahr verfaßt, in welchem man in dem
Kriegsplan
"Dropshot" annahm, daß die Herstellung von Wasserstoffbomben möglich
sein würde. Denn
jetzt sollte dieser Kriegsplan verwirklicht werden. Die Weise, wie Paul
Nitze auf die Politik
Einfluß nahm, sollte sich Jahrzehnte später noch einmal wiederholen.
Der Gaither-Bericht und
die falschen Einschätzungen der Geheimdienste von 1960 wurden als
"Raketenlücke" zum
Schreckschuß in den Präsidentschaftswahlen John F. Kennedys. Kennedy
bekam rasenden
Beifall, indem er die Republikanern anklagte, welche vor ihm regierten.
Er klagte sie an, sie
hätten zwischen Amerika und Rußland eine "Raketenlücke" entstehen
lassen. Daß die
geheime Regierung des MIK, welche in den Spitzen der
freimaurer-ähnlichen Gesellschaften
existiert, Kennedy durch ihren Einfluß auf die Geheimdienste zum
Präsidenten machten,
könnte es an den besonderen Fähigkeiten Kennedys und seiner Leute
gelegen haben. Man
nannte sie "die Besten und die Klügsten". Sie waren jünger,
dynamischer, flexibler und
intelligenter als die Angehörigen der alten Eisenhower-Administration.
Die Illuminanten
könnten dies beim geplanten Atomkrieg für wichtig gehalten haben, wo es
auf die
psychologische Kriegführung ankam. Bei der "Kennedy-Rede" zum Auftakt
der Kuba-Krise
sollte sich später zeigen, daß Kennedy ein Meister der psychologischen
Kriegführung war.
Unter Kennedy begann der massive Aufbau einer amerikanischen nuklearen
Offensivkraft.
Nach zwei Jahren hatten die USA die UdSSR bereits weit hinter sich
gelassen. Die
Überlegenheit war so groß, daß die amerikanische Luftwaffe erklärte,
sie habe die
Erstschlagsfähigkeit.3 Ein "Counterforce-Angriff" (Angriff gegen die
Waffen des Gegners)
hätte die UdSSR völlig entwaffnen können.4
Nach der Revolution in Kuba arbeitete der Geheimdienst CIA daran, diese
Revolution wieder
rückgängig zu machen. Exilkubaner wurden von der CIA für eine Landung
in Kuba
ausgebildet. Es wurde von der CIA und den Exilkubanern erwartet, daß
die Exilkubaner bei
der Landung in Kuba durch US-amerikanische Luftwaffe und Infanterie
unterstützt würden.
Der Ministerpräsident der UdSSR machte dem Präsidenten Kennedy jedoch
verständlich, daß
dies nicht hinnehmen würde. Kennedy befürchtete, daß es zu einem
Atomkrieg kommen
könnte, und so war er eher dazu geneigt, auf den amerikanischen
Deligierten Adlai Stevenson
bei der UNO zu hören. Stevenson verhandelte mit der UdSSR bei der UNO,
und Maßnahmen
gegen Kuba stießen bei ihm auf eine starke Ablehnung. Andererseits war
die CIA zu einem
gesellschaftlichen Faktor geworden, welcher auch vom Präsidenten nicht
mehr übergangen
werden konnte. Kennedy wurde dazu gedrängt, die Brigade der Exilkubaner
irgendwie
einzusetzen. So ließ er die Exilkubaner ohne US-amerikanische Luft- und
Truppenunterstützung in Kuba landen. Die Landung in der Schweinebucht
scheiterte, und die
Exilkubaner wurden schnell geschlagen. Weil Kennedy den Atomkrieg
vermeiden wollte,
kam er jetzt aber dadurch in der amerikanischen Gesellschaft unter
enormen politischen
Druck. Die vom MIK beherrschten Medien sorgten dafür, daß sich die
amerikanische
Gesellschaft auf keinen Fall mit der neuen Gesellschaftsform in Kuba
abfinden wollte. Trotz
der Gefahr eines Atomkrieges wurde Kennedy von den Medien dazu
gezwungen, eine andere
Invasion gegen Kuba zu planen, bei der diesmal amerikanische Truppen
und Flugzeuge
massiv eingesetzt werden sollten. Anfang Oktober 1962 war die Planung
für die Invasion auf
Kuba abgeschlossen. Weil man Kennedy seine Vorsichtigkeit sehr übel
genommen hatte, und
ihm beim nächstem Mal die politische Vernichtung drohte, sicherte er
sich diesmal ab, indem
er die geheimen Sitzungen des Exekutiv-Kommitees heimlich auf Tonband
aufzeichnete. In
diesem Exekutiv-Kommitee tagten Gruppen des Nationalen Sicherheitsrates
(NSC) während
der Kuba Krise in unterschiedlicher Zusammensetzung. Der NSC ist ein
Gremium der
wichtigsten Entscheidungsträger des Außenministeriums, des
Verteidigunsministerium, der
vereinigten Stabschefs (der gemeinsame Vertretung der Chefs der
Luftwaffe, des Heeres und
der Marine - JCS), usw. Diese Tonbandaufzeichnungen geben wichtige
Einblicke in das
wahre Geschehen während der Kuba Krise.5 Sie haben aber bis heute immer
noch keinen
Einfluß auf die Geschichtsschreibung genommen. Die Tonbänder lassen
keinen Zweifel
daran, das die USA die Invasion auf Kuba vorher planten, und erst noch
für einen Vorwand
suchen mußten. Der Justizminister und Bruder des Präsidenten Robert F.
Kennedy ist auf
einem Tonband zu hören, wie er den Vorschlag macht, eine "Main" vor
Kuba versenken zu
lassen. Die "Main" war ein amerikanisches Schiff, welches 1898
absichtlich von den USA vor
Kuba versenkt wurde, um einen Vorwand für die damalige Invasion zu
haben. Weil man sich
auch in der UdSSR darüber bewußt war, daß die USA Kuba besetzen
wollten, wurde Kuba
mit vielen Waffen beliefert. Es wurden auch nukleare
Mittelstreckenraketen nach Kuba
verfrachtet, mit denen die UdSSR wahrscheinlich den riesige Vorsprung
der USA bei
strategischen Waffen ausgleichen wollte.
Zu dieser Zeit gab es die "Politik der Stärke". Die "Politik der
Stärke" beinhaltete absichtlich
herbeigeführte instrumentelle Krisen. In der kalkuliert forcierten und
kontrollierbaren
Eskalation einer Krise sollte durch die Bedrohung Druck auf die UdSSR
ausgeübt werden.
Durch die "Politik der Stärke" sollte der UdSSR außenpolitischer Erfolg
verwehrt werden,
und sie sollte destabilisierend auf die inneren Verhältnisse einwirken.
Dafür wurden Krisen
auch zeitlich verlängert und / oder intensiviert. Krisen galten als
notwendiges Mittel zur
Durchsetzung von Interessen. Der amerikanische Außenminister John
Foster Dulles sagte, die
Politik des Kalten Krieges sei ein beständiges Wandeln "am Rande des
Abgrunds" und er
sagte auch: "Die Fähigkeit, zum Abgrund zu gehen, ohne in den Krieg
hineingezogen zu
werden, ist die notwendige Kunst."6
Kurz vor der geplanten Invasion Kubas wurde die Entdeckung der
sowjetischen nuklearen
Mittelstreckenraketen durch US-Aufklärungsflugzeuge, welche in den
kubanischen Luftraum
eindrangen, der Anlaß zu so einer willentlich herbeigeführten Krise.7
In der Gewißheit, von
den Massenmedien unterstützt zu werden, entwarf Präsident John F.
Kennedy für die Krise
eine Propagandarede. Die Massenmedien der westlichen Welt enthüllten
ihren wahren Zweck
als Instrument zur Kriegshetze und stellten die Propagandarede
("Kennedy-Rede") in den
Mittelpunkt, während die Kritiker dieser Entwicklung, wie Adlai
Stevenson von der UNO,
später von den Medien vernichtet wurden. Das Bewußtsein der Völker der
westlichen Welt
war unter der totalen Kontrolle der Massenmedien. Die Krisenpolitik
erzeugte in
Zusammenarbeit mit den Medien einen weltweiten enormen Anpassungsdruck,
dem sich
niemand entziehen konnte. Die Massenmedien erwiesen sich als eine
Superwaffe, ein
Massenvernichtungsmittel, welches den Geist der Menschen massenweise
abtötet, und
welches jeden zur Unterordnung zwingt.
Hier sollen einmal die Lügen der Massenmedien von damals aufgelistet
werden. Bis heute
glauben alle Sozialwissenschaftler immer noch daran, und die Historiker
schreiben diese
Lügen bis heute in ihre Geschichtsbücher ab:
1. Die auf Kuba stationierten Mittelstreckenraketen seinen
Offensivwaffen. - Sie waren in
Wahrheit zum Ausgleich des dramatischen Übergewichts und des
Erstschlagspotentials der USA stationiert.
2. Die Krise sei auf Grund der Mittelstreckenraketen zustande gekommen.
- Die Krise
war in Wahrheit lange vorher geplant worden.
3. Die Krise sei wegen der Monroe-Doktrin ausgelöst worden, welche das
Intervenieren
anderer Kräfte auf dem amerikanischen Kontinent ausschließen soll. -
Die Krise war
in Wahrheit eine Folge der "Politik der Stärke" mit ihren
instrumentellen Krisen.
(zweiter Teil von "die Geschichte der NATO")
Für die Drohpolitik gegen die UdSSR wurde mit einer Seeblockade vor
Kuba begonnen. Die
USA entsandten 183 Schiffe und 85 000 Soldaten in die Karibik.
Polaris-U-Boote mit
Atomraketen bezogen operative Stellungen, auch gegen die UdSSR. Die
Atomstreitkräfte der
US-Air-Force (Atomraketengeschwarder und Atombomber) waren in
Alarmbereitschaft.
Amerikanische Bomber näherten sich der Sowjetunion, und warteten nur
auf den Befehl, die
Grenze zu überfliegen.8 Die Welt stand jetzt tatsächlich am Abgrund.
Die amerikanische
Führung war für das Handeln ihres Militärs auf der ganzen Erdkugel
verantwortlich.
Provokationen des amerikanischen Militärs an die UdSSR,
Mißverständnisse und
Kommunikationsschwierigkeiten drohten jederzeit, die Krise zum
Atomkrieg eskalieren zu
lassen. Diese Abenteuer hatten aber nichts an der Loyalität zur
NATO-Führung und an dem
von den Medien gemachten Anpassungsdruck geändert. Alle Völker der
NATO-Verbündeten
hätten gegen die UdSSR in den Krieg ziehen müssen.
Die Krise hatte für die Politiker nicht den erwarteten Erfolg. Trotzdem
die USA immer weiter
die Eskalationsleiter hinaufstiegen, machte die UdSSR keine
Zugeständnisse. Unter dem
enormen politischen Druck, den die kriegshetzenden Medien schon seit
viele Jahren (Mc
Carthy-Zeit) verursacht hatten und unter dem nun selbst auferlegten
Druck der "Politik der
Stärke" wagten jetzt jedoch nur noch wenige Mitglieder des
Exekutiv-Kommitees, daran zu
denken, die Krise zu beenden. Verteidigungsminister McNamara und
Justizminister Robert F.
Kennedy, welche sich in den späteren Jahren deutlich von dieser
aggressiven Politik
distanzierten, mußten unter dem damaligen politischen Druck zu
Befürwortern von weiteren
Zuspitzungen werden. Die nächste Stufe der Eskalationsleiter wäre die
Bombardierung der
mit sowjetischem Personal besetzten Flugabwehrstellungen auf Kuba
gewesen. Das sollte die
Invasion Kubas vorbereiten. Durch die Bombardierung wären viele Bürger
der UdSSR getötet
worden, und ein Krieg mit der UdSSR wäre wahrscheinlicher geworden.
Präsident Kennedy
zögerte, diesen Schritt zu tun. Dafür wurde er in Exekutiv-Kommitee von
den Befürwortern
der harten Linie (Falken) unter Druck gesetzt. Der Vertreter des
Militärs Maxwell Taylor
hatte sich schon damit abgefunden, daß er mit dem Beginn der
Bombardierung die
Exekutivgewalt übernehmen und das Kriegsrecht verhängen würde. Er
begann auf den
Präsidenten wie auf einen Untergebenen einzureden. Präsident Kennedy
mußte sich wie eine
Marionette gefühlt haben, denn die gewollt herbeigeführte Krise führte
für ihn nicht zu einem
größeren Handlungsspielraum. Statt dessen wurden sogar sein Bruder und
sein
Verteidigungsminister zwangsläufig zu "Falken", und das Militär hätte
sich bald über den
Präsidenten hinweggesetzt. Es wäre dann zwangsläufig eine
Kriegsmaschinerie in Gang
gesetzt worden, welche ihren eigenen Gesetzen unterlag, und welche
vorher festgelegten
Kriegsplänen gefolgt wäre. Die zivilen Mitglieder des
Exekutiv-Kommitees waren nur
Marionetten eines vorher bestimmten Planes, bei dem sie den Krieg
beginnen sollten, damit er
der Bevölkerung gegenüber legitim schien. Nach dem Beginn des Krieges
hätte sie ihre
Macht sowieso ganz und gar abgeben müssen. Nachdem Kennedy den
Massenmedien half,
die Völker über die wahre Ursache der Krise zu belügen, erkannte er
jetzt, daß er auch
belogen wurde: Die Krise war nicht da, um dem Präsidenten einen größeren
Handlungsspielraum zu geben, sondern sie war der Auftakt zum dritten
Weltkrieg, bei dem
der Präsident später keinen Einfluß mehr gehabt hätte. Der Präsident
John F. Kennedy und
sein Bruder Robert F. Kennedy beschlossen, die Krise zu beenden. Für
dieses Ziel bedienten
sie sich auf eigener Faust und ohne eine Absprache mit dem
Exekutiv-Kommitee einer
Geheimdiplomatie. Sie traten mit dieser Geheimdiplomatie in einer
unüblichen Weise mit
dem sowjetischen Außenministerium in Verbindung. Die UdSSR wurde von
den Kennedys
darüber unterrichtet, daß der Krieg unvermeidbar gewesen wäre, wenn die
UdSSR keinen
Rückzieher gemacht hätte. Die UdSSR sicherte sofort zu, die
Mittelstreckenraketen
abzubauen, und der Präsident Kennedy wurde von den Medien als
politischer Sieger gefeiert.
Einige Spitzenmilitärs waren enttäuscht, daß sie auf ihren "Sport",
nämlich ein nukleares
Kräftemessen, verzichten mußten.9
Die Kennedy-Brüder machten einen politischen Sieg aus etwas, was im
geheimen als Beginn
des dritten Weltkrieges geplant war. Der Kopf des
militärisch-industriellen Komplexes,
welcher als eine geheime Regierung in den Geheimgesellschaften
existiert, steckte hinter dem
Gaither-Bericht, der "Raketenlücke" und dem Wahlsieg Kennedys. Und der
Kreis dieser
Leute hatte den dritten Weltkrieg geplant. Es zeigte sich, daß die
forcierte Krise in Wahrheit
der Auftakt für einen allgemeinen Krieg war. Weil die Kennedy-Brüder
diesen Plan
durchkreuzten, wurden sie von der Geheimregierung als Verräter
betrachtet und später
ermordet. Die Ermordung des Präsidenten und die Verdeckung der
Drahtzieher beweisen, daß
es so eine mächtige Instanz, wie die geheime Regierung, geben muß. Denn
nichts anderes
hätte sonst die Macht dazu gehabt.
Bildlich könnte man die Kuba-Krise mit dem sogenannten Chicken-Game
vergleichen. Das
Chicken-Game ist ein Duell, bei dem zwei Autofahrer auf dem weißen
Strich der
Fahrbahnmitte aufeinander zufahren. Derjenige, welcher auf dem Strich
bleibt, gewinnt das
Spiel. Der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow wäre der
Verlierer gewesen, weil er
vor dem Zusammenprall der beiden Autos auf seine Fahrbahn ausgewichen
wäre. Die beiden
Kennedybrüder hätten bei diesem Chicken-Game die Rolle von denjenigen
gespielt, die dem
entgegenkommenden Chruschtschow mit der Lichthupe signalisiert hätten,
daß sie selber
nicht ausweichen könnten. Sie wären dann später für das unerlaubte
Signalisieren erschossen
worden. Man hätte sie erschossen, weil man ihnen ein besonders große
Auto gegeben hätte,
mit dem sie nach dem Zusammenprall als Sieger hätten hervorgehen
sollten.
Die Drahtzieher des Atomkrieges waren damals noch nicht genau zu
bestimmen. Als sie aber
Jahrzehnte später wieder auf genau die selbe Weise vorgingen wie beim
Gaither-Report 1957
und wie bei den bewußten Falscheinschätzungen der Geheimdienste 1960,
konnte man die
Drahtzieher nachverfolgen und entdecken.
Die Jahrzehnte unter der Einwirkung der versehentlichen
Entdeckung des EMP
In dem Jahr der Kuba-Krise geschah noch etwas anderes bedeutungsvolles.
Zur Erforschung
der Ionosphäre beförderte eine Rakete vom Typ Thor am 9. Juli 1962 eine
1,4 Megatonnen-
Atombombe auf einen Punkt von 400 Kilometern Höhe über die
Johnstoninsel im Pazifik, wo
die Atombombe gezündet wurde. In der 1200 Kilometer entfernten
Hawaii-Insel Oahu fielen
daraufhin dreißig vorgeschaltete, geschlossene
Straßenbeleuchtungskreise an verschiedenen
Orten der Insel aus, Diebstahlsicherungen hatten unvermittelt Alarm
geschlagen, und in
Energieleitungen hatten Stromunterbrecher die Elektrizitätsversorgung
Hawaiis teilweise
lahmgelegt. In 400 Kilometer Höhe machte die Atombombe keine Zerstörung
durch
Druckwelle oder Hitzestrahlung. Aber so wie bei einem Gewitter der
Blitz elektrische Geräte
zerstören kann, beeinflußte der elektromagnetische Impuls der Atombombe
(EMP) auch
elektrische Geräte. Von dem Zeitpunkt der Entdeckung des EMP an wußte
man, daß man bei
einem Atomkrieg die Kommando- und Kommunikationssysteme des Gegners mit
dem EMP
lahmlegen konnte.1 Das hatte für das verdeckte Entscheidungsorgan des
MIK gravierenden
Einfluß auf die Möglichkeit, den Beginn eines gewinnbaren Atomkrieges
durchzusetzen:
Nicht nur die USA hatten jetzt die Möglichkeit, die Kommando- und
Kommunikationssysteme des Gegners lahmzulegen. Da die Wirkung des EMP
nicht geheim
gehalten werden konnte, hatte die UdSSR jetzt auch die Möglichkeit, den
EMP einzusetzen.
Für das verdeckte Entscheidungsorgan des MIK brachte dies aber große
Probleme, wenn es
einen Atomkrieg durchsetzen wollte, der dann auch gewinnbar sein
sollte. Um diese Probleme
zu verstehen, muß man wissen, welche Vorraussetzungen seitens der USA
für einen
gewinnbaren Atomkrieg gegeben sein mußten:
1. Vorraussetzung: Man war auf das Glücken des sogenannten Erstschlages
angewiesen.
2. Vorraussetzung: Man braucht im Atomkrieg die Mitarbeit der breiten
Masse
der Bevölkerung, da der Krieg nach dem Erstschlag weitergeführt werden
soll.
Diese beiden Vorraussetzungen müssen zusammen erfüllt werden. Wenn eine
dieser
Vorraussetzung nicht gegeben war, war es für die politische Führung
unmöglich, den Krieg
gegen die UdSSR zu gewinnen. Diese zwei Vorraussetzungen sollen hier
einmal näher erklärt
werden:
1. Der Erstschlag: Das Prinzip des Erstschlages wird am deutlichsten
bei der japanischen
Kriegseröffnung mit dem Angriff auf die amerikanische Pazifikflotte in
Pearl Harbor zu
sehen. Der Erstschlag ist seitdem auch die Strategie des Pentagon für
den Atomkrieg. Bei
Pearl Habour war es den Japanern gelungen, die USA über ihre Absichten
zu täuschen. Sie
hielten die US-Regierung mit Verhandlungen hin, während die japanischen
Flugzeugträger
auf den Stützpunkt der amerikanischen Flotte zusteuerten. Der
japanische Botschafter
überreichte die Kriegserklärung erst, als die japanischen
Flugzeugträger ihre Bomber schon in
Reichweite Pearl Harbors gebracht hatten. Zu diesem Zeitpunkt war es zu
spät, die
amerikanische Flotte zu warnen. Mit dem Schlag gegen den
Hauptstützpunkt der
amerikanischen Flotte wurde beabsichtigt, den USA einen nicht wieder
auszugleichenden
Verlust zuzufügen. Als der Erstschlag für die Japaner fehlschlug weil
sie keinen der
kriegsentscheidenden amerikanischen Flugzeugträger erwischen konnten
(die amerikanischen
Flugzeugträger hatten in der Nacht zuvor Pearl Harbor schon scheinbar
zufällig verlassen),
war der Ausgang des Krieges schon zu Japans Ungunsten vorherbestimmt -
die Würfel waren
dort schon gefallen.
Im Atomkrieg kommt es auch auf das Glücken des Erstschlages an. Für den
Erstschlag im
Atomkrieg kommt es aber für die USA weniger darauf an, Flugzeugträger
der UdSSR zu
zerstören. Im Atomkrieg ist es seit der Existenz der sehr schnellen
Interkontinentalraketen
entscheidend, daß diese Raketen die militärischen Führungsbunker und das
Nuklearwaffenpotential der UdSSR (Interkontinentalraketen,
Raketen-U-Boot-Bunker,
Flugplätze und Nuklearwaffendepots) zum bestimmten Zeitpunkt zerstören.
2. Die Mitarbeit der breiten Masse der Bevölkerung: Der Erstschlag mit
Atomwaffen gegen
die UdSSR war nicht ausreichend, um den dritten Weltkrieg gewinnen zu
können, denn es
wäre danach nicht zu einer Kapitulation gekommen. Man brauchte die
Mitarbeit der ganze
amerikanischen Bevölkerung, denn die Rote Armee sollte ja noch in
Europa besiegt werden,
wozu man mindestens 164 Divisionen brauchte. (Im Kriegsplan "Dropshot"
war geplant, die
UdSSR und ihre Verbündeten mit insgesamt 164 Divisionen zu besiegen. In
Wirklichkeit
hätte man jedoch mindestens so viele Divisionen wie Nazideutschland im
zweiten Weltkrieg
aufgestellt. Den Hitlerfaschisten standen 1942 in der UdSSR 214
Divisionen und 24 Brigaden
zur Verfügung.) Nach der Zerschlagung der Roten Armee in Westeuropa
sollten noch große
Teile der UdSSR besetzt werden, um die politischen Ziele auf Dauer zu
erreichen. Die
kritiklose Haltung der Bevölkerungen während der Kuba-Krise gegenüber
den Massenmedien
und die Bewußtseinskontrolle über die deutsche Bevölkerung im zweiten
Weltkrieg bis hin
zum endgültigen Zusammenbruch Deutschlands geben ein Bild dafür, wie
die Bevölkerungen
bis zur vollständigen Ausführung der Atomkriegspläne mitgemacht hätten.
Um diese beiden Vorraussetzungen zusammen zu erfüllen mußten für den
gewinnbaren
Atomkrieg noch weitere Punkte beachtet werden:
• Es mußte ein Erstschlagspotential aufgebaut werden, welches zur
Enthauptung und zur
Entwaffnung der UdSSR ausreichend war:
So ein Erstschlagspotential wurde während der Kennedy- und später
während der
Reagan-Regentschaft aufgebaut, als es die Aussichten auf einen
gewinnbaren
Atomkrieg gab.
• Es bedurfte der totalen Kontrolle über die ganze Gesellschaft durch
die
Massenmedien. Alle unterschiedlichen Bevölkerungsschichten mußten
erfaßt werden
und zur Konformität gezwungen werden. Die Leute mit dem entscheidenden
Einfluß
auf die Massenmedien mußten zu diesem Zweck kooperieren:
In dieser Beziehung brauchte das verdeckte Entscheidungsorgan des MIK
sich keine
Sorgen machen. Die Kuba-Krise hatte gezeigt, daß die Massenmedien in
dieser
Beziehung hundertprozentig funktionieren. Die Politik der
instrumentellen, kalkuliert
forcierten und kontrolliert eskalierten Krise hatte sich während der
Kuba-Krise in
Zusammenarbeit mit den Massenmedien als propagandistische Waffe
erwiesen. Die
Massenmedien wurden in Zusammenarbeit mit dieser Politik in die Lage
versetzt, die
ganze Bevölkerung zu zwingen, beim Krieg mitzumachen.
Es war nötig, die allgemeine Mobilisierung mit der dazugehörigen
Einberufung aller
Kriegsdienstpflichtigen zu garantieren. Darum durfte man die Kontrolle
über die
Gesellschaft durch die Massenmedien nicht zu verlieren. Um diese
Kontrolle zu
garantieren, mußte die UdSSR als erstes gezwungen werden, Atomwaffen
einzusetzen. Erst danach konnte der entscheidende amerikanische
Erstschlag gegen
die Führungszentralen und gegen die Nuklearwaffen der UdSSR erfolgen.
Oder es
mußte für die Bevölkerung zumindest unmöglich werden, nachzuvollziehen,
welche
Seite mit dem Einsatz von Atomwaffen begonnen hatte.
Zu diesem Zweck hatte man vor der Kuba-Krise und später in den
achtziger Jahren
Mittelstreckenraketen mit kurzer Flugzeit in unmittelbarer Nähe der
UdSSR
stationiert. Die militärische Führung der UdSSR sollte damit bei einer
Auseinandersetzung in Bedrängnis geraten und gezwungen werden, diese
Raketen
auszuschalten, bevor die militärische Führung der UdSSR selbst davon
ausgeschaltet
wird.
• Um die Kontrolle über die Gesellschaft durch die Massenmedien nicht
zu verlieren
sollten weiterhin nicht etwa Militärs den ersten Schritt tun, sondern
es sollten frei
gewählte zivile Politiker den umfassenden Erstschlag mit den
strategischen
Atomwaffen anordnen (Früher hielt man Politiker wie die der Kennedy-
Administration am besten dafür geeignet, weil diese sogar von den
progressiven
Schichten der Bevölkerung unterstützt wurden):
Wie bei dem Erstschlag der Japaner im zweiten Weltkrieg brauchte man
auch beim
Beginn des Atomkrieges die Vorarbeit von zivilen Politikern. Der
Erstschlag mußte
auch beim Atomkrieg gegenüber der eigenen Bevölkerung als legitim
erscheinen. Zu
diesem Zweck hatte man die Pläne zur instrumentellen, kalkuliert
forcierten und
kontrolliert eskalierten Krise zur Verfügung. Der Krieg sollte mit
einer Krise
beginnen. Damit die zivilen Politiker in einer Krise höhere Stufen der
Eskalationsleiter
besteigen konnten, hatte man den einheitlichen Einsatzplan für den
Atomkrieg (SIOP)
von zivilen "intellektuelle Meister der Abschreckung" ausarbeiten
lassen. Sie
diskutierten für den Fall einer höheren Eskalationsstufe über
"flexiblen Reaktionen"
und "selektiven Einsätzen", obwohl es als ziemlich wahrscheinlich galt,
daß ein
begrenzter Konflikt sowieso zu einem ausgewachsenen Krieg werden
würde.2 Und
dann hätten die Politiker sowieso auf die Militärs hören müssen, weil
die Militärs in
diesem Fall besser Bescheid wissen. Mit den Plänen zur instrumentellen,
kalkuliert
forcierten und kontrolliert eskalierten Krise und mit den Ratschlägen
der Militärs
wären die zivilen Politiker als militärische Laien gezwungen gewesen,
den Erstschlag
anzuordnen, damit alles legitim erscheinen sollte. Nach dem Erstschlag
und nach
Verhängung der Kriegsrechtes hätten diese Politiker im Verlauf des
Krieges keine
Rolle mehr gespielt.
• Um den Erstschlag gegen der UdSSR gegenüber der amerikanischen
Bevölkerung als
legitim erscheinen zu lassen, mußte die Regierung für die
außenstehenden Beobachter
die Kontrolle über die kalkuliert forcierte und kontrolliert
eskalierten Krise behalten.
Zu diesem Zweck brauchte man während der Tagen einer instrumentallen,
kalkuliert
forcierten und kontrolliert eskalierten Krise bis hin zum Zeitpunkt vor
dem
umfassenden Erstschlag Kommando- und Kommunikationssysteme, welche für
den
außenstehenden Beobachter eine Kontrolle über die Krise gewährleisten
würden.
In diesem Punkt hatte die versehentlichen Entdeckung des EMP eine
entscheidende Veränderung gebracht, durch welche das verdeckte
Entscheidungsorgan im MIK gezwungen wurde, den Zeitpunkt für den
Atomkrieg um Jahrzehnte zu verschieben:
Vor der Entdeckung des EMP war eine Perfektionierung der militärischen
Kommando- und
Kommunikationssysteme nicht nötig. Noch während der Kuba-Krise waren
die Kommandound
Kommunikationssysteme sehr schlecht. Es gab viele Pannen, und die Krise
hätte dadurch
jederzeit außer Kontrolle geraten und zu einem Atomkrieg eskalieren
können. Vor der
versehentlichen Entdeckung des EMP waren diese Systeme noch für den
Beginn eines
absichtlich herbeigeführten Atomkrieges ausreichend gewesen. Die Pannen
in diesen
Systemen konnten vor der Bevölkerung verheimlicht werden, und beim
entscheidenden
Schritt von der Krise zum Atomkrieg hätte man immer noch der UdSSR die
Schuld für den
Ersteinsatz von Atomwaffen zuschieben können. Die gesamte Bevölkerung
wäre damit
gezwungen gewesen, beim Atomkrieg mitzumachen. Die versehentliche
Entdeckung des
EMP gab der UdSSR jedoch während einer Krise die Möglichkeit, eine
besondere
Eskalationsstufe zu besteigen. Auf dieser Eskalationsstufe konnte die
UdSSR die
amerikanischen Kommando- und Kommunikationssysteme durch Zünden von
Atombomben ("atomare Warnschüsse") für alle Welt sichtbar lahmlegen,
ohne daß es
dabei zum Verlust von Menschenleben gekommen wäre. Die Fähigkeit der
UdSSR zu
diesen "atomaren Warnschüsse" durchkreuzten die Pläne zum dritten
Weltkrieg, denn nach
diesen sowjetischen "atomaren Warnschüssen" und einem unübersehbaren
landesweiten
elektronischen "Black Out" hätte man der UdSSR nicht mehr die Schuld
zuweisen können.
Die Bevölkerung der USA hätte von ihrer Regierung einen Rückzieher
erwartet, und ein
nuklearer entwaffnender Erstschlag gegen die UdSSR wäre in der
amerikanischen
Bevölkerung auf Ablehnung gestoßen. Die Besetzung der UdSSR wäre ohne
die
Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung unmöglich geworden, es
hätte nicht einmal
zur Mobilisierung kommen können, und der herrschenden Schicht in
Amerika hätte bei einem
weitergeführten Krieg die Beseitigung durch eine Revolution gedroht.
Bei nicht
funktionierenden Kommando- und Kommunikationssystemen hätte der Befehl
zum
Erstschlag gegen die UdSSR möglicherweise auch sofort zum Sturz der
Regierung geführt,
genau wie der Befehl zum Auslaufen der deutschen Flotte 1918 die
damalige Regierung
hinwegfegte.
Nach der versehentlichen Entdeckung des EMP im Juli 1962 begann man in
den
amerikanischen Militärkreisen nur langsam in groben Zügen zu begreifen,
welchen Einfluß
ein in einer Krise von der UdSSR verursachter EMP haben würde. Die
meisten Militärs
kamen nur sehr langsam zu der Einsicht, daß es in naher Zukunft mit
Fähigkeit zum
gewinnbaren Atomkrieg vorbei sein könnte. Dagegen gab es eine Person,
die sich schon
während der Kuba-Krise darüber bewußt war, welche Auswirkungen die
versehentliche
Entdeckung des EMP später haben würde. Es war der Leiter des
strategischen BomberKommandos
(SAC), General Curtis E. LeMay, dem die Atombomber- und die
Interkontinentalraketen-Geschwarder unterstanden. Zum Zeitpunkt der
Kuba-Krise waren erst
drei Monate seit der versehentlichen Entdeckung des EMP vergangen, und
noch sah LeMay
die Gelegenheit, den gewinnbaren Atomkrieg zu beginnen. Während der
Kuba-Krise sagte
LeMay: "Der russische Bär war schon immer bemüht, seine Pranke in
latain-amerikanisches
Wasser zu stecken. Nun wo wir ihn in der Falle haben, laßt uns sein
Bein bis hinauf zu seinen
Hoden abschneiden. Oder laß uns am besten seine Hoden gleich mit
abschneiden."3 LeMay
ahnte damals schon, daß die versehentliche Entdeckung des EMP den
gewinnbaren
Atomkrieg in naher Zukunft unmöglich machen würde. Als Präsident
Kennedy die Krise
beendete sagte LeMay darum verärgert: "An keinem anderen Punkt hätten
die Sowjets
vernichtend geschlagen werden können, ohne daß es auf unserer Seite zu
mehr als
annehmbaren Verlusten gekommen wäre." Nach der Kuba-Krise wurde
Präsident Kennedy
von den Massenmedien als Sieger gefeiert. Für LeMay war Kennedy jedoch
nur oberflächlich
betrachtet ein Sieger. LeMay wollte einen endgültigen Sieg über die
UdSSR, und er wußte,
daß die Zeit zu der Gelegenheit dazu sehr bald zu Ende sein würde. Als
die Stabschefs nach
der Kuba-Krise im Weißen Haus von Präsident Kennedy zu einer Danksagung
empfangen
wurden, sagt LeMay darum über Kennedys Sieg in der Kuba-Krise: "Wir
haben verlohren!
Wir sollten heute noch hineingehen (in die Krise) und mit denen Schluß
machen!" Die Planer
des gewinnbaren Atomkrieges entschieden sich nach der Kuba-Krise dazu,
nicht über die
Folgen der versehentlichen Entdeckung des EMP zu sprechen. Darum setzte
sich die
Erkenntnisse darüber nicht einmal in manchen höheren Militärkreisen
durch.
Die UdSSR baute ihre Fähigkeit zu "atomaren Warnschüssen" aus, indem
sie nach der Kuba-
Krise nahezu 300 der gigantischen SS-9-Raketen ("Scarp") mit
Sprengköpfen von 25
Megatonnen stationierte. Damit konnten die Kommando- und
Kommunikationssysteme der
USA effektiv gestört werden. Dies wäre nicht nur durch den EMP
geschehen, sondern auch
durch Beschädigung der Satelliten und durch Ionisierung der Luft zur
Störung des Funks.
Eine nukleare Höhenexplosion erzeugt auch eine Ionisierung der Luft,
welche 40 Minuten
anhält und Funkverbindungen unmöglich macht. Um alle Funkverbindungen
mit Washington
zu unterbrechen, hätte die UdSSR alle 40 Minuten eine SS-9 starten
können. Bei 300 Raketen
hätte die UdSSR die Krise lang genug überstehen können, um die
Amerikaner zum Abbruch
der Krise zu bewegen. Denn der Dauer der nervlichen Anspannung waren
bei den Mitglieder
des Exekutiv-Kommitees während der Kuba-Krise Grenzen gesetzt. Die
versehentliche
Entdeckung des EMP bedeutete für die USA, daß sie alle ihre eigenen
Waffen und die
Kommando- und Kommunikationssysteme nun gegen den nukleare
Höhenexplosionen
unempfindlich machen mußten ("Härten"). Erst dann wäre man wieder fähig
gewesen, die
Eskalationsleiter hinaufzuschreiten. Dies war allerdings ein Vorhaben,
welches wegen der
technischen Aufwendigkeit Jahrzehnte in Anspruch nehmen mußte.
Nach der Kuba-Krise begann die Zeit der vordergründigen Entspannung und
der partiellen
Rüstungsbegrenzung, aber nur weil man sich im verdeckten
Entscheidungsorgan des MIK
bewußt war, daß man den dritten Weltkrieg nicht gewinnen konnte. Nach
langer Zeit Ende
der 70er Jahre war allerdings eine ausreichende Unempfindlichkeit gegen
den EMP
vorhanden. Die sowjetischen "atomaren Warnschüsse" hätten nur noch
bewirkt, daß die
amerikanische Bevölkerung kurzzeitig von den kriegshetzenden Sendern
der Massenmedien
durch Ionisierung der Luft getrennt worden wäre. Der allgemeinen
Mobilisierung hätte
allerdings nichts mehr Wege gestanden. Nach der Zeit der
vordergründigen Entspannung und
mit dem Beginn der Unempfindlichkeit gegen den EMP kam es später wieder
zu einer
Destabilisierung der Entspannung und zu einer unverschleierten
Atomkriegsplanung. Es
wurden in der Zeit der vordergründigen Entspannung viele Jahre über
Begrenzung
strategischer Waffen (SALT) und über die Begrenzung konventioneller
Kriegsmittel (MBRV
- Mutual Balanced Force Reductions) verhandelt. Nach dem Lexikon des
Instituts für
Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg
hatten alle diese
Verhandlungen so gut wie gar keinen Erfolg.4 Verträge zur
Rüstungsbegrenzung wurden nur
dort abgeschlossen, wo die Waffen beim damaligen Stand der Technik von
den USA sowieso
nicht erfolgversprechend angewandt werden konnten: So wurde der
ABM-Vertrag
abgeschlossen, welcher Abwehrraketen gegen Atomsprengköpfe
einschränkte. Mit den
Verhandlungen sollten die Völker nur beruhigt werden. Für die geheime
Regierung im MIK
war der dritte Weltkrieg nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben.
Bemerkenswert ist, daß die Amerikaner bei den SALT-I-Verhandlungen auch
nicht ein
Verbot der MIRV-Technik wollten. Bei dieser Technik werden die Raketen
mit mehreren
unabhängig voneinander zielenden Sprengköpfen ausgestattet. Als die
UdSSR in die Lage
kam, ihre riesigen SS-18 theoretisch mit 8 bis 10 einzelnen
Sprengköpfen auszurüsten, hätte
das theoretisch zu einer größeren Vermehrung ihrer Sprengköpfe führen
können als bei den
Amerikanern. Die SS-18 waren die Nachfolgemuster SS-9 ("Scarp"), welche
ursprünglich für
die Ausschaltung der amerikanischen Kommando- und Kommunikationssysteme
durch den
EMP und durch andere Phänomene stationiert waren. Die Amerikaner
wollten kein Verbot
der MIRV-Technik, weil sie in der theoretisch größeren Zahl von ungenau
zielenden
sowjetischen Sprengköpfen keine Gefahr für sich sahen. Die
SS-18-Raketen hatten für die
Amerikaner hauptsächlich eine Gefahr dargestellt, weil sie die Luft
ionisieren konnten und
den EMP verursachen konnten. Die theoretische Möglichkeit, viele
Sprengköpfe in die SS-18
einzubauen, bot eine Gelegenheit zur wirksamen Propaganda. Diese
Gelegenheit gab den
willkommenen entscheidende Ausschlag für die Propaganda des
Reagan-Wahlkampfes von
1980. Der entscheidenden Ausschlag für den Reagan-Wahlkampf sollte
später darin bestehen,
daß Reagan wegen der theoretischen Möglichkeit der größeren Zahl von
sowjetischen
Sprengköpfen vom "Fenster der Verwundbarkeit" sprach. Der Verzicht der
USA auf das
Verbot der MIRV-Technik wurde für die USA also später zum Anlaß, die
viel genaueren
MX- und Trident-Raketen zu bauen, welche als wirkliche
Erstschlagswaffen geeignet waren.5
Die geheime Regierung im MIK hatte wahrscheinlich auch hier die Fäden
gezogen, ohne daß
einem größeren Kreis von Leuten bewußt werden sollte, worauf alles
hinauslief.
Durch ihre Beziehungen konnten die Mitglieder der geheimen Regierung
herausfinden, wann
ein Atomkrieg gewinnbar sein würde. Sie taten dann alles, um die NATO
zu diesem
Zeitpunkt für den Atomkrieg bereit zu machen. Es war ihnen aber nicht
möglich, auf die
"Härtung" gegen den EMP zu drängen. Über den EMP sollte so wenig wie
möglich
gesprochen werden, weil dadurch ihr Vorhaben (Beginn des Krieges mit
der kontrollierten
Krise) hätte aufgedeckt werden können. Also mußten sie abwarten, bis
die Rüstungsindustrie
und das Militär das Problem von allein lösen würde. Es gibt zwei
Beispiele, die deutlich
zeigen, daß die offizielle Führung der USA von der geheimen Regierung
über die wahren
Atomkriegspläne unwissend gehalten wurde:
1. Noch 1974 sollte im US-Staat Nord-Dakota ein ballistisches
Abwehrsystem
("Saveguard") in Betrieb genommen werden, das im Fall eines
sowjetischen Angriffs
bis zu 100 Abwehrraketen mit nuklearen Sprengköpfen hätte abfeuern
können. Die
Sprengköpfe wären in 200 Kilometer Höhe explodiert. Die über dem
eigenen Gebiet
ausgelösten EMPs hätten katastrophale Folgen für die USA gehabt. Das
Projekt wurde
aus diesem Grund beendet.6 Auch ein System von Antisatellelitenraketen,
welche mit
Kernsprengsätzen operierten, wurde 1975 wahrscheinlich aus dem selben
Grund
zurückgezogen.7 Dies ist ein Beweis dafür, daß nicht einmal zwölf
Jahren nach der
Entdeckung des EMP in den höchsten Führungskreisen der USA darüber
gesprochen
wurde.
2. Für das weltumspannende militärische Befehls- und Kontrollsystem
WWMCCS, oder
kurz Wimex, wurde 1971 ein Auftrag für 100 Millionen Dollar an
Computerfirma
Honeywell gegeben. Es wurden mit diesem Auftrag völlig unpassende
Computer in
Wimex installiert. Das sollte Folgekosten von 60 bis 100 Millionen
Dollar nach sich
ziehen. Als das System 1977 in Betrieb genommen wurde, stellte man
fest, daß die
ursprüngliche Operationsfähigkeit gar nicht zu erreichen war. Wimex war
nicht
leistungsfähiger als schon 1966 geworden.8 Für die wahren
Atomkriegspläne, hätte der
einwandfreien Funktion der Befehls- und Kontrollsysteme die absolute
Prioriät
eingeräumt sein müssen. Der Atomkrieg sollte ja mit einer Krise
beginnen, bei der
man der Bevölkerung glaubhaft machen mußte, daß man die Kontrolle über
die Krise
hatte. Da das "Härten" der C3I-Systeme (Kommando-, Kontroll-,
Kommunikantionsund
Aufklärungssysteme) gegen den EMP aber sowieso noch viele Jahre in
Anspruch
nehmen sollte, gab es für die geheime Regierung im MIK zu diesem
Zeitpunkt noch
keinen Anlaß, die offizielle Führung der USA auf die Wichtigkeit der
Computer in
diesen Systemen aufmerksam zu machen.
Die vom militärisch-industriellen Komplex beherrschte amerikanische
Gesellschaft war zum
Anfang der sechziger Jahre für den dritten Weltkrieg vorbereitet
worden. Die
Entscheidungsträger des MIK verschoben den dritten Weltkrieg, weil sie
wußten, daß dieser
wegen der versehentlichen Entdeckung des EMP zur Zeit nicht
durchführbar war. Für den für
den dritten Weltkrieg vorbereiteten Militärapparat mußte aber nun ein
Blitzableiter besorgt
werden: In der Karibik wurde anstelle der Invasion auf Kuba 1965 eine
Invasion auf der
Dominikanischen Republik gemacht, und anstelle eines großen Landkrieges
in Europa
intervenierten die USA in großem Umfang in Süd-Ost-Asien. Präsident
Kennedy wollte noch
für den Abzug der Amerikaner aus Vietnam sorgen, weil er einsah, daß
dieser Krieg nicht für
Amerika zu gewinnen war. Er wollte sich nicht an einer Sache
beteiligen, die sowieso
verloren wurde.9 Dagegen wurde Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson
während seiner
Amtszeit fast ganz von den Ereignissen des Vietnamkrieges in Anspruch
genommen, obwohl
er als Präsident vor allem innenpolitische Reformen anstrebte (er
wollte die Armut in den
USA abschaffen).10 Die finanziellen Mittel, die er für seine Reformen
benötigt hätte, sollten
später in den Vietnam-Krieg fließen. Johnson stand genau wie Kennedy
unter dem Druck der
bürgerlichen Massenmedien, welche Kriegshetze betrieben. Nachdem die
Massenmedien
Adlai Stevenson und den linken Flügel der Demokratischen Partei
vernichtet hatten, stand der
Eskalation des Krieges in Vietnam nichts mehr im Wege. Ein harmloser
Zwischenfall
(Tonking-Zwischenfall) innerhalb der von Nord-Vietnam beanspruchten
12-Meilen-Zone
wurde benutzt, um einen schweren Bombenangriff gegen die
nordvietnamesische Marine zu
fliegen. Diese absichtlich forcierte Eskalation wurde benutzt, um
vorher bedachte
Entscheidungen wirkungsvoll durchzusetzen. Jetzt konnte Präsident
Johnson dem Kongreß
eine Resolution unterbreiten, die dem Präsidenten Vollmachten in der
Auseinandersetzung
mit Nord-Vietnam geben sollten. Wegen der von den Massenmedien
aufgehetzten
amerikanischen Gesellschaft verlieh der Kongreß dem Präsidenten ohne
ausführliche Debatte
und mit großer Mehrheit (lediglich im Senat wurden zwei Gegenstimmen
abgegeben,
während das Repräsentantenhaus geschlossen zustimmte) die
weitestgehenden Vollmachten,
die ein Präsident je erhalten hatte. Die "Tonking Gulf Resolution" des
Kongresses entsprach
einer Kriegserklärung und bildete die legale Grundlage für die
Bombardierung Nord-
Vietnams und für die Entsendung von immer mehr amerikanischer Soldaten
nach Indochina.
Aus der Hilfestellung für die südvietnamesichen Verbündeten wurde
endgültig ein Krieg mit
Nord-Vietnam.
An dem Umfang der amerikanischen Intervention in Indochina kann man
erkennen, daß der
Vietnam-Krieg ein Ersatz für den dritten Weltkrieg war: Nach
offiziellen Zahlen des USVerdeidigungsministeriums
belief sich die Last der im Bombenkrieg auf Indochina
abgeworfenen Bomben von 1966 bis 1968 auf 2.865.806 Tonnen, von 1969
bis August 1971
auf 2.916.977 Tonnen, das heißt auf Indochina vielen in fünf Jahren
(1966-1971) sechs
Millionen Tonnen Bomben. Zum Vergleich: Auf Deutschland waren während
des Zweiten
Weltkrieges 1,35 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen worden. Es wurden
immer mehr
amerikanische Soldaten in das kleine Süd-Vietnam geschickt, welches nur
17 Millionen
Menschen hatte, die vorwiegend Bauern waren. 1964 waren noch nur 17.000
amerikanische
Soldaten in Vietnam. 1965 kämpften 190.000 US-Soldaten in Vietnam, Ende
1966 waren es
380.000, und auf dem Höhepunkt 1968 waren 540.000 GIs im Einsatz.
Der zweite Anlauf zum dritten Weltkrieg
Als man sich in den Militärkreisen in der Mitte der siebziger Jahre
endlich über die
Auswirkungen des EMP bewußt geworden war, wurden die nuklearen
Raketensysteme gegen
die ballistischen Flugkörper und gegen Satelliten zurückgezogen. Diese
Systeme hätten im
Krieg ein Eigentor bewirkt, weil sie die eigenen elektronischen Systeme
außer Funktion
gesetzt hätten. Jetzt wurden riesige Beträge für EMP-Schutzmaßnahmen
locker gemacht, und
die geheime Regierung im MIK konnte davon ausgehen, daß ein Atomkrieg
in einiger Zeit
wieder gewinnbar sein würde.
Der MIK der USA hatte zu dieser Zeit nicht nur die Aussicht darauf den
Erzfeind UdSSR zu
vernichten, sondern auch die kapitalistischen Konkurenten in Europa.
Die westeuropäischen
Industrieländer wären im dritten Weltkrieg in einem großen Maße
zerstört worden, während
die USA verhältnismäßig verschont geblieben wären. Europa war im
Frieden wirtschaftlich
ein Konkurent der USA. Kurz vor dem dritten Weltkrieg hätten die
westeuropäischen Staaten
aber ihre Souveränität verlohren und wären unter US-amerikanisches
Kriegsrecht gestellt
worden. Das geht aus geheimen Kriegsplänen hervor.1 Unter
amerikanischem Kommando
wären diese Länder nach vorher festgelegten Plänen unbeschränkt in die
Kriegshandlungen
mit einbezogen worden. Deutschland hätte mit dem Ausmaß an Zerstörungen
an erster Stelle
gestanden. Danach wäre Großbritannien und dann Frankreich gefolgt. Der
Wiederaufbau des
sehr stark zerstörten West- und Osteuropas hätte für das große
US-Kapital Verwendungs- und
Profitmöglichkeiten geboten, gegen die der Gewinn beim Wiederaufbau
Westeuropas nach
dem zweiten Weltkrieg ein Taschengeld gewesen wäre.
Beim zweiten Anlauf auf den dritten Weltkrieg wurde wieder auf genau
die selbe Weise
vorgegangen wie schon fast zwanzig Jahre zuvor beim Gaither-Bericht.
Als dem Präsidenten
Eisenhower diese Vorgehensweise damals bewußt wurde sprach er nur vage
vom militärischindustriellen
Komplex (MIK). Als das selbe fast zwanzig Jahre noch einmal geschah
wurde
jedoch deutlicher, wer die Fäden zog:
Man erkennt es an der Person des damaligen CIA-Direktors und späteren
Präsidenten George
Bush. Bush ist Mitglied in den meisten freimaurerähnlichen
Organisationen, wo in den hohen
Einweihungsgraden die geheime Regierung des MIK ihren Sitz haben muß.
So ist er Mitglied
von Skull & Bones, Trilaterale Kommission, Komitee der 300 und
ehemaliger Chef des CFR.2
Bush wurde durch den Einfluß der geheimen Regierung im MIK für die
Jahre 1975 und 1976
zum Direktor des Geheimdienstes CIA gemacht. Diese Behörde hatte mit
der Nationalen
Nachrichtenbeurteilung (National Intelligence Estimate, NIE) Einfluß
auf die amerikanischen
Nuklearstreitkräfte der Zukunft, denn hier wurde die aktuelle nukleare
Kapazität der UdSSR
eingeschätzt. Bush schleuste eine Gruppe von Vertretern einer
aggressiven Haltung gegenüber
der UdSSR in die CIA.3 Diese Gruppe wurde unter der Bezeichnung Team B
bekannt. Das
Team B sollte die CIA-Einsschätzungen über die sowjetischen
Nuklearstreitkräfte überprüfen.
In dem Team B war auch Paul Nitze, welcher schon 1957 die USA mit dem
Gaither-Bericht
zu einer Hochrüstung bewegte. Das Team B bekam Zugang zu den heikelsten
Fakten, die CIA
gesammelt hatte. Diesen Kritikern der damaligen Regierung wurde Zugang
zu Daten gestattet,
die der Regierungspolitik zugrunde lagen. Das Team B manipulierte die
Rohdaten der CIA in
grober Weise und bewirkte, daß die Einschätzungen der sowjetischen
Stärke und Absichten
tiefgreifend geändert wurden. Die Objektivität der geheimdienstlichen
Einschätzungen wurde
unter Bush verletzt, um eine Wirkung auf die Politik zu bekommen. Das
Team B unterstellte
der UdSSR massiv aufzurüsten, einen Atomkrieg gegen die USA gewinnen zu
wollen, und es
bauschte eine angegnommene Verwundbarkeit der USA gegenüber den
sowjetischen
Streitkräften erheblich auf, um eine gesteigerte Aufrüstung Amerikas zu
rechtfertigen.
Paul Nitze hatte im Team B genügend Daten gesammelt, um damit eine
Propagandaaktion
starten zu können. Er gründete im November 1976 zusammen mit Eugene
Rostow den
aktivistischen "Ausschuß für die vorhandene Gefahr", mit welchem auf
höhere
Rüstungsausgaben gedrängt werden sollte. Die Gründungsmitglieder dieses
Ausschusses
wurden später die Schlüsselfiguren des Reagan-Wahlkampfes. Sie konnten
auf die Studien
des Team B für ihre politische Kampagne zurückgreifen. Reagan benutzte
die
Veröffentlichungen des Ausschusses für seine Rundfunkansprachen. Der
Ausschuß
gebrauchte den Begriff des "Fensters der Verwundbarkeit" als
Schreckschuß in seiner
politischen Kampagne. So wie die "Raketenlücke" Kennedy zum Wahlsieg
verhalf, wurde das
"Fenster der Verwundbarkeit" ein erfolgreiches Wahlkampfthema für
Reagan. Es gelang ihm
damit die Wähler so zu erschrecken, daß diese glaubten, die Carter
Politik hätte die Sicherheit
der USA ernsthaft gefährdet.
Über die CIA wurde zu dieser Zeit noch ein anderer bedeutender Schritt
getan, um den dritten
Weltkrieg vorzubereiten. In der CIA hatte man sich genau mit den
Gründen für den
verlorenen Krieg in Vietnam auseinandergesetzt. Es wurde mit langer
Vorbereitung dafür
gearbeitet, die UdSSR in eine gleiche Situation zu bringen, wie die
Situation der USA in
Vietnam war. Die CIA bedrohte die afghanische Regierung immer wieder
mit einem
Umsturz, so daß diese elf oder dreizehn mal bei der UdSSR offiziell um
Hilfe bat. Als die
UdSSR schließlich Ende 1979 in Afghanistan intervenierte, befanden sich
die sowjetischen
Soldaten in einem Land mit einer völlig fremden Kultur. Dort konnten
sie nicht von der
Bevölkerung akzeptiert werden und galten nur als ausländische
Invasoren. Der Krieg in
Afghanistan befremdete aber auch große Teile der amerikanischen
Bevölkerung und half den
Medien bei der Wiederbelebung der Kalte-Kriegsstimmung.
dritter Teil von "die Geschichte der NATO")
Präsident Carter wurde von den Medien und dem "Ausschuß für die
vorhandene Gefahr" zu
einer aggressiveren Haltung gegenüber der UdSSR gezwungen. Bei seinem
Amtsantritt 1977
war er noch fest entschlossen, das Atomwaffenarsenal zu reduzieren.
Damit stieß er aber auf
Antipathie, und so arbeitete er an einer besseren Nuklearstrategie.
Seine Mitarbeiter griffen
sich die alten Atomkriegspläne und Strategien und möbelten sie mit
alten Grundlagen wieder
auf. Als Folge davon bekam aber die nachfolgende Reagan-Regierung
Kriegspläne und
Präsidialanweisungen, die sie brauchte, um eine härtere Linie und eine
aggressivere nukleare
Drohhaltung gegen die UdSSR einzunehmen. Damit waren die Supermächte
näher an den
Rand eines nuklearen Schlagabtausches gekommen, als je zuvor während
des gesamten
Atomzeitalters.4 Der Druck der kriegshetzenden Massenmedien, welche nur
ein Teil des MIK
sind, wurde so groß, daß Präsident Carter mitten in den
Präsidentschaftswahlen 1980 die
Präsidentendirektive 59 verkündete. Carter wollte den Eindruck des
Starken machen und als
Schaffer einer neue Strategie für den Atomkrieg dastehen, um somit
positive Propaganda von
den Massenmedien zu bekommen. Carters Verteidigungsminister Harald
Brown behauptete
damals, mit der Präsidentendirektive 59 seien die amerikanischen
Atomwaffen nicht mehr auf
die sowjetischen Städte, sondern auf sowjetische Atomraketensilos und
Führungsbunker
gerichtet. Brown behauptete weiter, daß mit der Präsidentendirektive 59
der UdSSR im Falle
eines Nuklearangriffes auf die USA habe klar gemacht werden sollen, daß
der amerikanische
Präsident mehr Möglichkeiten habe als nur die Wahl zwischen
Kapitulation und totaler
Vernichtung. Carters Pläne vom begrenzten Krieg, von selektiven
nuklearen Angriffen und
von flexiblen Optionen für das nationale Oberkommando der USA konnten
wegen der
Verletzlichkeit gegenüber dem EMP sowieso nicht funktionieren. Die
Präsidentendirektive 59
taugte aber im Endeffekt für den geplanten Atomkrieg, der mit
Einschüchterung und
Drohpolitik gegenüber der UdSSR und mit einer Krise beginnt, und worauf
dann der
Erstschlag der USA mit Entwaffnung und Enthauptung der UdSSR folgt. In
den falschen
Händen von Carters Nachfolgern vergrößerte die Präsidentendirektive 59
die Kriegsgefahr
noch weiter. Carter hatte aber im Wahlkampf mit der Veröffentlichung
der neuen
Präsidentendirektive Erfolg. Ihm gelang es seine eiserne Härte
herauszukehren und kurzfristig
einen Teil der Kritik der kriegshetzenden Massenmedien abzulenken.
Als die Wahlen näher rückten und die Stimmung in der amerikanischen
Bevölkerung wegen
den Medien immer militanter wurde, nahm auch Carter eine noch
aggressivere Haltung
gegenüber der UdSSR ein. Um die bissige Kritik abzuwehren, befürwortete
er einen Plan zu
Aufstellung der neuen MX -Raketen. Carter wurde aber daraufhin
vorgeworfen, nicht ehrlich
mit seinen Vorschlägen zu sein, bei welchen er in letzter Minute den
Verteidigungshaushalt
erhöhen wollte. Als eine von Präsident Carter geleitete militärische
Aktion zur Befreiung von
Geiseln im Iran scheiterte, stellten die Massenmedien Carter sogar als
"lahme Ente" hin.
Trotzdem Carter sich so viel Mühe gegeben hatte, eine aggressive
Haltung gegenüber der
UdSSR zu zeigen, war er den Drahtziehern der Massenmedien in der
geheimen Regierung im
MIK nicht recht. Für die Pläne zum dritten Weltkrieg konnten sie den
rechts eingestellten
Reagan besser gebrauchen, und so beendeten sie die Karriere Carters.
Um den dritten Weltkrieg gewinnen zu können, brauchten die USA in
Europa nukleare
Mittelstreckenraketen. Schon während der Kuba-Krise waren in Italien
und in der Türkei
Jupiter-Raketen stationiert. Durch diese Raketen sollte die UdSSR
gezwungen werden,
ebenfalls einen bedeutenden Schritt auf der Eskalationsleiter
aufzusteigen. Als es während der
Kuba-Krise beschlossene Sache war, die mit sowjetischem Personal
besetzten
Flugabwehrstellungen auf Kuba zu bombardieren, erwartete man im
Exekutiv-Kommitee als
Gegenzug die Bombardierung der Jupiterraketen in der Türkei durch die
UdSSR. Die UdSSR
wäre zu der Ausschaltung dieser für sie gefährlichen Raketen gezwungen
gewesen, weil diese
Raketen eine sehr kurze Flugzeit hatten und die Vorwarnzeit dadurch
sehr kurz war. Dieser
Schritt der UdSSR hätte der amerikanischen Führung gegenüber den
westlichen Völkern die
Berechtigung gegeben, den Erstschlag gegen die sowjetischen
strategischen Steitkräfte zu
unternehmen. Der dritte Weltkrieg war nur mit der Zusammenarbeit der
Völker zu gewinnen,
weil sie noch die vielen Divisionen an konventionellen Kriegsmitteln
stellen mußten. Darum
mußte es auch eine Möglichkeit geben, der UdSSR die Schuld für den
Kriegsbeginn
zuschieben zu können. In den Jahrzehnte unter der Einwirkung der
versehentlichen
Entdeckung des EMP gab es diese gefährlichen Mittelstreckenraketen
nicht in Europa. Sie
waren nicht notwendig. Nur Frankreich hatte welche. Diese standen aber
nicht unter
amerikanischem Befehl. Mit dem zweiten Anlauf zum dritten Weltkrieg
wurde es wieder
nötig, nukleare Mittelstreckenraketen unter amerikanischem Befehl in
Europa zu stationieren.
So plante man Pershing II-Raketen mit hochmodernen, sehr genauen,
manövrierfähigen
Nuklearsprengköpfen (MARV) in Westdeutschland zu stationieren. Diese
hatten die
Fähigkeit, die sowjetischen unterirdischen Kommandobunker in der Nähe
von Moskau in nur
10 Minuten zu erreichen, und die MARV-Sprengköpfe tief in den Boden
einzudringen zu
lassen, um die Kommandobunker zu zerstören. Das Militär der UdSSR wären
dadurch
enthauptet worden, so daß die strategischen Streitkräfte der UdSSR
wirkungslos gewesen
wären. Allen sowjetischen Interkontinentalraketen, Atombombern und
U-Booten mit
Atomraketen hätte nicht mehr der entscheidende Befehl über Funk
mitgeteilt werden können.
Colin S. Gray, Berater des späteren Präsidenten Reagan und des
Außenministeriums und
Planer der Reaganpolitik schrieb dazu: Mit den Pershing II-Raketen "[.
. .] würden wir jedes
Mitglied des Politbüros erwischen, jedes Mitglied des Zentralkomitees,
wir würden alle
wichtigen Bürokraten töten, wir würden also dem sowjetischen Huhn den
Kopf abschneiden [.
. .]"5 Bei der Stationierung der Pershing II-Raketen in Westdeutschland
mußte die UdSSR im
Gegenzug SS-23-Raketen mit nur noch drei Minuten Flugzeit in der DDR
und der CSSR
stationieren, welche die Pershing II-Raketen zerstören konnten. Die
Führung der UdSSR
stand somit bei der Warnung vor einem drohenden Angriff während
schwerer internationaler
Krisen vor der Frage, entweder sofort die Pershing II mit den
SS-23-Raketen zu vernichten
oder zu dem Startbefehl dafür nicht mehr kommen zu können. Bei einer
militärischen
Auseinandersetzung auf niedriger Eskalationsstufe hätten die
sowjetischen Frühwarnsatelliten
leicht durch Blenden mit Laserstrahlen außer Funktion gesetzt werden
können. Die UdSSR
hätte dann nur noch Radar-Warnsysteme mit kurzer Warnzeit gehabt. Die
sowjetischen
strategischen Interkontinentalraketen hätten dann startklar gemacht
werden müssen, weil bei
einem amerikanischen Angriff auf die sowjetischen Silos nicht mehr viel
Zeit zum Starten
geblieben wäre. Wenn die sowjetischen Führung sich die Möglichkeit
offenhalten wollte, ihre
Interkontinentalraketen bei einem amerikanischen Angriff noch in einer
kurzen Frist starten
zu können, wäre sie gezwungen gewesen, die Pershing II-Raketen durch
ihre SS-23-Raketen
zu zerstören. Die Pershing II-Raketen hätten der UdSSR nämlich diese
kurze Frist
genommen. Die Anwesenheit der Pershing II-Raketen in Europa brachte die
UdSSR bei der
scheinbar harmlosen Blendung der Frühwarnsatelliten in eine Situation,
bei der sie entweder
sofort kapitulieren mußte, oder bei der sie als erstes Atomwaffen
einsetzen mußte. Die
Aussicht auf die Möglichkeit die Eskalation zum umfassenden Atomkrieg
aufzuhalten, war
dadurch um ein vielfaches gesunken. Es wurden von den USA auch
Marschflugkörper mit
nuklearen Sprengköpfen in Westeuropa stationiert. Manche
Marschflugkörper waren nur mit
konventionellen Sprengköpfen ausgerüstet. Diese Marschflugkörper mit
konventionellen
Sprengköpfen zusammen mit der Ablehnung der NATO auf den Ersteinsatz
von Atomwaffen
zu verzichten, ermöglichten den USA den politischen Erfolg, der am
Anfang des dritten
Weltkrieges nötig ist. Beim beginnenden Krieg mit niedriger
Eskalationsleiter hätte der Start
eines amerikanischer Marschflugkörpers mit konventionellem Sprengkopf
zur Reaktion der
UdSSR mit Atomraketen führen können, weil man von sowjetischer Seite
nicht gewußte
hätte, daß der amerikanische Marschflugkörper nur einen konventionellen
Sprengkopf hatte.
Danach hätte der Start der Pershing II-Raketen zur Enthauptung der
UdSSR folgen können,
wobei die westlichen Völker weiterhin garantiert zur Mitarbeit beim nun
kommenden
Weltkrieg gezwungen wären. Sie wären dazu gezwungen gewesen, weil man
der UdSSR die
Schuld für den Atomkrieg zugeschoben hätte, nachdem die UdSSR mit
Atomraketen auf die
amerikanischen Marschflugkörper mit konventionellen Sprengköpfen
reagiert hätte. Der
NATO-Oberbefehlshaber Berhard W. Rogers sagte zu diesem Thema in einem
Interview mit
der Bild am Sonntag vom 13.5.1984: "Wir müssen also Streitkräfte
aufbauen, die einem
konventionellem Angriff mit konventionellen Mitteln standhalten können.
Das würde die
Sowjets dazu zwingen, als erste zu Atomwaffen zu greifen. Die
Verantwortung für einen
Atomkrieg läge damit auf ihren Schultern."6
Um für die Stationierung der Pershing II-Raketen zu sorgen, wurde mit
den Massenmedien
auf die Politiker in Westdeutschland genauso ein Druck ausgeübt, wie
auf die Carter-
Regierung in den USA. Zu dieser Zeit bestimmte die amerikanische
Führung über die NATO.
Alle NATO-Planungen waren einseitige Entscheidungen der USA, die ohne
vorherige
Abstimmung und meist auch ohne Beratung getroffen wurden. Das galt erst
recht für die
atomare Einsatzplanung. Auf den Einsatzbesprechungen der höchsten
NATO-Gremien
durften die Europäer den Amerikanern nur zustimmen, und sich damit
selbst verpflichten die
US-Politik zu befolgen.7 Wie abfällig im nationalen Sicherheitsrat der
USA über die Europäer
gesprochen wurde zeigen auch die Tonbandaufnahmen, die Kennedy heimlich
vom Exekutiv-
Kommitee machte. Um die Europäer so weit unter Kontrolle zu haben,
hatte die CIA zum
Beispiel Anfang der 50er Jahre den deutschen Verleger Axel Springen mit
sieben millionen
Dollar aufgebaut.8 Der sehr rechte Springer-Medienkonzern ist bis heute
der größte
Machtfaktor in Deutschland. Kein Staatsmann in Deutschland kann es sich
leisten, eine
Politik zu betreiben, die vom Springer-Konzern scharf mißbilligt wird.
"Kein einzelner Mann
in Deutschland vor oder nach Hitler, ausgenommen vielleicht Bismarck
oder die beiden
Kaiser, hatten so viel Macht wie Springer" (Rudolf Augstein). Dem
Springer-Konzern
gehören bis heute mehr als 80% aller Zeitungen und auch manche Radio-
und Fernsehsender,
ohne daß es in der Bevölkerung allgemein bekannt ist. Wer etwas gegen
den Springerkonzern
sagt wird mit Gerichtsverfahren von ihm überzogen, außer wenn man die
Geschichte mit der
CIA-Finanzierung aus den 50er Jahren erzählt. In diesem Fall hat der
Springer-Konzern keine
Erfolgsaussichten vor Gericht. Der MIK der USA hatte mit dem
Springer-Konzern Einfluß
darauf, wie in Westdeutschland über das militärische Kräfteverhältnis
gesprochen wurde. In
fast allem, was damals über das militärische Kräfteverhältnis in Europa
gesprochen und
geschrieben wurde, wurde die sowjetische Sichtweise ignoriert. Die
UdSSR konnte nur
weiterexistieren, wenn sie glaubhaft machen konnte, einen Atomkrieg zu
überstehen. Dazu
gehörte ein Übergewicht an konventionellen Streitkräften und an
taktischen Atomwaffen in
Europa. Die UdSSR wäre nämlich nach der Zerstörung ihrer Industrie
durch amerikanische
Atomwaffen gezwungen, westeuropäische Industriegebiete zu besetzen. Nur
dadurch hätte sie
den Krieg weiterführen können und eine Kapitulation vermeiden können.
Ohne die Fähigkeit
dieser Art der Kriegsführung hätte es nicht einmal Hemmungen gegeben,
die sowjetischen
Industrien mit Atomwaffen zu zerstören, während dabei auf die
anschließende Besetzung der
UdSSR durch Truppen hätte verzichtet werden können. Der Plan, mit
eroberter Industrie im
besetzten Westeuropa den Krieg weiterführen zu können, galt für die
UdSSR all die Jahre seit
es Atombomben gibt. Darüber wurde aber fast nie gesprochen. Die
sowjetische Führung hatte
nie darüber gesprochen, weil sie ihre Schwäche nicht bloßstellen
wollte. Die Bevölkerung der
UdSSR hätte beim Bewußtsein über die wirklichen Verhältnissse von ihrer
Regierung die
Kapitulation verlangt. Im Westen wurde auch nicht über die Kriegspläne
der UdSSR
gesprochen. Bei dem Übergewicht an konventionellen Streitkräften der
Warschauer Pakt-
Staaten in Europa und mit dem Schweigen der westlichen Massenmedien
über die
Kriegspläne der UdSSR konnte den westlichen Völkern Eroberungsabsichten
der UdSSR
eingeredet werden (die "Bedrohung aus dem Osten"). Durch die Verdummung
der
Bevölkerung durch die Massenmedien des amerikanischen MIK, wie dem
Springer-Konzern,
blieben die wahren Sachverhalte unbekannt. Alle Diskussionen bewegten
sich auf der Ebene,
auf der die sowjetische Sichtweise ignoriert wurde. Das führte
schließlich dazu, daß der
damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt ein Gleichgewicht an
Mittelstreckenraketen in
Europa forderte. Der amerikanische Präsident Jimmy Carter schlug
daraufhin vor, die von der
geheimen Regierung im MIK geplanten Pershing II-Mittestreckenraketen
und die
Marschflugkörper in Europa zu stationieren. Wie bei allen
Entscheidungen der USA blieben
den europäischen Regierungschefs wieder einmal nichts anderes übrig,
als zuzustimmen. Bei
den Mitgliedern der deutschen Regierungsparteien SPD und FDP waren aber
nicht alle
einverstanden mit dieser Entscheidung. Der Bundeskanzler Helmut Schmidt
und der
Außenminister Genscher hatten Angst, durch die Springer-Medien das
Regieren unmöglich
gemacht zu bekommen, wenn sie als Regierende sich gegen die
amerikanischen Pläne
ausgesprochen hätten. Sie hatten Angst, durch Kampagnen des
Springer-Konzerns vernichtet
zu werden. Darum drohte Bundeskanzler Schmidt am 17.5.1981 in
Wofratshausen mit seinem
Rücktritt, falls seine Entscheidung mit den Mittelstreckenraketen von
der SPD nicht mehr
unterstützt würde. Auch der Außenminister Genscher von der anderen
Regierungspartei FDP
drohte beim Parteitag vom 29.-31.5.1981 aus dem selben Grund mit seinem
Rücktritt. Aber
trotzdem Schmidt bei der Kriegsvorbereitung kräftig mithalf, entschied
man sich im
amerikanischen MIK und im europäischen Finanzkapital gegen ihn. Die
Springer-Medien
vernichteten Schmidt, so daß die Koalitionspartei FDP die Koalition mit
der SPD
aufkündigte.9 Das sehr recht Handeln des liberalen amerikanischen
Präsidenten Jimmy Carter
und das schließliche Ersetzen durch einen rechtskonservativen
Präsidenten hatte zu dieser Zeit
also auch eine Parallele in Westdeutschland. Dies ist ein auffälliges
Zeichen dafür, daß vom
Hintergrund her der dritte Weltkrieg vorbereitet wurde. Für den jetzt
wieder geplanten dritten
Weltkrieg war eine höhere Faschimusstufe10 in der bürgerlichen
Gesellschaft geplant. Die
Bemühungen der linksliberalen Politiker Schmidt und Carter dabei
mitzuhalten, waren von
vorn herein aussichtslos.
Die geheime Regierung im MIK hatte es diesmal nicht mehr nötig, sehr
viel Wert auf ihre
Unentdeckbarkeit zu legen. Sie fühlten sich sicherer als zwanzig Jahre
zuvor und traten nun
offener auf. Als sie George Bush in die Schlüsselposition brachten, in
der er mit dem Team B
die amerikanischen Nuklearstreitkräfte der Zukunft bestimmte und damit
auch die
Voraussetzung für den einflußreichen "Ausschuß für die vorhandene
Gefahr" schuf, war die
Gefahr des Entdecktwerdens gegeben. Bush war für seine Mitgliedschaft
in den
verschiedenen Geheimgesellschaften bekannt. So bestand nun auch für
viele Menschen die
Möglichkeit, den Sitz der geheimen Regierung herauszufinden. Bei der
Trägheit der
Menschen und dem Desinteresse für die politischen Hintergründe war es
jedoch nicht nötig,
aufwendige Vorsichtsmaßnahmen zu Geheimhaltung zu treffen. Wie wenig
sich die
Menschen für die politischen Hintergründe interessieren, zeigt die
Geschichtsschreibung über
die Kuba-Krise. Seit Präsident Nixon ist die Existenz von Kennedys
Tonbandaufzeichnungen
bekannt. Trotzdem hält die Geschichtsschreibung immer noch an der Lüge
der Massenmedien
von 1962 fest. Obwohl der Menschheit damals die Vernichtung drohte,
weiß die
Allgemeinheit heute immer noch nichts von dem damaligen
Erstschlagspotential der USA,
dem festen Entschluß für die Invasion auf Kuba, von der absichtlich
herbeigeführten,
instrumentellen Krise, von dem Willen der geheimen Regierung des MIK
zum Atomkrieg und
von den Auftraggebern der Morde an den Kennedy-Brüdern. Die geheime
Regierung im MIK
konnte auch darauf verzichten, sich einen für die psychologische
Kriegsführung begabten
Präsidenten wie Kennedy auszusuchen. So einen Präsidenten brauchte sie
nicht mehr. Wegen
dem offensichtlichen Desinteresse und der Trägheit der Menschen konnte
sie sicher sein, daß
beim Weltkrieg ein liberaler Präsident nicht mehr für die
Glaubwürdigkeit bei der
Bevölkerung nötig war. So ein liberaler Präsident wie Kennedy hatte
sich ja auch als
ungeeignet erwiesen. Der geheimen Regierung war ein primitiver
autoritärer Charakter10
besser zum Präsidenten geeignet, weil sich so einer eher von der
Werbung für politische
Forderungen und Ideale (Propaganda) beeinflussen läßt. Das Bewußtsein
der Bevölkerung
wäre auch mit so einem Präsidenten am Beginn des dritten Weltkrieges
auf jeden Fall mit den
Massenmedien kontrollierbar gewesen. So wurde der liberale Jimmy Carter
durch den
rechtskonservativen Ronald Reagan ersetzt. Reagan war früher lange Zeit
Schauspieler. Er
haßte den Kommunismus, weil er 30 Jahre zuvor schlechte Erfahrungen mit
kommunistischen
Schauspielergewerkschaften machte. Diese Hollywood-Kommunisten
projizierte er auf eine
größere Leinwand - auf die sowjetische Führung. Er glaubte sogar, die
UdSSR wäre das
Reich des Bösen, welches in der Bibel erwähnt sein soll. Reagan
verstand nur sehr wenig von
Atomwaffen und von Kriegsführung. So glaubte er zum Beispiel daran, die
UdSSR hätte eine
Überlegenheit zur See gegenüber der amerikanischen Marine. In
Wirklichkeit hatte die
NATO-Marine anerkanntermaßen ein erhebliches Übergewicht gegenüber der
des
Warschauer Paktes. Bei den größeren Überwasserschiffen ergab sich ein
Übergewicht von
2,5:1. Reagans Beratern, die den Atomkrieg führbar und gewinnbar machen
wollten, fehlte es
an der Fähigkeit, sich die physischen Konsequenzen vom Inferno des
Atomkriegs mit dem
Leiden der Menschen auszumalen.
Um Zustimmung in der Bevölkerung für die kommende Aufrüstung zu
bekommen, wurde
schon Mitte der 70er Jahre eine Propagakampagne gestartet. Sie hatte
durchschlagenden
Erfolg. 1969 waren in den USA nur 9% der Meinung, die Rüstungsausgaben
seien zu niedrig.
Im Wahljahr 1980 waren es 49%. Die neuen Führer der USA unter Reagan
sprachen auch
offen darüber, daß es möglich sei, einen Nuklearkrieg gegen die UdSSR
zu führen und zu
gewinnen. Sie waren von einer Konfrontationsstrategie besessen, die
darauf abzielte, die
UdSSR zu zwingen, ihr Imperium zu verkleinern und ihrer eigene
Gesellschaft grundlegend
zu ändern. Reagan sprach davon, er hätte einen "[. . .] Plan [. . .]
der den Marxismus-
Leninismus auf den Aschehaufen der Geschichte zurücklassen wird [. .
.]".11 "[. . .] als ein
trauriges bizarres Kapitel der Geschichte, dessen letzte Seite eben
geschrieben werden [. . .]."12
Vor Reagan galt der Nuklearkrieg in der amerikanischen Führung lange
Zeit als gegenseitiger
Selbstmord. Jetzt trat aber eine Wende ein, als Reagan seine Leute an
wichtigen Stellen der
Administration unterbrachte. Der Präsident, die Leute unmittelbar
hinter ihm und auch der
Verteidigungminister waren wenig über Kriegsführung informiert. Wegen
seiner harten
Haltung gegenüber der UdSSR brachte Reagan solche Berater in die
mächtigsten Positionen,
deren Theorien sich am verrücktesten anhörten. Typisch für die neuen
Berater Reagans waren
Colin S. Gray und Keith Payne. In dem Artikel "Sieg ist möglich" für
eine Zeitschrift
schrieben sie, daß "die amerikanische Regierung [. . .] versuchen muß,
die Freiheit zu einem
offensiven Atomschlag [. . .] mit dem Schutz des amerikanischen
Territoriums zu
verbinden".13 "Die Vereinigten Staaten sollten planen, die Sowjetunion
zu besiegen, und dies
zu einem Preis, der eine Erholung der USA erlauben würde. Washington
sollte Kriegsziele
festlegen, die letztendlich die Zerstörung der politischen Macht der
Sowjets und das Entstehen
einer Nachkriegs-Weltordnung, die den westlichen Wertvorstellungen
entspricht, in Betracht
ziehen."14 Gray und Payne geben dann auch an, wieviel Verluste das der
amerikanischen
Bevölkerung kosten könnte. Sie schrieben, daß "[. . .] eine
intelligente amerikanische
Offensivstrategie, in Verbindung mit Heimatverteidigung, die
US-Verluste mit etwa 20
Millionen Menschen reduzieren würde. [. . .] Eine Kombination von
offensivem
Entwaffnungsschlag, Zivilschutz und einem Abwehrsystem gegen
ballistische Raketen bzw
Luftabwehr müßte die US-Verluste so niedrig halten, daß ein nationales
Überleben und
Wiederaufbau möglich sind."15 Die Verfasser dieses Schreiben Gray und
Payne wurden später
als Planer für die Reagan-Politik und als Berater für Abrüstungsfragen
engagiert, damit es auf
keinen Fall zu Abrüstung kommen konnte, und damit die
Abrüstungsverhandlungen
propagandistisch genutzt werden konnten. Gray wurde sogar zum Mitglied
des Allgemeinen
Beratungsausschusses für die Abrüstungsbehörde und zum Berater des
Außenministeriums
ernannt.16 Richard Pipes, ein anderer Berater Reagans sagte Anfang
1981, "daß die
sowjetischen Führer zwischen dem friedlichen Wandel des kommunistischen
Systems oder
dem Krieg wählen müßten"17 Die SALT-Verhandlungen zur
Rüstungsbegrenzung wurden von
den Reagan-Leuten in START umbenannt. Das sollte darüber
hinwegtäuschen, daß die
Verhandlungen in Wirklichkeit beendet waren, denn sie hätten eigentlich
"END" heißen
müssen. Es gab aber von amerikanischer Seite keine ernsthaften
Absichten zur
Rüstungsbegrenzung oder Rüstungsreduzierung. Reagan schlug zum Beispiel
der UdSSR vor,
die Hälfte ihrer Interkontinentalraketen zu vernichten, während die
amerikanischen relativ
unangetastet blieben. Reagan hatte aber mit START Erfolg, indem er die
Bevölkerung damit
beruhigte. Es war ein Ablenkungsmanöver, um weiter mit der Aufrüstung
fortzufahren. Der
jetzt 75jährige Paul Nitze, der schon 1950 das Schlüsseldokument NSC-68
für den Kalten
Krieg verfaßte, der 1957 den einflußreichen Gaither-Bericht schreiben
half, der als
Marineminister zusammen mit den anderen "Falken" den Präsidenten
Kennedy bei der Kuba-
Krise im Exekutiv-Kommitee zermürben wollte, und der mit dem Team B die
Nationalen
Nachrichtenbeurteilung verfälschte wurde nun unter Reagan zum
Unterhändler für die
Gespräche über die eurostrategischen Waffen. Was Paul Nitze von diesen
Verhandlungen
hielt wird klar, als Eugene Rostow danach befragt wurde. Eugene Rostow
gründete
zusammen mit Nitze den "Ausschuß für die vorhandene Gefahr". Auf die
Frage, ob die
Stationierung der Pershing II und der Marschflugkörper in Europa
verhandelbar sei,
antwortete Rostow über zwei Jahre vor der Stationierung dieser
Euroraketen schlicht mit
"nein".18
Um die Pläne zur Beseitigung der UdSSR in die Tat umzusetzen, legte der
neue
Verdeidigungsminister Caspar Weinberger in der Mitte von Reagans erstem
Amtsjahr ein
Kostenprogramm für die Rüstung vor. Es sah 1,6 billionen Dollar vor.
Damit sollte innerhalb
von 10 Jahren die nukleare Überlegenheit über die UdSSR erreicht
werden. Nicht nur im
nuklearen, sondern auch in den anderen militärischen Bereichen wurde
eine erdrückende
Überlegenheit über die UdSSR angestrebt, welche in einem Atomkrieg
hätte siegreich
eingesetzt werden können. 1979, im Jahr vor der Reagans Wahlsieg,
wurden noch 122
milliarden Dollar für die Rüstung ausgegeben. Die Ausgaben sollten
immer weiter steigen, bis
1989 449 milliarden Dollar ausgegeben werden sollten. Das war eine
Steigerung um fast das
vierfache in einem Jahrzehnt. Solche Steigerungen gibt es nur, wenn
Kriege vorbereitet
werden. Präsident Jimmy Carter hatte die Präsidentendirektive 59
geschaffen, um den
Massenmedien des MIK Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu signalisieren,
und um das
Atomwaffenarsenal nicht weiter ausbauen zu müssen. Carters Strategen
waren bei der
Bekanntgabe der Präsidentendirektive 59 ängstlich darauf bedacht, den
Atomkrieg niemals als
gewinnbar zu erklären. In den Händen Reagans war die
Präsidentendirektive 59 jedoch ein
willkommenes Werkzeug, um den Atomkrieg damit vorzubereiten. Die
Reagan-Regierung
konnte mit ihrem Dokument NSDD 13 vom Sommer 1982 auf der
Präsidentendirektive 59
aufbauen. Im NSDD 13 war aber zusätzlich noch der Sieg im Atomkrieg zum
Ziel der
amerikanischen Politik erklärt worden. Carter hatte also unbeabsichtigt
mit geholfen, den
gewinnbaren Atomkrieg vorzubereiten. Im Pentagonprogamm für die Jahre
1984 bis 1988,
dem Leitliniendokument, wurde sogar der Erstschlag zur offiziellen
Strategie: "Grundlagen
der Atomkriegsstrategie wären die sogenannten Enthauptung
(descapitation), d.h. Schläge
gegen politische und militärische Führung"19 Im Leitliniendokument
wurde auch besonders
betont, daß die Nachrichtensysteme verbessert werden sollten. Da die
Methoden für das
"Härten" gegen den EMP zu dieser Zeit ausgereift waren, konnten die
Kommando-,
Kommunikations- und die Kontrollsysteme nun endlich ausgebaut werden.
Weiter ist im
Leitlinien-Dokument festgehalten, daß über die Mittel verfügt werden
sollte, der sowjetischen
Industrie "in sehr hohem Maße Schaden zuzufügen". Das wäre dann mit den
sehr starken, von
den B-52-Bombern getragenen Wasserstoffbomben geschehen. Wegen der für
den dritten
Weltkrieg entscheidenden Industrie "wird es von höchster Priorität
sein, den ersten Vorstoß
des Warschauer Paktes unter minimalem Verlust an Territorium zum Stehen
zu bringen"
(Leitlinien-Dokument). Die von der UdSSR in Westeuropa eroberte
Industrie hätte die
zerstörte sowjetische Industrie nämlich ersetzen können. Und nach der
sowjetischen
Besetzung hätten die amerikanischen Streitkräfte die eroberten
Industrien in Westeuropa nicht
durch Atombomben zerstören können, weil das in der amerikanischen
Bevölkerung auf
Ablehnung gestoßen wäre. Um die in Europa überlegene sowjetische Armee
zum Stehen zu
bringen, sollten chemische Kampfstoffe eingesetzt werden. Auf den
Gefechtsfeldern sollten
die Artillerien von kleinen nukleare Sprengköpfen großen Gebrauch
machen. Auch sollten
Flugzeuge die Verkehrsknotenpunkte, Kanäle, Häfen, Engpässe, Brücken,
Tunnel auf den
Hauptmarschrichtungen des Gegners in Deutschland mit Atombomben
zerstören.Dafür
wurden für die amerikanische Luftwaffe sehr viel Atombombenziele auch
in Westdeutschland
aufgelistet, bei denen das US-Oberkommando in Europa sich ohne die
Erlaubnis des
Präsidenten der USA für Bomben mit größerer Sprengkraft entscheiden
konnte.20 Zusätzlich
sollte es massive Angriffe gegen die nachrückenden sowjetische Staffeln
in der Tiefe des
gegnerischen Territoriums geben. Marschflugkörper und kleine Flugzeuge
hätten
Atombomben und neue chemische Waffen in die DDR, nach Polen und in die
CSSR
getragen.21 Das Leitliniendokument verlangte auch größere
Transportmöglichkeiten auf dem
See- und dem Luftweg. Mehrere Divisionen sollten innerhalb weniger Tage
nach Europa
verlegt werden können. Diese hochmobilen Streitkräfte hätten kurz
nacheinander in
verschiedenen Zielgebieten, wie dem Persischem Golf und Europa,
eingesetzt werden können.
Die Berater Reagans, Colin S. Gray und Keith Payne schrieben in ihrem
Artikel "Sieg ist
möglich" viel vom begrenzten Atomkrieg. Alle wirklichen Experten der
Atomkriegsstrategie
bezweifeln aber, daß ein Atomkrieg zu begrenzen sei. Jeder begrenzte
Konflikt mit
Atomwaffen wäre mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu einem
ausgewachsenen Krieg
geworden.22 Die Diskussion um den begrenzten Atomkrieg hatte einen
anderen Zweck. Da vor
Reagan der Atomkrieg als gegenseitiger Selbstmord galt, sollte die
Bevölkerung jetzt mit
dieser Diskussion psychologisch auf den geplanten dritten Weltkrieg
vorbereitet werden. In
Wahrheit sahen die amerikanischen Atomkriegspläne den Erstschlag vor.
Das ist ein
Großangriff, bei dem durch einen Schlag mehrere tausend Gefechtsköpfe
zur Entwaffnung
und Enthauptung der UdSSR eingesetzt werden. Ende der 80er Jahre
erlangten die USA die
Fähigkeit einen Erstschlag auszuführen, der nicht von der UdSSR
beantwortet werden konnte.
Damit hatten die USA die Fähigkeit, den Atomkrieg zu gewinnen.
(Die Erläuterungen des folgenden Abschnittes stammen sinngemäß aus dem
Buch
"Erstschlag" von Robert C. Aldridge, in dem er schon 1983 die
Erstschlagsfähigkeit der USA
am Ende der achziger Jahre vorraussagte.23 Dort wird auch beschrieben,
wie die verschiedenen
Waffen für die Erstschlagsfähigkeit zusammenwirken:) Eine Voraussetzung
für die
Erstschlagsfähigkeit war das Satelliten-System Navstar. Es sollte 1988
in Dienst gehen.
Navstar-Satelliten sorgen mit Funksignalen für Kurskorrekturen an
Raketen und an MARVGefechtsköpfen.
Mit Navstar konnte bei Raketen mit multiplen Wiedereintriffskörpern
(MIRV) der Radius des Kreises um das Ziel, innerhalb dessen 50% aller
auf das Ziel
abgeschossenen Gefechtsköpfe auftreffen (CEP), auf 100 Meter verringert
werden. Bei den
manöverierenden Wiedereintrittskörpern (MARV) war dieser Radius nur
noch 30 Meter groß.
Die Wirksamkeit der Minuteman 3 Interkontinentalrakete wurde durch
mehrere Programme,
wie die für modernere Leitsysteme und für stärkere Gefechtsköpfe,
verbessert. Die
Minuteman 3 Raketen wurden wahrscheinlich auch mit Empfängern für die
Navstar-
Standortbestimmung ausgestattet. Mit der Navstar-Standortbestimmung
brauchten nur 466 der
insgesamt 550 Minuteman 3 Raketen mit ihren jeweils drei
MIRV-Sprengköpfen auf die 1398
sowjetischen Silos losgeschossen werden. Bei der
Erfolgswahrscheinlichkeit von 71% mit
Navstarempfängern wären dadurch 992 der sowjetischen landgestützten
Interkontinentalraketen zerstört worden. Auch die in den Atom-U-Booten
untergebrachten
Trident 1 Raketen wurden wahrscheinlich mit Navstarempfängern
ausgestattet. Bis 1988
trugen die insgesamt 21 amerikanischen strategischen Atom-U-Boote
zusammen 408 Trident
1 Raketen. Da 8 Sprengköpfe in jeder Trident 1 sind, gab es zusammen
3264 Trident 1-
Sprengköpfe. Damit konnten auf jeden sowjetischen Raketensilo zwei
Trident Sprengköpfe
gerichtet werden. Da jeder Trident Sprengkopf eine
Erfolgswahrscheinlichkeit von 58% hat,
wären 82% aller sowjetischen Silos zerstört worden. Die Zerstörung von
71% der
sowjetischen Silos durch Minuteman 3 oder von 82% durch die Trident 1
waren jedoch nicht
ausreichend für einen Erstschlag. Wenn aber auf jeden sowjetischen Silo
nur ein Trident 1
Sprengkopf gerichtet wurde, und anstelle des zweiten Trident 1
Sprengkopfes zusätzlich noch
ein Sprengkopf der genaueren Minuteman 3 Rakete, konnten 88% aller
sowjetischen Silos
zerstört werden. Einige Analytiker glaubten, daß sogar drei Sprengköpfe
auf einen Silo
gerichtet werden konnten, ohne daß sie sich gegenseitig unwirksam
machten. Bis 1988 waren
genügend Sprengköpfe vorhanden, um auf jeden sowjetischen Silo mit zwei
Trident 1- und
zusätzlich mit einem Minuteman 3 Sprengkopf zu zielen. Wäre dieser
3-auf-1-Kreuzbeschuß
möglich gewesen, hätten 95% aller sowjetischen landgestützten
Interkontinentalraketen
zerstört werden können. Nur 70 sowjetische Raketen wären
übriggeblieben. Die USA hätten
dann immer noch 460 Trident 1- und 252 Minuteman 3-Sprengköpfe
übrigbehalten. Diese
hätten ergänzt mit den älteren Poseidon- und Minuteman 2 Raketen gegen
sowjetische UBoot-
Bunker gerichtet werden können, in denen 85% der russischen
Raketen-U-Boote ständig
liegen, und auch gegen Bomberstützpunkte und andere Erstschlagsziele.
Um sich gegen
übriggebliebenen sowjetische Raketen verteidigen zu können, hatte man
viel in die Forschung
von antiballistischen Raketen investiert. Es wurden verschiedene
Verteidigungssysteme
erfolgreich getestet: 1. Abwehrraketen, die sowjetische ballistische
Raketen noch in ihrer
Antriebsphase zerstören können, 2. Raketen, die den MIRV-Sprengköpfen
beim
Wiedereintritt in die Atmosphäre begegnen, und 3. Raketen, die die
Sprengköpfe noch kurz
vor dem Auftreffen zerstören können. Offiziell hielt man sich noch an
den Vertrag, welcher
das Aufstellen antiballistischer Raketen verbietet (ABM-Vertrag).
Dieser Vertrag wurde zu
einer Zeit ausgehandelt, als die Technik der antiballistischen Raketen
noch nicht zuverlässig
war, und wo die Völker mit den Verhandlungen beruhigt werden sollten.
Sobald solche
Systeme funktionierten, wurden sie aber installiert, ohne daß es
nachzuweisen war. Robert C.
Aldridge beschrieb ein solches System von antiballistischen Raketen,
welches problemlos in
Kapseln auf dem Meeresboden installiert werden konnte, wobei seine
Existenz dem
Bewußtsein der Allgemeinheit verborgen bleiben konnte. Die Kapseln
steigen bei diesem
Abwehrsystem nach einem Signal vom Meeresboden auf, und dann erreichen
die
Abwehrraketen die sowjetischen Interkontinentalraketen noch in ihrer
Startphase. Die
Raketen-U-Boote der UdSSR hätten auch gar nicht zur Vergeltung kommen
können. Die
Techniken zum Finden und Verfolgen von U-Booten waren schon Anfang der
80er Jahre bei
den Amerikanern so weit fortgeschritten, daß sie von jedem sowjetischen
U-Boot ständig auf
dem Laufenden waren, wo es sich im Meer befand. Diese U-Boote wären bei
einem
Erstschlag sofort mit speziellen Waffen zur U-Boot-Bekämpfung zerstört
worden. Bis 1989
wurden von den USA 100 moderne MX -Raketen aufgestellt. Trotzdem zu
dieser Zeit auch
Trident 1- Raketen ausgemustert wurden, verbesserte sich die
Erstschlagsfähigkeit der USA
mit den MX -Raketen erheblich. Da die USA nicht an den SALT-II-Vertrag
gebunden waren,
konnten jede MX -Rakete mit 14 Sprengköpfen bestückt werden. Damit
konnte auf jeden
sowjetischen Silo ein MX -Sprengkopf gerichtet werden. Je ein Minuteman
1 und ein MX -
Sprengkopf auf ein Silo gerichtet hätten 92% der sowjetischen Silos
zerstören können. Und je
ein Minuteman 1, ein MX - und ein Trident 1 Sprengkopf auf ein Silo
gerichtet (3-auf-1-
Kreuzbeschuß) hätten sogar 97% der sowjetischen Silos zerstören können.
Ab 1990
verbesserte sich die Erstschlagsfähigkeit der USA noch weiter, als die
Triden 1 Raketen von
den noch leistungsfähigeren Trident 2 Raketen erst ergänzt und dann
ersetzt wurden. Für die
auf die sowjetischen Raketensilos zufliegenden amerikanischen
Atomsprengköpfe bestand
aber die Möglichkeit, daß sie sich gegenseitig durch Atomexplosionen zu
zerstören. Das
nennt man den "Brudermord". Um dennoch den Erstschlag vollenden zu
können, hatte man
Marschflugkörper in genügender Zahl zur Verfügung. Diese wären von
U-Booten,
Überwasserschiffen, Bombern und vom europäischen Festland aus
gestartet. Die verbliebenen
sowjetischen Interkontinentalraketen hätten wegen den Staub- und
Trümmerwolken nicht
starten können. Währenddessen hätten die Marschflugkörper die Staub-
und Trümmerwolken
unterflogen. An ihrem Ziel angelangt wären die Atombomben der
Marschflugkörper alle über
ihre Zeitzünder gleichzeitig zur Explosion gebracht worden. Damit wäre
der "Brudermord"
von Marschflugkörpern vermieden worden. Bei der entstandenen
Erstschlagsfähigkeit Ende
der 80er Jahre wäre in einer Krise die Versuchung zu einem umfassenden
Erstschlag für die
amerikanische Führung fast unwiderstehlich geworden. Um einen
Erstschlag durchzuführen,
brauchten die USA nicht notwendigerweise die Fähigkeit, das
Vergeltungspotential der
UdSSR völlig auszuschalten. Es genügte für die Führung der USA die
Überzeugung (selbst
wenn sie falsch war), daß sie die Vergeltungsmöglichkeiten der UdSSR so
weit reduzieren
konnten, daß die dadurch noch verursachten eigenen Verluste "tragbar"
angesichts der
politischen Zielsetzung schienen.
Reagan kündigte in der bekannten "Star Wars-Rede" das SDI Programm an.
SDI stellte ein
vollkommen unrealistisches Abwehrsystem gegen sowjetische
Interkontinentalraketen dar.
Niemand glaubte daran, daß dieses Abwehrsystem in absehbarer Zeit
installiert werden
konnte. Man hielt aber trotzdem an der SDI Idee fest, um den
amerikanischen Bürgern die
"Größe dieser Aufgabe" vor Augen zu halten. Die Massenmedien spielten
mit und übten
Druck auf die ganze Gesellschaft aus. Somit konnten wie damals beim
Apollo-Programm
große Geldbeträge für die Weltraumforschung freigemacht werden. Heute
wird nicht mehr
über SDI gesprochen. Da behauptet wird, SDI sei eingestellt worden,
wird allgemein
angenommen, daß es mit der Weltraumrüstung zu Ende wäre. Die Forschung
und
Entwicklung hat aber zu mehreren unbekannten einsatzfähigen
Waffensystemen geführt.
Neben den schon erwähnten antiballistischen Raketen (ABM) entsprangen
der SDI -
Forschung noch andere Waffensysteme. In der Area 51 in Nevada, wo die
Tarnkappenbomber
getestet wurden, werden jetzt diese neuen Waffensysteme getestet. Ein
Mitarbeiter der Area
51 sagte einmal zu dem Luftwaffenexperten Jim Goodall: "Wir haben Dinge
hier in der Wüste
Nevada, da würde Georg Lukas vor Neid erblassen." (George Lukas ist der
Schöpfer der
"Krieg der Sterne"-Filme) Ein anderer Area 51 Mitarbeiter ergänzte
noch: "Wir haben hier
Dinge, die buchstäblich nicht von dieser Erde sind." Eines dieser
Waffensysteme ist die
"Aurora". Die "Aurora" ist eine Verwirklichung der ESA-Pläne für das
Fluggerät "Sänger".
Die "Aurora" besteht aus einem Trägerflugzeug mit Pulser-Antrieb.
Dieses Trägerflugzeug
bringt einen bemannten Raumkreuzer (Transatmospheric Vehicle - TAV) in
geostationäre
Umlaufbahnen, welcher dort russische Satelliten zerstören soll. Der
Antrieb des
Raumkreuzers könnte aus einem Wasserstoffantrieb bestehen. Beim
Wasserstoffantrieb wird
Wasserstoffgas vor dem Ausstoß mit einem Nuklearreaktor erhitzt. Der
erfolgreiche Test
eines Raumfahrzeuges mit Wasserstoffantrieb wurde schon am 29.12.1980
in der Nähe von
Huffmann in Texas beobachtet. Ein anderes Raumkreuzer besteht aus einem
unkonventionellem Flugobjekt, welches die russische
Positionierungssatelliten in den polaren
Umlaufbahnen zerstören soll. Er hat an den Seiten zwei Halterungen an
denen nuklear
betriebene Röntgenlaser eingesetzt werden und in der Mitte eine
elektromagnetischen
Schienenkanone. Der erfolgreiche Test eines weiteren Waffensystems
wurde während der
Live-Übertragung eines US-Raumfähren-Fluges beobachtet. Mit diesem
System können
russische Raumkreuzer vom US-Stützpunkt Pine Gap in Australien aus mit
einer
Strahlenkanone abgeschossen werden. Wahrscheinlich ist es auch schon
längst möglich,
anfliegende russische Wiedereintrittskörper in der Endphase mit
Partikelstrahlen abzufangen.
Mit der Weiterentwicklung der Antriebe für Raumfahrzeuge wird man die
fliegenden
Kommando-Zentralen der Air-Force in den Boing-747-Flugzeugen
wahrscheinlich auch
schon durch weniger verwundbare Fahrzeuge ersetzt haben. Man kann
inzwischen auch die
Positionen der untergetauchten russischen Raketen-U-Boote in der
Barentsee zu bestimmen.
Mit dem HAARP-Projekt (High frequency activ auroral research program)
in Alaska konnte
man mit ELF-Wellen sogar unterirdische Bergwerksstollen sichtbar machen.
(vierter Teil von "die Geschichte der NATO")
Bei einer Rede gegenüber Kadetten einer US-Militärakademie empfahl
Reagan das Buch
seines Freundes Laurence Beilenson, welcher zu dem riesigen atomaren
Militärpotential
schrieb, daß "der Mensch alle Waffen benutzte, die er jemals erfand [.
. .] Man braucht kein
Wahrsager zu sein, um zu erkennen, daß ein Nuklearkrieg früher oder
später wahrscheinlich
ist."24 Auch US-Admiral Le Rocque, welcher früher an atomaren
Einsatzplanungen
teilgenommen hatte, urteilte: "Die Planer der USA sind überzeugt, daß
es früher oder später
zu Krieg zwischen den USA und der UdSSR kommt - und dieser Krieg wird
nuklear sein."25
Reagan schockierte die Weltöffentlichkeit mit einer versehentlich
aufgenommenen
Sprechprobe: "Liebe amerikanischen Landsleute, ich freue mich, Ihnen
sagen zu können, daß
ich ein Gesetz unterzeichnet habe, das Rußland für immer vogelfrei
erklärt. Wir beginnen in
fünf Minuten mit der Bombardierung."26 Viele spürten in den 80er
Jahren, daß es zum
Atomkrieg kommen sollte. Zu dieser Zeit gab es in der amerikanischen
Bevölkerung eine
tiefe Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit unter Jugendlichen. Fast alle
glaubten, daß es zum
Atomkrieg kommen würde, und daß sie selber ihn nicht überleben
würden.27 Auch Nigel
Calder, der Autor des Buches "Atomares Schlachtfeld Europa" war
pessimistisch. Aber es
kam nicht zum Atomkrieg. 1989, zu dem Zeitpunkt, an dem der Plan des
amerikanischen
Verdeidigungsministers Caspar Weinberger die nukleare Überlegenheit
über die UdSSR
vorsah, und zu dem Zeitpunkt an dem nach Robert C. Aldridge die USA die
Fähigkeit zum
entwaffnenden und unbeantwortbaren Erstschlag hatten, kapitulierte die
UdSSR vor dem
drohenden Atomkrieg. Denn selbst wenn manche amerikanischen Raketen
nicht mit Navstar-
Empfänger ausgestattet wären, und wenn der Beschuß von drei
Sprengköpfen auf einen
sowjetischen Silo nicht funktioniert hätte, mußte die sowjetische
Führung trotzdem
annehmen, daß die USA sich für den unbeantwortbaren Erstschlag für
fähig hielten. Reagan
hatte recht als er sagte, er habe soeben die letzte Seite der
Geschichte der UdSSR geschrieben.
Schon vor 1989 hatte die UdSSR Kapitulationsbereitschaft signalisiert.
Sie machte das
Angebot, die Zahl ihrer Mittelstreckenraketen in Europa auf die Zahl
der französischen und
britischen Mittelstreckenraketen zu reduzieren. Außerdem zog sie
Truppen aus den
Grenzstaaten zur NATO einseitig zurück. Mit solchen Rückzügen war das
militärische
Übergewicht der UdSSR in Europa nicht mehr vorhanden, so daß die UdSSR
den dritten
Weltkrieg auf keinen Fall mehr überstehen konnte. Die UdSSR ließ dem
amerikanischen
Geheimdienst CIA in Ungarn freie Hand. Springers BILD-Zeitung erreichte
über Österreich
viele DDR -Bürger, welche sich als Urlauber in Ungarn am Plattensee
aufhielten. Im Sommer
1989 waren viele DDR -Bürger am Plattensee, die dem Zwang zur
40-Jahrfeier der DDR
auswichen. Mit den westdeutschen Zeitungen konnten die DDR -Bürger dazu
gebracht
werden, über die deutsche Botschaft in Ungarn und über Österreich nach
Westdeutschland zu
flüchten. Sie wurden in Auffanglagern untergebracht, die die CIA
wahrscheinlich schon viel
früher vorbereitet hatte. Ungarn wurde durch die massenweise Flucht
gezwungen, die Grenze
zu öffnen. Die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten war damit
unwirksam
geworden. Ohne diese Grenze konnte die DDR dem Wirtschaftskrieg
Westdeutschlands keine
zwölf Monate widerstehen. Die DDR mußte bedingungslos kapitulieren und
wurde von
Westdeutschland übergeschluckt. Die UdSSR ließ zu, daß die Regierungen
der anderen
kleinen osteuropäischen Staaten gestürzt wurden, und daß diese Staaten
dann das Bündnis mit
der UdSSR verließen. Im Leitliniendokument des Nationalen
Sicherheitsrates der USA war
aber auch geplant, daß die USA in der Lage sein würden "es für die
Sowjetunion riskant zu
machen, ihre Interessen zu verfolgen, und zwar auch innerhalb des
sowjetischen
Kernlandes."28 So waren in der UdSSR selbst entscheidende Teile des
Militärs durch die
Drohung mit dem Atomkrieg gezwungen, sich zurückzuhalten, als die
kommunistische
Regierung gestürzt wurde, und die KPDSU entmachtet wurde. Die UdSSR
löste sich auf.
Schon 1962 auf dem Höhepunkt der Kuba-Krise war das Ende der UdSSR
Chruschtschow
bewußt geworden. Als er sich entschlossen hatte einzulenken, teilte er
den Mitregierenden
mit, daß Lenins Sache verlohren sei. Durch das Verhindern des
Weltkrieges durch die
Kennedy-Brüder und durch die versehentliche Entdeckung des EMP durch
die Amerikaner,
wurde das Ende der UdSSR nur um 28 Jahre hinausgeschoben.
Die USA bewiesen kurz darauf, daß sie die UdSSR sonst mit der Tötung
hunderttausender
Soldaten und mit globaler Umweltzerstörung durch Radioaktivität
beseitigt hätten: Nachdem
man die beiden kriegführenden Parteien Iran und Irak ausbluten ließ,
indem man beide mit
Waffen belieferte, vernichteten die USA durch einen schrecklichen Krieg
mit nachfolgender
Hungerkatastrophe die Industrie, die Infrastruktur und die Armee des
übrig gebliebenen Irak.
Die weit überlegen amerikanische Armee hatte nur 120 tote Soldaten
gegenüber 120 000 toten
irakischen Soldaten. Mit der Bewußtseinskontrolle durch die
Massenmedien konnte bei den
Völkern in den westlichen Industrieländern das Bewußtwerden über die
Hungerkatastrophe
im Irak verhindert werden, so wie im dritten Weltkrieg das Bewußtsein
über die Zustände in
der zerstörten UdSSR verhindert worden wären. Der Irak wurde zerstört,
weil er im dritten
Weltkrieg ein Verbündeter der UdSSR hätte sein können. Der persische
Golf ist für die USA
strategisch wichtig, weil sie das Öl brauchen, um einen Krieg längere
Zeit führen zu können.
So wie die UdSSR im dritten Weltkrieg Europa besetzt hätte, hätten die
USA die Länder am
Golf mit oder ohne ihrer Zustimmung besetzt. Durch den Golfkrieg
festigten die USA ihre
Position gegenüber Russland weiter und bauten ihre Macht aus. Zur
Vorbereitung wurde der
Kuwait wahrscheinlich vom MIK der USA gezwungen, dem Irak Geld zu
leihen. Der Irak
wären dann daraufhin gezwungen gewesen, den Kuwait zu besetzen, wenn er
nicht vor dem
Staatsbankrott stehen wollte. Die USA waren imstande, die UNO für den
Golfkrieg zu
mißbrauchen. Wie schon in den 50er Jahren im Korea-Krieg operierten die
amerikanischen
Streitkräfte unter der UNO-Flagge. Auch bei dem geplanten Krieg gegen
die UdSSR wollte
man sich schon früher offensichtlich eines solchen Deckmantels
bedienen. Im Dokument
"Grundmuster eines Krieges im Atomzeitalter- Studie für den Generalstab
des Heeres" vom
16.12.1948 steht unter Abschnitt 17: "[. . .] Der Krieg wird vermutlich
beginnen, nachdem die
Alliierten, die sich nach Ausbleiben der Zustimmung des
Sicherheitsrates gemäß den
Bestimmungen des Artikels 51 der UN-Charta zusammengeschlossen haben,
der UdSSR ein
Ultimatum gestellt haben, sich aus dem Iran zurückzuziehen. [. . .]"29
Im Golfkrieg wurde
deutlich, wie sehr die UNO zum bloßen Instrument der USA wurden.
Die Machthaber der USA wurden von ihrem Vorhaben nicht dadurch
abgebrach, daß die
Ölquellen im Kuwait voraussichtlich viele Jahre lang brennen würden.
Sie ließen sich nicht
davon abhalten, weil sie sogar auch 1398 Atomkrater neben den
Raketensilos in Sibirien
eingeplant hatten, um daß sowjetische Militärpotential zu zerstören.
Dies war tragbar
angesichts der politischen Ziele. Die vielen Atombombenversuche, die es
in den 50er Jahren
in der Atmosphäre gegeben hatte, zeigen ja auch, daß man sich nicht von
der Verschmutzung
der Atmosphäre durch Radioaktivität vom dritten Weltkrieg abhalten
gelassen hätte. Mit der
Bereitschaft, die Ölquellen Kuwaits möglicherweise mehrere Jahre
brennen zu lassen, wurde
noch etwas anderes bewiesen: Der kapitalistischen Gesellschaft ist es
unmöglich, von der
Energiepolitik abzukommen, mit der durch fossile Brennstoffe der
Treibhauseffekt und damit
möglicherweise das Ende der Menschheit verursacht wird.
Nach dem Sieg im kalten Krieg wurde der amerikanischen Gesellschaft
wieder eine
Demokratiemaske aufgesetzt. Die rechts-konservative Regierung wurde von
der liberalen
Clinton-Regierung abgelöst. Deutschland mußte dagegen wegen seiner
besonderen Lage eine
rechts-konservative Regierung behalten. Das Aufspalten des Ostblocks
und der
donminosteinartige Fall der Ostblockstaaten hatte nur mit
jahrzehntelangem Reden über die
sogenannte Wiedervereinigung in den Massenmedien funktioniert. Für die
sogenannte
Wiedervereinigung mußten die in 40 Jahren in Ostdeutschland gewachsenen
Wirtschaftsstrukturen vollkommen zerstört werden. Um dem Widerstand im
Osten
vorzubeugen, hatte man das Nazitum in Westdeutschland wie eine kleine
Glut durch Gesetze
und durch Polizeischutz gehegt und gepflegt. Zur sogenannten
Wiedervereinigung ließ man
diese Glut mit einer Steuerung durch die Massenmedien schnell zu einer
großen Flamme
werden. Die Ostbevölkerung konnte damit genauso eingeschüchtert werden,
wie die Leute
damals mit dem SA-Terror. Jugoslawien wurde zu einer Bedrohung für den
deutschen Staat.
Früher wurde das Tito-Jugoslawien als Spaltkeil gegen den Ostblock von
Westdeutschland
geschützt. Die kroatische Nationalistenbewegung wurde 1976 in
Deutschland verboten, um
die Integrität Jugoslawiens aufrecht zu erhalten. Jetzt, wo von den
Völkern der DDR und der
CSSR die totale Kapitulation verlangt wurde, wurde Jugoslawien zu einer
Gefahr für
Deutschland. Der jugoslawische Staat, der seine Staatsform behalten
hatte, und der kein
ausländische Kapital hinein ließ, hätte zum Vorbild für die Völker der
ehemaligen DDR und
der ehemaligen CSSR werden können. Trotz den Protesten in der ganzen
Welt setzt die
Regierung Westdeutschlands die Zersetzungspolitik gegen Jugoslawien
immer weiter fort.
Die westdeutschen Massenmedien verhinderten, daß der deutschen
Bevölkerung etwas von
den ausländischen Protesten bewußt wurde, erzeugte eine Kriegsstimmung
gegen Serben und
Rest-Jugoslavien und setzt Politiker für eine Politik gegen Serben und
Rest- Jugoslawien
unter Druck.
Das Leben der Menschen in der ehemaligen UdSSR ist nicht sicherer
geworden. Es ist
anzunehmen, daß die Militärs der USA immer noch planen, gegen Rußland
vorzugehen. Das
amerikanische Militär gibt sich mit der Verfassungsänderung in Rußland
nicht ab, denn es hat
in dieser Beziehung Erfahrungen gemacht: Als die Amerikaner im ersten
Weltkrieg im Kampf
gegen Deutschland eingriffen, wurde es für Deutschland aussichtslos.
Der deutsche Feldherr
Ludendorff verlangte darum die Kapitulation und eine
Regierungsumbildung.30 Das tat er,
weil er damit erreichen wollte, daß die Amerikaner den europäischen
Kontinent wieder
verlassen mußten. Er war sich bewußt darüber, daß er später immer noch
die Macht
zurückbekommen konnte. Er beteiligte sich am Kapp-Putsch und am
Hitler-Putsch in
München. Schließlich war es Hindenburg, der zweite mächtig Feldherr
Deutschlands im
ersten Weltkrieg, der Hitler zum Reichskanzler berief. Ludendorff
lernte als Feldherr alles
kennen, was ihm ein Bild über die Kriegsführung der späteren Jahrzehnte
machen konnte. Er
mußte sich übrigens schon am Ende des ersten Weltkrieges mit Sicherheit
über die
Möglichkeit des Bewegungskrieges in den folgenden Jahrzehnten bis hin
zum sogenannten
Blitzkrieg bewußt gewesen sein. - Das amerikanische Militär wird darum
einen Krieg mit
Rußland nie aus dem Auge verlieren, solange es die Rote Armee noch
gibt. Alte Dokumente
des amerikanischen nationalen Sicherheitsrates zeigen, wie heute
wahrscheinlich immer noch
über Rußland gedacht wird:
"NSC20/1-Memorandum No.20/1 der Nationalen Sicherheitsrates
(18.8.1948)",
Abschnitt V.3: "Wir sollten Sicherheitsvorkehrungen treffen, die
automatisch
gewährleisten, daß selbst ein nichtkommunistisches und nominell uns
freundlich
gesinntes Regime: a) keine starke militärische Macht besitzt; b)
wirtschaftlich in
hohem Maße von der Außenwelt abhängig ist; c) keine allzu große Macht
über die
wichtigsten nationalen Minderheiten ausübt; und d) Kontakten mit der
Außenwelt
nichts auferlegt, was dem Eisernen Vorhang ähnlich wäre. [...]"31
"NSC 20/4 23.11.1948", 22., Kriegsziele: "[. . .] c) eine Garantie, daß
jedes politische
Regime oder die Regime, die in der Folge des Krieges auf traditionell
russischem
Territorium existieren könnten: (1) keine ausreichende Militärmacht
besitzen, um
einen Angriffskrieg zu führen; (2) Kontakten mit der Außenwelt keinerlei
Beschränkungen auferlegen, die in irgendeiner Weise an den
gegenwärtigen Eisernen
Vorhang erinnern; [. . .]"32
Der Golfkrieg hatte gezeigt, daß solche Ziele auch durchgesetzt werden.
Die vielen Kriege in
der ehemaligen UdSSR sind auf eine Zersetzungspolitik zurückzuführen,
wie sie Deutschland
gegen Jugoslawien durchführt. Dies wäre dann eine Fortführung von dem,
was USAußenminister
J.F. Dulles einmal sagte:
"Man muß die Sowjetunion von innen zersetzen [. . .] Das Gefüge der
zahlreichen
verschiedenen, in der Sowjetunion vereinten Stämme muß zum Bersten
gebracht
werden."33
Wie die Militärs der USA heute die NATO-Osterweiterung verstehen, wurde
schon früher in
einem NSC-Dokument erklärt:
"NSC20/2-Memorandum No.20/2 des Nationalen Sicherheitsrates
(25.8.1948)",
Abschnitt C.3: Der "Bedarf an starken US-Truppen als Mittel der
Ermutigung (!) für
die Völker Westeuropas [. . .] entfällt wahrscheinlich nicht einmal
dann, wenn das
gegenwärtige Sowjetregime ein Ende gefunden hat."34
Aber der eigentliche Grund für die Gefahr des dritten Weltkrieges sind
nicht die Pläne der
Militärs. Der Grund für die Gefahr besteht darin, daß der MIK nur mit
großen Kriegen auch
große Gewinne macht. Die Vorläufer des heutigen MIK in den USA machten
riesige Gewinne
mit dem ersten und mit dem zweiten Weltkrieg. Der Vietnam-Krieg und der
Golf-Krieg
waren nur dazu geeignet, ein wenig Dampf abzulassen. Die geheime
Regierung als Kopf des
MIK hat nur noch darüber zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt
ist. Der ehemalige
Geheimdienstagent Milton William Cooper hatte Einblick in Dokumente, in
denen Jahre
vorher schon das Datum des Krieges der USA am Golf festgelegt war.
Cooper soll auch
behaupten, daß der dritte Weltkrieg schon beschlossene Sache ist, wobei
er das Datum jedoch
nicht weis.35
Es darf auch nicht beruhigen, wenn die Massenmedien ihr Feindbild von
der UdSSR zum Irak
gewechselt haben. Die Massenmedien brauchen immer irgendein Feindbild,
um den
Konformitätsdruck aufrechtzuerhalten. Eine Gesellschaft, in welcher um
seiner selbst willen
Konformitätsdruck ausgeübt wird, bezeichnet man als Faschismus. Dieser
Faschismus in den
Industrieländern hat zu den Boykottmaßnahmen und zu einem großen Leiden
des irakischen
Volkes geführt. Wenn die mächtigen Kräfte des MIK zu dem großen Krieg
mit Rußland
drängen werden, werden die Massenmedien ihr Feindbild wieder sehr
schnell nach Rußland
wechseln.
Bei dem kommenden militärischen Konflikt, bei dem Rußland noch weiter
zerstört werden
soll, ist die Lage für Rußland viel schwieriger geworden. Trotz dem
Bestehen auf die
Neutralität des vereinten Deutschlands konnte die damalige sowjetische
Führung das
dramatische Verschieben des Kräftegleichgewichts nicht verhindern. Die
Westgrenze, an der
Rußland sich zu verteidigen hat, ist durch die Auflösung des Warschauer
Paktes um 600 bis
1300 Kilometer nach Osten verschoben worden. Der ehemalige Schutzgürtel
von verbündeten
Staaten wird durch die NATO-Osterweiterung zur Schlinge um den Hals.
Die Ostseeflotte hat
ihre meisten Stützpunkte verloren. In Fernost droht Rußland der Verlust
der Kurilen-Inseln,
womit die U-Bootflotte keinen ungehinderten Zugang mehr zum Pazifik
hat. Wie weit das
Kräfteverhältnis aus dem Gleichgewicht geraten ist, zeigen die neuen
Verhältnisse der Zahlen
von Panzern. Laut dem KSE-Abkommen konnte der Warschauer Pakt noch
zusammen 20.000
Panzer haben. Der Vertrag von Taschkent sah vor, daß die russische
Föderation von diesen
20.000 Panzern nur noch 6.400 besitzen darf. Würden Polen, die
Tschechische Republik,
Ungarn und die Slowakei in die NATO aufgenommen werden, hätte die NATO
4.000 Panzer
mehr. Damit hätte die NATO eine drei- bis vierfache Überlegenheit.
Ähnlich liegen die
Verhältnisse bei Kampfflugzeugen, Artillerie usw.36 Bei einem
Großangriff gegen Rußland
eignen sich die ehemaligen Ostblockstaaten noch nicht als Hilfstruppen
für die NATO, weil
die Völker dieser Staaten viele Jahre mit Rußland befreundet waren. In
diesen Ländern
werden aber immer mehr Massenmedien konsumiert, die ihre Besitzer in
Westdeutschland
haben. Es wird nicht mehr lange dauern, bis dort das Bewußtsein der
Menschen von
Westdeutschland aus kontrolliert wird, wie es schon in Ostdeutschland
geschehen ist. Wenn
es erst einmal so weit ist, werden die Menschen in den neuen NATO
-Länder für den Krieg
sehr schnell umgedreht werden können. Um die Bevölkerung Deutschlands
gegen den
ehemaligen Verbündeten Irak aufzuhetzen, hatte die Massenmedien nicht
einmal eine Woche
gebraucht.
Quellennachweis zum Kapitel "die Geschichte der NATO":
die Nachkriegszeit
1. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?;
Amerikanische Kriegspläne
gegen die UdSSR; Eine Dokumentation, Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1980,
ISBN 3-7609-0546- 3.
2. Lorenz Knorr: NATO Geschichte - Strategie - Atomkriegsplanung,
Verlag Marxistischer Blätter,
Frankfurt am Main 1985
3. Peter Pringle / William Arkin: SIOP . Der geheime Atomkriegsplan der
USA, Verlag J.H.W. Dietz
Nachf. GmbH, Berlin-Bonn 1985
("S.I.O.P.-The Secret US Plan for Nuclear War", published 1983 at W.
W.Norton & Company, New
York/London, and Georg J. McLeod Limited, Toronto)
4. Nigel Calder: Atomares Schlachtfeld Europa, Report über die
Wahrscheinlichkeit eines
Atomkrieges in den 80er Jahren, 1981 (über die sowjetische Strategie in
Europa: Seite 63 bis 66)
(The authentic english title is unknown. The german title is: "Europe
the nuclear battlefield - a report
about the probability of a nuclear war in the eighties")
5. Knorr: NATO, a.a.O.
6. Geheimgesellschaften von Jan van Helsing, Ewertverlag 1993, ISBN
3-89478-069-X
7. Geheimgesellschaften von Jan van Helsing (Seite 99)
8. Geheimgesellschaften von Jan van Helsing
9. Die Faschismusskala ist ein Begriff aus der Psychoanalyse.
Parlamente ordnen sich weltweit
automatisch nach der Faschismusskala. Siehe dazu Theodor W. Adorno:
Studien zum autoritären
Charakter.
("The authoritarian personality")
10. Greiner/Seinhaus, a.a.O.
11. Peter Pringle / William Arkin: SIOP . Der geheime Atomkriegsplan
der USA, Verlag J.H.W. Dietz
Nachf. GmbH, Berlin-Bonn 1985 (Seite 34 bis Seite 39)
12. Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles : Alternative 3
, Edition Pandora, Sonnenbichl
12, 86971 Peiting, ISBN 3-89539-288-x
(Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles:"Alternative 3",
Warner Books, A Division of
Little, Brown and Company (UK) Limited, Brettenham House, Lancaster
Place, London WC2E 7EN,
ISBN 0 7515 1009 2
Little, Brown and Company (UK) Limited, P.O. Box 11, Falmouth, Cornwall
TR10 9EN, Fax No. 0326
376423)
Die Kuba-Kriese
1. Zitat von McNamara in einem Beitrag von Robert Scheer in dem Buch
Militärmacht Sowjetunion.
Politik, Waffen und Strategie von Alfred Mechtersheimer und Peter
Barth, Luchterhand Verlag 1985.
Der Beitrag von Robert Scheer ist dort in dem Kapitel "Ist die
Sowjetunion stärker geworden?" auf
Seite 231/232. Die Quelle dazu ist: The Declining Strenght of the
Soviets (Interview mit Robert Scheer
), The Guardian, 9. 8. 1982
(Interview with Robert Scheer in "The Guardian" at August 9th 1982:
"The Declining Strenght of the
Soviets")
2. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel. Reagan und
der begrenzte Atomkrieg,
Kindler Verlag 1983
("With enough Shovels. Reagan, Bush and Nuclear War", Random House, New
York 1982)
3. McNamara in einem Beitrag von Robert Scheer in dem Buch Militärmacht
Sowjetunion, a.a.O.
(Interview with Robert Scheer in "The Guardian" on August 9th 1982:
"The Declining Strenght of the
Soviets")
4. Desmond Ball, Targeting for Strategic Deterrence, in: Adelphi
Papers, 185/1983, S.12
5. Bernd Greiner:Kuba Krise, 13 Tage im Oktober: Analysen, Dokumente,
Zeitzeugen DELPHI
POLITIK 1988, ISBN 3-89190-956-X
6. Bernd Greiner: Politik am Rande des Abgrunds? Die Außen- und
Militärpolitik der USA im
Kalten Krieg, Distel Verlag 1986
7. Greiner: Kuba-Krise, a.a.O
8. Nigel Calder: Atomares Schlachtfeld Europa, Report über die
Wahrscheinlichkeit eines
Atomkrieges in den 80er Jahren (Seite140)
9. Nigel Calder: Atomares Schlachtfeld Europa (Seite 141)
Die Jahrzehnte unter der Einwirkung der Entdeckung des EMP
1. (über den EMP) Reinhard Breuer und Hans Lechleitner: Der lautlose
Schlag; das Buch von dem sich
das Pentagon wünscht, daß es nie erscheinen möge, Meyster Verlag 1982,
ISBN 3-7057-8120-0
2. Peter Pringle / William Arkin: SIOP . Der geheime Atomkriegsplan der
USA, Verlag J.H.W. Dietz
Nachf. GmbH, Berlin-Bonn 198
3. The Hydrogen Bomb Homepage, Internetadresse:
http://www.tlio.demon.co.uk/hbomb.htm , E-Mail-
Adresse: tony@gaia.org
4. Dieter S. Lutz: Lexikon Rüstung, Frieden, Sicherheit, 1987
5. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himme (Seite
139/140/176/177)
6. Breuer und Lechleitner: Der lautlose Schlag, a.a.O.
7. Alfred Mechtersheimer: Zeitbombe NATO, Auswirkungen der neuen
Strategie, Eugen Diederichs
Verlag 1984 (Seite 125)
8. Pringle/Arkin: SIOP , a.a.O.
9. Mark Lane: Warum mußte John F. Kennedy sterben?
(The authentic english title is unknown. The german title is: "Why had
John F. Kennedy to die?")
10. Ulrich Bauckhage: Vietnam - Die Sinnlosigkeit des modernen Krieges,
Thales Verlag, Essen 1991,
ISBN-3-88908-577-6
Der zweite Anlauf zum dritten Weltkrieg
1. CIA in Westeuropa von Günter Neuberger/Michael Opperskalski mit
einer Einleitung von Philip
Agee, Lamuv Verlag 1982, Martinstraße 7, 5303 Bornheim-Merten,
ISBN-3-921521-59-9
2. Geheimgesellschaften von Jan van Helsing, Ewertverlag 1993, ISBN
3-89478-069-X
3. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel
4. Pringle/Arkin: SIOP , a.a.O.
5. Hans-Jürgen Schulz: Auf dem Weg zum Atomkrieg, US-amerikanische
Militärstrategie, isp-Verlag,
Postfach 111017, Frankfurt 1985, ISBN 3-88332-102-8 (Seite 103)
6. Mechtersheimer: Zeitbombe NATO, Seite 63
7. Hans-Jürgen Schulz: Auf dem Weg zum Atomkrieg
8. In der Zeitschrift The Nation erschien am 19.Juni 1982 ein Artikel
von Murray Waas über die CIAGelder
für Springers Medienimperium. Der Autor dieses Artikels hat dafür
dokumentarische Beweise
und Interviews mit ehemaligen hochrangigen CIA-Offizieren. Dieser
Artikel ist abgedruckt in dem
Kapitel "Herr Springer, klagen Sie!" in:
CIA in Westeuropa von Günter Neuberger/Michael Opperskalski mit einer
Einleitung von Philip
Agee, Lamuv Verlag 1982, Martinstraße 7, 5303 Bornheim-Merten,
ISBN-3-921521-59-9
(The newspaper article from Murray Waas in "The Nation" at June 19th
1982)
9. Sehr aussagekräftig sind die Schlagzeilen der BILD-Zeitung in dieser
Zeit. Manche dieser Schlagzeilen
sind in Günter Wallraffs "Bilder Buch" abgedruckt. Die BILD-Zeitung ist
Springers wichtigste Zeitung.
- Günter Wallraffs Bilderbuch, Steidl Verlag 1985
10. Theodor W. Adorno: Studien zum autoritären Charakter a.a.O.
11. Alfred Mechtersheimer und Peter Barth: Den Atomkrieg führbar und
gewinnbar machen?
Dokumente zur Nachrüstung, Band 2, Rowolt Taschenbuch Verlag 1983,
980-ISBN 3-499-15247-9
(Seite 96)
12. US-Präsident Reagan in seiner Rede vom 18.5.1981
(Ronald Reagan's speech at May 18th 1981)
13. Mechtersheimer: Den Atomkrieg führbar und gewinnbar machen? (Seite
60)
14. Mechtersheimer: Den Atomkrieg führbar und gewinnbar machen? (Seite
65/66)
15. Mechtersheimer: Den Atomkrieg führbar und gewinnbar machen? (Seite
70)
16. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel (Seite 62)
17. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel (Seite 16)
18. Hans-Jürgen Schulz: Auf dem Weg zum Atomkrieg (Seite 33)
19. Mechtersheimer: Den Atomkrieg führbar und gewinnbar machen (Das
Leitlinien-Dokument auf
Seite 82 aus dem Wortlaut des New York Times-Berichtes vom 31. Mai 1982)
20. Über die Zielliste im Handbuch für amerikanische Bomberpiloten
"Nuclear Yield Requirements": Stern
6/1970 (27.1.-2.2.1970) Seite 170/171: Bomben auf Kiel
(The secret target list for american bomber pilots: "Nuclear Yield
Requirements")
auch bei Günter Neuberger/Michael Opperskalski: CIA in Westeuropa, a.a.O
21. Mechtersheimer: Zeitbombe NATO (Seite 32 bis 45 AirLand Battle und
Field Manual FM-100-5)
22. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel (Seite 19 und
Seite 29)
23. Robert C. Aldridge : Erstschlag ! Die Strategie des Pentagon für
den Atomkrieg, Werkhaus-Verlag,
München 1984, ISBN 3-924228-02-7
(" FIRST STRIKE ! The Pentagon's Strategy for Nuclear war" bei South
End Press, Boston)
24. Robert Scheer : Und brennend stürzen Vögel vom Himmel (Seite 180)
25. Hans-Jürgen Schulz: Auf dem Weg zum Atomkrieg (Seite 33)
26. Robert C. Aldridge : Erstschlag ! a.a.O. (Seite IV)
27. Robert C. Aldridge : Erstschlag ! a.a.O. (Epilog)
28. Das Leitliniendokument in: Den Atomkrieg führbar und gewinnbar
machen? von Alfred
Mechtersheimer a.a.O.
29. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?,
a.a.O. (Dokument 19)
30. Sebastian Haffner: Die deutsche Revolution 1918/1919 (Seite 13),
Knaur-Verlag 1991, ISBN-3-426-
03813-
31. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?,
a.a.O. (Dokument 16 auf Seite
146)
32. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?,
a.a.O. (Dokument 18 auf Seite
161)
33. Lorenz Knorr: NATO Geschichte - Strategie - Atomkriegsplanung,
a.a.O. (Seite 93)
34. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?,
a.a.O. (Dokument 17 auf Seite
152)
35. Geheimgesellschaften von Jan van Helsing, Ewertverlag, ISBN
3-89478-069-X
36. Zeitschrift Konkret, 11/95, Rühe gegen Restrußland von Oliver
Tolmein
Kapitel 6
Die Massenmedien
Hier wird eine Ausgabe der Zeitschrift "Informationen zur politischen
Bildung"1 von der
Bundeszentrale für politische Bildung behandelt, welche die
Massenmedien ausführlich zu
beschreiben versucht. Diese Ausgabe spiegelt viele typische Vorstellung
der Allgemeinheit
über die Massenmedien wieder.
Im ersten Teil der Zeitschrift werden die Aufgaben der Massenmedien
beschrieben, welche
die Massenmedien in der demokratischen Gesellschaft haben sollten. Dann
werden die
Funktionen der Massenmedien zur Information, zur Meinungsbildung und
zur Kontrolle auf
das parlamentarische Regierungssystem beschrieben. Es wird sich dann
kritisch mit der Frage
auseinandergesetzt, ob die Massenmedien diese Funktionen überhaupt
erfüllen. Als Antwort
darauf werden Autoren zitiert, welche starke Zweifel an der Erfüllung
dieser Funktionen
aufsteigen lassen. Der zweite Teil der Zeitschrift blickt auf die
Geschichte der Presse zurück
und beschreibt die rechtliche Stellung der Presse in der heutigen
Gesellschaft. Der dritte Teil
zeigt einen ausführlichen Überblick über die Presselandschaft von 1985.
Der vierte Teil
beschreibt die Arbeitsweise der Nachrichtenagenturen. Der fünfte Teil
beschreibt die
rechtliche Situation und die Strukturmerkmale der Rundfunkanstalten und
setzt sich mit den
Fernsehprogrammen auseinander. Der Schlußteil der Zeitschrift behandelt
die Arbeitsweise
der Journalisten. Die Aussagen der Zeitschrift beruhen auf das Anführen
von Tatsachen, auf
Beobachtungen, auf Forschungsergebnisse und auf Lehrmeinungen von
Autoriäten.
Quellennachweis
1. Informationen zur politischen Bildung Nr. 208 (1985), Massenmedien
I, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung
(BpB), Berliner Freiheit 7, 53111 Bonn.
Die Journalisten
Im einem Kapitel über die Journalisten in der Zeitschrift "Massenmedien
I" (Kapitel VII) wird
geschrieben, daß die überwiegende Mehrheit der Journalisten (83%) ihren
Berufsweg bei der
Presse beginnen. Das Motiv für die Wahl des Journalismusberufs seien
konkrete politische
Anliegen, das Streben nach gesellschaftlichem Einfluß und
gesellschaftliche Privilegierung.
Die Autoren schreiben, die Journalisten hätten eine publizistische
Macht, welche im
Widerspruch zu der ihnen zuerkannten Rolle stehen könnten. Diese Macht
hätten aber nur
wenige Journalisten. Die meisten befänden sich in Positionen, in denen
sie wenig Gelegenheit
hätten, eine "teilnehmende politische Rolle" zu spielen. Die Autoren
der Zeitschrift
"Massenmedien I" schreiben, die Journalisten hätten ein schlechtes
Image in der Bevölkerung.
Dies sei aber nur auf einzelne Wichtigtuer unter den Journalisten
zurückzuführen, während
die meisten Journalisten einen ganz normalen Beruf in einer nüchternen
Arbeitsatmosphäre
ausüben würden. Die Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I" schreiben,
die Journalisten
organisierten sich in verschiedenen Verbänden und Gewerkschaften. Die
Autoren erwähnen
auch, es gebe Bemühungen, alle in den Medien tätigen Arbeiter und
Angestellte - von der
Sekretärin bis zum Setzer, vom Layouter bis zum Ressortleiter, von der
Cutterin bis zum
Kameramann - in einer großen Mediengewerkschaft zu vereinigen.
Alle in den Medien arbeitenden sind heute tatsächlich in der
Gewerkschaft IG Medien
vereinigt. Diese Tatsache wirft ein Licht auf den Journalismus und
zeigt, was das eigentliche
Wesen des Journalismus ist. Die bei den Medien beschäftigten haben alle
gemeinsam, daß sie
für die Werbung arbeiten. Auf den Gewerkschaftsversammlung der IG
Medien ist daher alle
Werbungshersteller vertreten: Vom Drucker, der Etiketten für Aldi-
Dosen herstellt, bis zum
Fernsehansager beim Rundfunk. Die Mitglieder der Gewerkschaft IG Medien
sehen keinen
großen Unterschied in den verschiedenen Formen der Werbung. Als äußerer
Betrachter kann
man jedoch zwei Arten von Werbung unterscheiden. Die erste Art von
Werbung ist die
Werbung für Konsumartikel: Die Wirtschaftsreklame. Die zweite Art von
Werbung ist die
Werbung für politische oder kulturelle Forderungen, Ideale usw: Die
Propaganda. Alle bei
den Medien tätigen haben gemeinsam, daß sie Werbung publizistisch
verbreiten. Nur sehr
zahlungskräftige Leute könne Kunde einer Werbeagentur oder einer
Druckerei sein. Für die
Mitarbeitern bei den Medien ist es kein großer Unterschied
Wirtschaftsreklame oder
Propaganda herzustellen. Die Kunden bei den Druckereien, Werbeagenturen
usw
unterscheiden sich jedoch in ihrer Finanzkraft. Diejenigen, welche sich
Werbung für
Konsumartikel (Wirtschaftsreklame) herstellen lassen, gehören oft noch
zum Mittelstand. Es
sind Unternehmer, welche es noch nötig haben, mit dem Verkauf von
Produkten Gewinn zu
machen. Diejenigen jedoch, welche sich Werbung für politische oder
kulturelle Forderungen,
Ideale (Propaganda) herstellen lassen, sind viel finanzkräftiger. Sie
zielen mit der Propaganda
auf keinen Geldgewinn ab, weil sie sowieso schon steinreich sind. Diese
Kunden der
Druckereien, Werbeagenturen usw gehören oft schon der Klasse des
Großbürgertums (der
Bourgeoisie) an. Anstelle von Profit erzielen sie mit der Propaganda
Machtzuwachs. Die bei
den Medien tätigen Arbeiter und Angestellte haben das Recht, mit der
Gewerkschaft IG
Medien für die Durchsetzung höhere Arbeitslöhne, für mehr Urlaubstage
usw zu kämpfen.
Entgegen den allgemeinen Erwartungen steht jedoch niemals zur Debatte,
auf inhaltliches der
publizistisch verbreiteten Werbung Einfluß zu nehmen. Die bei den
Medien beschäftigten
haben auch gar nicht das Anliegen, auf das inhaltliche der
publizistisch verbreiteten Werbung
Einfluß zu nehmen. Das wird deutlich, wenn die Mitarbeiter der nach
außen hin in Rivalität
stehenden Verlagshäuser Springer und Gruner & Jahr in Hamburg sich
gemeinsam an den
Weihnachtsfeiern beteiligen. Zu den Leuten, die bei den Medien tätig
sind gehören die
Journalisten. Die Journalisten haben viel mehr Ähnlichkeit mit den
Herstellern von
Wirtschaftsreklame, als allgemein angenommen wird. Der Wert der von den
Journalisten
hergestellten Werbung ist jedoch viel höher, als der Wert der
Wirtschaftsreklame. Bei der
Gewerkschaft IG Medien begegnen sich Drucker und Fernsehansagerinnen,
wobei ein
Drucker ein Monatsgehalt von 2000 DM hat, und die Fernsehansagerin ein
Monatsgehalt von
40 000 DM hat. Dieser große Gehaltsunterschied hat seinen Grund darin,
daß die Propaganda
der Fernsehansagerin machtpolitischen Einfluß hat. Diese Propaganda muß
eine viel höhere
Qualität haben, weil Kriege damit entschieden werden. Das eigentliche
Wesen der
Journalisten kann man erkennen, wenn sie sich herablassen, um anstelle
von Werbung für
politische oder kulturelle Forderungen, Ideale usw Werbung für
Konsumartikel machen. Die
Talkmasterin Ilona Christensen von RTL macht z.B. gelegentlich Werbung
für das
Waschmittel Ariel, wobei sie für ihre Interviews mit Kamera- und
Mikrofonträgern von
Haustür zu Haustür zieht. Auch für das Waschmittel Visir wurde schon
auf diese Weise
Werbung gemacht, weil der Anblick des Kamerateams die Zuschauer an
Magazin-Sendungen
wie "Monitor" und "Report" erinnert, mit denen man bei den Zuschauern
eine hohe
Glaubwürdigkeit erreicht hat. Somit werden Mittel aus der hochwertigen
Propaganda
genommen, um für weniger wichtige Konsumartikel zu werben.
Zur Zeit des Golfkrieges konnte man deutlich sehen, wie sehr
Wirtschaftsreklame und
Propaganda miteinander zusammenhängen. Zu Beginn des Krieges hatte die
Friedensbewegung die sehr mächtige Parole "Kein Blut für Öl". Um dieser
Parole die Macht
zu nehmen, beauftragten Kuwaiter ein New Yorker Unternehmen, welches
sowohl Werbung
für Konsumartikel, als auch Werbung für politische oder kulturelle
Forderungen, Ideale usw
macht. Das New Yorker Unternehmen gab der Tochter des kuwaitischen
Botschafters, welche
aus der Scheichfamilie stammt, Schauspielunterricht. Vor der Kamera
spielte sie dann eine in
Tränen aufgelöste kuwaitische Krankenschwester, welche mit
schluchsender Stimme
berichtete, irakische Soldaten hätten in einem Krankenhaus alle
Kleinkinder aus den
Brutkästen genommen. Diese glatte Lüge wurde dann weltweit in den
Nachrichtensendungen
ausgestrahlt. Diese Propaganda hatte einen vollen Erfolg. Von diesem
Zeitpunkt fühlten sie
die meisten gezwungen, sich mit der aggressiven amerikanischen
Militärpolitik zu
identifizieren, und der Parole "Kein Blut für Öl" war vollkommen die
Macht genommen
worden. Später machte das New Yorker Untenehmen Eigenwerbung, indem es
mit dieser
erfolgreichen Aktion prahlte. Die Filmaufnahmen des
Schauspielunterrichtes waren dann
später auch im TV zu sehen. Dabei konnte man sehen, wie die Tochter des
kuwaitischen
Botschafters öfter wiederholend übte, weinend in die Kamera zu sprechen.
Alle Nachrichtensprecher bei den Fernsehanstalten müssen eine
Schauspielerausbildung
haben. Damit soll erreicht werden, daß die Zuschauer ihnen nicht
ansehen können, wenn sie
die vorgetragene Propaganda selber nicht glauben. Um die restlichen
Zweifel bei den
Zuschauern zu zerstreuen, läßt man die Nachrichten neuerdings von zwei
verschiedenen
Schauspielern vortragen, die am Schluß der Sendung von eine lockere
Unterhaltung
miteinander führen sollen. Dies kann nur von professionellen
Schauspieler gemacht werden.
Es wird damit erreicht, daß ein gutes Arbeitsklima vorgetäuscht wird,
denn der Zuschauer
weiß, daß der Zwang zu lügen ein schlechtes Arbeitsklima erzeugen
würde. Bei manchen
Lügen, bei denen die Nachrichtensprecher noch in die Kamera schauen
können, hätten sie
eigentlich einen Applaus für die schauspielerische Leistung verdient.
Die
Nachrichtensprecherinnen üben auch ein eiskaltes "Pokerface" (der
ausdruckslose
Gesichtsausdruck eines Pokerspielers) zu behalten, für den Fall, daß
bei der Regie etwas nicht
funktioniert. Sie behalten dann das "Pokerface" selbst dann noch, wenn
hinter ihrem Rücken
etwas zerklirrt, zerscheppert oder zerkracht. Die
Nachrichtensprecherinnen mit
Schauspielerausbildung wirken wie Prostituierte. Während die
Prostituierten aus den
Bordellen es jedoch weit von sich weisen, mehr als nur ihren Körper zu
verkaufen, können die
Nachrichtensprecherinnen mit der Schauspielerausbildung das nicht tun.
Merkwürdigerweise
haben die Nachrichtensprecherinnen aber ein viel höheres Ansehen in der
Bevölkerung als die
Prostituierten.
Es kommt öfter vor, daß prominente Sportler, Filmschauspieler usw
Wirtschaftsreklame für
Konsumartikel machen. Da die Wirtschaftsreklame minderwertigere Werbung
ist, ist für die
meisten Zuschauer klar, daß diese Prominenten in Wahrheit gar nicht von
dem Konsumartikel
überzeugt sein müssen. Viele wissen, daß diese Prominenten gar nicht
ernst genommen
werden wollen. Die Beteiligten an der hochwertigen Werbung für
politische oder kulturelle
Forderungen, Ideale usw (Propaganda) wollen meistens ebenfalls gar
nicht ernst genommen
werden. Genauso wenig, wie ein Drucker für die von ihm hergestellte
Wirtschaftswerbung
verantwortlich gemacht werden will, genauso wenig will er für die von
ihm hergestellten
Wahlplakate verantwortlich gemacht werden. Das Publikum der
Massenmedien nimmt die
Journalisten aber ernst, weil über das eigentliche Wesen des
Journalismus sehr wenig bekannt
ist. Die Fernsehjournalisten gewöhnen sich an diesen Mißstand. Diese
unwürdigen
Verhältnisse, in denen sich die Fernsehjournalisten befinden, können
bewirken, daß die
Betroffenen darüber nicht weiter nachdenken wollen und alles damit in
Zusammenhang
stehende verdrängen. Und so könnte es kommen, daß die
Fernsehjournalisten sich doch mit
ihrer Propaganda identifizieren. Die Fernsehansagerinnen mit
Schauspielerausbildung sehen
sich außerdem als Star und möchten von ihrem Publikum geliebt werden.
Sie wären darum
beleidigt, wenn man sie als bezahlte Meinungsmacher bezeichnen würden,
weil sie ihre wahre
Rolle verdrängt haben und sie nicht mehr wahrnehmen können.
Das wirkliche Wesen des Journalismus wird auch an der Person von
Ullrich Meyer deutlich.
Er ist mit seiner Sendung "Akte 97 / Reporter decken auf"
Fernsehjournalist bei SAT I.
Ullrich Meyer ist typisch für einen Fernsehjournalisten, denn er
arbeitet auch gelegentlich als
Schauspieler in Spielfilmen. In solchen Spielfilmen spielt er dann
dieselbe Rolle, die er schon
in seiner Magazin-Sendung "Akte 97 / Reporter decken auf" spielt. Er
stellt dort nämlich auch
einen Fernsehreporter dar. An Ullrich Meyer werden drei elementare
Eigenschaften der
Fernsehjournalisten deutlich: 1. Sie sehen keinen Widerspruch zu ihrem
Beruf, indem sie als
Schauspieler arbeiten; 2. Sie wollen in Wahrheit für ihre Propaganda
gar nicht ernst
genommen werden; 3. Um ihre Propaganda publizistisch zu verbreiten,
bedienen sie sich der
Werbung, denn der Name von Ullrich Meyers Sendung "Reporter decken auf"
ist
Eigenwerbung.
Es mag sein, daß das Motiv für die Wahl des Journalismusberufs konkrete
politische Anliegen
und das Streben nach gesellschaftlichem Einfluß ist, so wie die Autoren
der Zeitschrift
"Massenmedien I" es im Kapitel VII dieser Zeitschrift (Die
Journalisten) schreiben. Mit der
Arbeitsaufnahme in diesem Beruf müssen die Journalisten jedoch
erkennen, daß sie in erster
Linie ihrem Chef gegenüber verpflichtet sind. Sie haben in ihrem Beruf
keinen wirklich
eigenen Einfluß. Sie sind auch nicht verpflichtet, die Wahrheit zu
verbreiten. Für sie zählt der
Eindruck, den ihr Chef beim Publikum erzielen will. Zu dieser Aufgabe
gehört es dann auch,
dafür zu sorgen, daß das spezielle Publikum der Zeitung oder der
Magazin-Sendung den
Medien auch weiterhin zuhört. Für diesen Zweck müssen die Journalisten
dann ab und zu
kleine Teile Wahrheiten bringen, die dieses speziellen Publikum
ansprechen. Die Journalisten
sollen diesem Publikum aber nie die ganze Wahrheit mitteilen, denn sie
sind diesem
Publikum gegenüber gar nicht in erster Linie verpflichte.
Die Meinungsbildungsfunktion
Auf Seite 1 der Zeitschrift "Massenmedien I" wird kurz erwähnen, daß
die Massenmedien in
der Bundesrepublik zum Teil aus privatwirtschaftlicher Presse bestehen.
Den Autoren zufolge
sei eine Funktionen der Massenmedien, an der Meinungsbildung
mitzuwirken. Die Autoren
sind der Überzeugung, Fragen von öffentlichem Interesse könnten in
freier und offener
Diskussion erörtert werden. Sie hoffen, daß im Kampf der Meinungen das
Vernünftige die
Chance habe, sich durchzusetzen. Es wird eingeräumt, daß die Meinungen
der einzelnen
Bürger, die beispielsweise in politischen Gesprächen formuliert werden,
nicht in erster Linie
aufgrund von Wirklichkeitserfahrung zustande kommen. Sie kämen aufgrund
von
Wirklichkeitsvermittlung durch die Massenmedien zustande. Die Autoren
der Zeitschrift
"Massenmedien I" behaupten, die Vertreter von Mehrheiten in der
Gesellschaft der
Bundesrepublik (im Parlament vertretene Parteien, Gewerkschaften und
andere starke
Organisationen) hätten gute Aussichten, am Meinungsbildungsprozeß
teilzunehmen. Dagegen
fänden die Vertreter von Minderheiten wenig Beachtung in den
Massenmedien und wären
darum am Meinungsbildungsprozeß benachteiligt.
In den Ausführungen der Zeitschrift "Massenmedien I" wird nicht
berücksichtigt, welchen
Einfluß eine kleine aber sehr mächtige Minderheit auf die
Meinungsbildung hat: die
Bourgeoisie. Die Bourgeoisie, und besonders das Finanzkapital, hat eine
vollkommene
Kontrolle über die Presse. Kein bedeutender Zeitungsverlag konnte ohne
das Startkapital
gegründet werden, welches von den Banken zur Verfügung gestellt wird.
Aber auch nach der
Gründung bleiben die Zeitungsverlage von den Banken abhängig, denn das
Herstellen von
Zeitungen ist ein sehr unsicheres Geschäft. Die Verleger müssen sich
mit den Banken gut
stehen, wenn diese gelegentlich für die Weiterexistenz des Verlages mit
ihren Krediten
einspringen sollen. Das Finanzkapital steht damit in einer großen
Machtposition. Es braucht
niemals zulassen, daß etwas in den Zeitungen steht, welches gegen seine
Interessen ist. Diese
Abhängigkeit wird jedoch von fast niemandem erkannt, und so wird die
Presse auch von den
restlichen Massenmedien als das entscheidende Forum zur Meinungsbildung
betrachtet. Die
öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten lassen die Presse z.B. in
Sendungen wie "Presseclub"
und "Presseschau" zu Wort kommen und weichen in den wichtigen Fragen
niemals in einem
größerem Maße von der Presse ab.
Der Einfluß der kleinen Minderheit der Bourgeoisie auf die
Meinungsbildung ist viel stärker,
als es erahnt wird. Im neunzehnten Jahrhundert gab es neben der Klasse
der Bourgeoisie noch
andere mächtige Klassen, wie den Adel und andere Großgrundbesitzer,
welche sich die
Unterhaltung einer Presse leisten konnten. Diese anderen Klassen
setzten sich in ihren
Zeitungen mit dem Einfluß der Bourgeoisie auseinander, und so war der
Begriff
"Bourgeoisie" allgemein bekannt. Heute hat die Bourgeoisie die anderen
Klassen längst
überflügelt. Sie hat heute als einzige Klasse entscheidenden Einfluß
auf die Presse. Diesen
Einfluß erkennt man am deutlichsten daran, daß der Begriff
"Bourgeoisie" nirgendwo mehr
fällt. Es macht den Eindruck, als hätte jemand diesen Begriff aus dem
Vokabular gestrichen,
oder als würde es die "Bourgeoisie" gar nicht mehr geben. Sogar den
gebildeten Leuten
scheint dieser Begriff veraltet zu sein. Politologen und Historiker
belächeln denjenigen, der
den Begriff "Bourgeoisie" heute noch benutzt. Für sie ist dieser ein
Fanatiker, der mit längst
überholte Denkweisen lebt.
Auf der anderen Seite fallen in der allgemeinen Umgangssprache manche
Aussagen, die
eigentlich nur dann sinnvoll wären, wenn sie persönlich von einem
Angehörigen die Klasse
der "Bourgeoisie" ausgesprochen wären. Einige typische Aussagen sind:
"Die Sozialisten, die
Linken usw rütteln an den Grundfesten unserer Gesellschaft", "diese
Leute sind gefährlich für
uns alle", "diese Leute sind gegen die Freiheit von uns allen" und "das
Radikale hat keinen
Platz in unserer Gesellschaft." In der gesamten Gesellschaft wird also
so getan, als würde die
Bourgeoisie nicht mehr existieren, währen alle so sprechen, als seien
sie selber Bourgeois.
Dies ist eine wichtiger Punkt, welcher in einer ausführlichen
Abhandlung über die
Massenmedien hätte berücksichtigt werden müssen.
Um zu verstehen, warum in der ganzen Gesellschaft so gesprochen wird,
als seien alle selber
Bourgeois, muß man die Psychologie der Journalisten verstehen.
Pressejournalisten sind von
Anfang an gezwungen, sich mit ihrem bourgeoisen Chef zu identifizieren
(Die Identifizierung
ist ein Begriff aus der Psychoanalyse. Sie ist die Verinnerlichung
eines anderen Menschen.
Die Gestalt eines Menschen wird übernommen. Mit diesem Vorgang wird ein
Mensch so wie
ein anderer). Nur auf diese Art können sie immer wissen, was für sie
erlaubt ist zu sagen oder
zu schreiben, und was nicht. Die Journalisten geben bei der
Identifizierung ihre frühere
Auffassung, Einstellung und Meinung auf und haben dann nur noch die
Meinung ihres Chefs.
Da dies ein entwürdigendes Verhalten ist, wird diese Tatsache verdrängt
(Die Verdrängung
ist ein Begriff aus der Psychoanalyse. Mit der Verdrängung wird dem
Bewußtsein ein
Schuldgefühl unzugänglich gemacht. Eine Tatsache wird
beiseitegeschoben. Mit der
Verdrängung werden innere Anstrengungen erspart, welche eine
Auseinandersetzung mit den
verdrängten Inhalten mit sich brächte). Die ständige Verdrängung führt
dazu, daß die
Journalisten nicht mehr wahrnehmen können, wenn andere Journalisten
sich ebenfalls mit
ihrem Chef identifizieren müssen. Wegen dem Verlust dieser Wahrnehmung
denken die
Journalisten, die anderen Journalisten hätten noch eine eigene Meinung,
wo doch bei denen in
Wirklichkeit auch nur noch der bourgeoise Chef durch sie spricht. Das
führt zum Schluß
dazu, daß die ganze Gesellschaft so spricht, wie sonst nur die kleine
Minderheit der
Bourgeoisie sprechen würde. Die ganze Gesellschaft informiert sich
nämlich ausschließlich
nur aus den Massenmedien, bei denen die von der Bourgeoisie
kontrollierte Presse als
entscheidendes Forum der Meinungsbildung betrachtet wird. Die
bourgeoisen Chefs der
Medien streben die Identifizierung mit dem Angreifer bei ihren
Angestellten absichtlich an
(Die Identifizierung mit dem Angreifer ist ein Begriff aus der
Psychoanalyse. Bei der
Identifizierung mit dem Angreifer wird nicht ein bewunderter, sondern
ein gehaßter oder
gefürchteter Mensch zum Vorbild genommen. Ein Kind zum Beispiel ahmt den
Gesichtsausdruck des Lehrers nach, vor dem es besondere Angst hat, oder
ein Lehrer kopiert
die Ausdrucksweise eines Vorgesetzten, den er zutiefst haßt. Durch die
Verschmelzung mit
dem angsteinflößenden Angreifer wird die Angst vermindert). Um eine
Identifizierung mit
dem Angreifer zu erzielen, üben die Chefs bei der Presse Druck auf die
Journalisten aus. Man
nennt das Mobbing oder Psychoterror am Arbeitsplatz. Der Druck wird
ausgeübt, ohne daß
gesagt wird, wie die Journalisten sich im Sinne der Chefs richtig
verhalten sollen. Es wird nur
das falsche Verhalten bestraft. Da die Journalisten den Chefs
vollkommen ausgeliefert sind
und vom Wohlwollen der Chefs abhängig sind, würde die Journalisten am
liebsten gesagt
bekommen, welche politische Richtung sie vertreten sollen, damit sie
wissen, was sie nicht
mehr falsch machen sollen. Der Bourgeois will aber das Bild eines
Arbeitsteams
aufrechterhalten, in dem es angeblich eine freie Meinungsbildung gibt.
Darum wird man es
niemals erleben, daß den Journalisten gesagt wird, welche Meinung sie
haben sollen. Um am
alltäglichen Psychoterror nicht zu zugrunde zu gehen, bleibt den
Journalisten nichts anderes
übrig, als sich in das Denken der Chefs hineinzuversetzen. Sie denken
dann ständig daran,
was die Chefs bei jeder Situation denken würden, und wie die Chefs
diese Situation erleben
würden. Nur auf diese Art können die Journalisten nun immer wissen,
worüber sie lieber nicht
berichten sollten. Die Chefs der Fernsehanstalten gehen darüber noch
weiter hinaus. Sie
stellen nur Nachrichtensprecher ein, die eine Schauspielerausbildung
haben, weil diese dem
Publikum ein gutes Arbeitsklima vorspielen können.
Die Massenmedien - 2.Teil)
Neben den bourgeoisen Zeitungsverlegern hat das Finanzkapital einen
entscheidenden Einfluß
auf die Meinungsbildung. Die Finanzkapitalisten sind auch Bourgeoise.
In der Rangordnung
der kapitalistischen Gesellschaft haben die Finanzkapitalisten die
restliche Bourgeoisie jedoch
überholt. Wenn es die Kapitalisten erreicht haben, z.B. in der
Industrie eine Monopolstellung
zu bekommen, versuchen sie danach normalerweise nicht, noch ein zweites
ähnliches
Monopol zu bekommen. Sie steigen statt dessen in das Bankgeschäft ein,
um ihre einmal
erreichte Monopolstellung zu sichern. Zur Sicherung ihrer
Monopolstellung müssen sie
nämlich ihre Macht vergrößern. Das Bankgeschäft ermöglicht eine Macht,
mit der alle
Bereiche der Gesellschaft in empfindlicher Weise kontrolliert werden
können. Das
Finanzkapital behält es sich z.B. vor, besonders die Presse zu
kontrollieren. Es hat sich eine
Presselandschaft gebildet, bei denen die verschiedenen Zeitungen vom
Finanzkapital mehr
oder weniger fest an den Zügeln gehalten werden. Die Abhängigkeit von
den Banken richtet
sich danach, wie gut das spezielle Publikum der verschiedenen Zeitungen
fähig ist, Werbung
zu durchschauen. Die verschiedenen Zielgruppen der Werbung lassen sich
in mehrere Stufen
einteilen:
1. Die unterste Gruppe ist die, welche auf die Wirtschaftsreklame
hereinfällt. Diese
Gruppe ist für die kapitalistische Gesellschaft am ungefährlichsten.
Darum hält es das
Finanzkapital nicht für nötig, auf diese Einfluß zu nehmen.
2. Danach kommt die Gruppe, welche rechts-konservative Zeitungen liest.
Diese
Zeitungen werden von bourgeoisen Zeitungsverlegern betrieben, welche
allerdings in
einer gewissen Abhängigkeit von den mächtigeren Finanzkapitalisten
bleiben. Wenn
sich das Finanzkapital jedoch sicher ist, daß diese Zeitungsverleger
mit dem
Finanzkapital auf einer Linie sind, gesteht das Finanzkapital diesen
Zeitungsverlegern
einen beträchtlichen Machtzuwachs zu, wie z.B. dem Springer-Konzern.
3. Danach kommt die Gruppe, welche liberale oder links-liberale
Zeitungen liest. Zu
diesen Zeitungen gehören z.B. die Wochenzeitung "die Zeit" oder die
Tageszeitung
"Frankfurter Rundschau". Bei diesen Zeitungen wird es Journalisten mit
einer linken
Einstellung erlaubt, diese Gruppe von Zeitungslesern anzusprechen.
Selbstverständlich
sind diese Journalisten einem Chef unterstellt, der letztendlich
darüber entscheidet,
was in die Zeitung kommt. Das ist den Lesern dieser Zeitungen aber
nicht bewußt. Die
raffinierte Kontrolle dieser Gruppe von Zeitungslesern besteht nicht
darin, daß sie mit
plumper Propaganda geführt wird. Die Manipulierung besteht darin, daß
diese Gruppe
von Zeitungslesern von der Beschäftigung mit wichtigen Dingen
abgehalten wird. Da
diese Gruppe von Zeitungslesern der kapitalistischen Gesellschaft schon
gefährlich
werden könnte, wird sie mit der Bindung an diese Zeitungen effektiv
unter Kontrolle
gehalten. Diese Manipulierung ist aber noch nicht die raffinierteste,
denn es läßt sich
ja leicht verstehen, daß die linken Journalisten dieser Zeitungen auch
ihrem Chef
gehorchen müssen.
4. Danach kommt die Gruppe von linken oder alternativen Zeitungslesern.
Diese Gruppe
durchschaut Werbung schon in einem solchen Maße, daß das Finanzkapital
eine noch
raffiniertere Methode der Manipulierung anwenden muß. Diese Methode
besteht
darin, daß es das Finanzkapital zuläßt, daß mache Linke oder
Alternative ihre
Zeitungen ganz allein herstellen können. Zu solchen Zeitungen gehören
z.B. die
Wochenzeitung "der Spiegel" und die täglich erscheinende "Tageszeitung"
("taz"). Da
in den Redaktionen solcher Zeitungen nur noch linke Journalisten über
den Inhalt der
Artikel schreiben, ist es für die Leser nicht vorstellbar, daß diese
wichtige
Informationen zurückhalten könnten. Diese Zeitungen werden aber in
einem viel
höheren Maße vom Finanzkapital in Abhängigkeit gehalten. Diese Zeitungen
erscheinen plötzlich, ohne daß man vorher von ihnen gehört hatte, weil
sie von den
Banken alles Anfangskapital bekamen. Sie können es sich niemals
leisten, etwas zu
schreiben, was dem Finanzkapital gefährlich werden könnte. Denn sie
bleiben darauf
angewiesen, ab und zu von den Banken finanziell unter die Arme
gegriffen zu werden.
Eine etwas schlechter verkaufte Auflage würde für eine Zeitung schon
das Ende
bedeuten, wenn zu so einem Zeitpunkt nicht eine Bank mit ihren Krediten
einspringen
würde. Die Wochenzeitung "der Spiegel" existiert nun schon 50 Jahre,
ohne daß das
Finanzkapital dieser Zeitung die kleinste finanzielle Eigenständigkeit
erlaubte. "Der
Spiegel" hat heute immer noch weder eigenes Kapital, noch Immobilien,
noch eine
eigene Druckerei. Sogar das Gebäude, in dem sich der Verlag befindet,
ist angemietet.
"Der Spiegel" hatte möglicherweise niemals das Geld gehabt, um eine
seiner Auflagen
ganz allein zu bezahlen. Fiele "der Spiegel" beim Finanzkapital in
Ungnade, würde
das Finanzkapital sich dafür einsetzen, daß andere Zeitungen ein großes
Aufsehen
über irgendwelche Fehler der "Spiegel"-Redaktion machen. Die Geschichte
der
Illustrierten "der Stern" im Zusammenhang mit den gefälschten
Hitlertagebüchern
zeigt, wie die konservativen Zeitungen eine linke Zeitung für ihre
selten begannenen
Fehler vernichten könnten. Diese angeblich seriösen konservativen
Zeitungen dulden
im Gegensatz dazu aber weiterhin die primitive Propaganda der
Tageszeitung "Bild".
Würde "der Spiegel" also beim Finanzkapital in Ungnade fallen, würden
ihm im
Handumdrehen sowohl genügend Einnahmen, als auch die Unterstützung durch
Kredite von den Banken fehlen. Beim "Der Spiegel" müßte dann der Betrieb
eingestellt werden, und manche ehemalige Spiegel-Journalisten müßten
dann in
Hamburg beim Springer-Haus nach freien Arbeitsstellen fragen. Erich
Böhme, der
ehemalige Chef-Redakteur von "der Spiegel" ist auch schon tatsächlich
diesen Weg
gegangen. Er arbeitete später bei einer politischen Sendung in der
Fernsehanstalt SAT
I. Dies ist eine private Fernsehanstalt, bei der der Springerverlag
seinen Einfluß mit
politischen Sendungen geltend macht, während andere Verlage sich bei
SAT I mit
Spielfilmen engagieren.
Mit der Kontrolle des Finanzkapitals über das linke Spektrum der
Zeitungsleser konnte das
Finanzkapital erfolgreich verhindern, daß diese Leser sich mit
bestimmten Ereignissen aus der
Vergangenheit beschäftigten. Als die Finanzkapitalisten sich 1929 in
ihrer Existenz gefährdet
fühlten, zogen sie einen Teil ihres Geldes aus dem Umlauf. Sie stürzten
die Weltwirtschaft
damit absichtlich in eine tiefe Depression. Diese Wirtschaftskrise
brachte in Deutschland die
Nazis an die Macht. Es war sicher, daß die Nazis alle Feinde des
Finanzkapitals vernichten
würden. Zu diesem Zeitpunkt sorgten die Finanzkapitalisten für einen
Wirtschaftsaufschwung
in Deutschland. Es ist bewiesen, daß in den USA ansässige Banken den
deutschen Nazistaat
aufbauten. Kleine Wirtschaftskrisen werden auch heute noch vom
Finanzkapital inszeniert,
um Druck auszuüben. Zu solchen Zeitpunkten wird dann in allen
Schlagzeilen der Zeitungen
darüber berichtet. Man findet dann jedoch niemals eine Zeitung, welche
es wagen würde,
dieser Sache auf den Grund zu gehen. Es ist eine ökonomische
Superwaffe, welche zu solchen
Zeitpunkt zum Einsatz kommt. Es läßt sich jedoch nur schwer
herausfinden, wer sie einsetzt,
und gegen wen sie gerichtet ist.
Die Abhängigkeit von den Banken bringt manche Zeitungsverlage zu
verzweifelten Taten.
Der Verlag Gruner & Jahr versucht eine wenigstens teilweise
Unabhängigkeit von den
Banken zu erzielen, indem er mit allen Mitteln um Abonnementen wirbt.
Diese Abonnements
könnten den Verlag aus der direkten Kontrolle der Banken befreien. Ohne
die Abonnements
haben die Banken mit ihren Krediten ein sehr wirksames Druckmittel. Der
Verlag Gruner &
Jahr beauftragt darum sogenannte Drückerkolonnen, welche von Haus zu
Haus gehen, um die
Leute auf hinterhältige und betrügerische Weise zum abonnieren von
Zeitungen zu bringen.
In der Allgemeinheit ist nichts von der Abhängigkeit der Zeitungen
bekannt. Wenn z.B. die
Zeitung "Focus" plötzlich erscheint, wird nicht danach gefragt, woher
auf einmal die Mittel
kommen, um diese Zeitung herauszubringen. Und wenn die Obdachlosen in
Hamburg die
scheinbar eigene Zeitung "Hinz und Kunz" verkaufen, wird nicht geahnt,
daß die Bourgeoisie
ein starkes Interesse daran hat, die Obdachlosen auf diese Weise zu
kontrollieren.
Es ist zu bezweifeln, daß die Massenmedien eine Funktion für die
Mitwirkung zu einer
Meinungsbildung hätten, welche zu wirklichen gesellschaftlichen
Fortschritten führen könnte.
Die Hoffnungen der Autoren "Massenmedien I" müssen enttäuscht werden,
wenn sie denken,
daß im Kampf der Meinungen das Vernünftige eine Chance zu einer
Durchsetzung hätte. Die
Fragen von öffentlichem Interesse können nicht in freier und offener
Diskussion erörtert
werden, wenn der Einfluß der Bourgeoisie nicht bewußt ist. Die Klasse
der Bourgeoisie ist am
Status quo interessiert und wehrt sich gegen alle Veränderungen. Darum
dürfen sich die
Journalisten nicht einmal um die einfachsten Sachen kümmern, welche
einen
gesellschaftlichen Fortschritt bewirken würden. Die Journalisten dürfen
sich z.B. nicht mit
den eigentlichen Gründen für das Ausbleiben von wirksamen
Umweltschutzmaßnahmen
auseinandersetzen - nicht einmal dann, wenn die Umweltzerstörungen
schon eine
Klimaveränderung bewirkt haben. Für die Journalisten ist es auch tabu,
sich mit den Gründen
für die Unterentwicklung, den Hunger und die Regenwaldabholzung in der
"Dritten Welt"
auseinanderzusetzen. Das Lesen eines für Kinder geschriebenen Buches zu
diesem Thema
bringt einem viel mehr wichtige Information, als das jahrzehntelange
Konsumieren von
Massenmedien.
Die Informationsfunktion
Die Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I" schreiben auf Seite 1, daß
es eine wichtige
Funktion der Massenmedien sei, dem Publikum Informationen zu liefern.
Da die Gesellschaft
viel zu großräumig geworden sei, kämen die Bürger mit dem direkten
Gespräch, der
unmittelbaren Kommunikation, nicht mehr aus. Die einzelnen Menschen und
die vielfältigen
Gruppen der Gesellschaft seinen darauf angewiesen, miteinander ins
Gespräch gebracht zu
werden. Die Massenmedien hätten dafür zu sorgen, dem Publikum die Welt
zu vermitteln, da
es die Welt nicht mehr unmittelbar erfahren könne. Die Massenmedien
sollten so vollständig,
sachlich und verständlich wie möglich informieren, damit die
Staatsbürger in der Lage seien,
das öffentliche Geschehen zu verfolgen. Mit ihren Informationen sollten
die Massenmedien
dafür sorgen, daß der einzelne die wirtschaftlichen, sozialen und
politischen Zusammenhänge
begreifen und die demokratische Verfassungsordnung verstehen könne. Er
solle seine
Interessenlage erkennen und solle über die Absichten und Handlungen
aller am politischen
Prozeß beteiligten so unterrichtet sein, daß er selbst aktiv daran
teilnehmen könne - als
Wähler, als Mitglied einer Partei oder auch als Mitglied einer
Bürgerinitiative.
Es ist von den Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I" sehr
vernünftig, die genannten
Funktionen von einer Öffentlichkeit zu erwarten. Es hat aber in
Wirklichkeit gar keinen
Zweck, solche Forderungen an die Massenmedien zu stellen, denn die
Massenmedien haben
in Wahrheit eine ganz andere Aufgabe. Die Massenmedien haben ihren
Ursprung in der
Unterhaltung und darin, dem Publikum ein Gemeinschaftsgefühl zu geben.
Vorläufer der
Massenmedien waren die Kirchen. Die Versammlungen in den Kirchen
gehörten lange Zeit
mit zu den einzigen Veranstaltungen des gemeinschaftlichen Lebens. Um
daran teilnehmen zu
können, mußte man sich dafür dort von der Obrigkeit sagen lassen, was
man glauben sollte.
Ein anderer Vorläufer der Massenmedien war der Jahrmarkt. Der Jahrmarkt
war nur darauf
ausgerichtet, Unterhaltung gegen Bezahlung zu bieten. Beim Jahrmarkt
konnte das Publikum
in Gegensatz zur Kirche Einfluß auf das Angebot nehmen. Die Nachfrage
bestimmte dort das
Angebot. Auf dem Jahrmarkt bezahlt das Publikum nicht dafür, die
Wahrheit gesagt zu
bekommen. Das Publikum bezahlt dafür, eine Illusion zu haben. Die
Zaubertrickkünstler und
die Geisterbahnen faszinieren das Publikum auf dem Jahrmarkt mit ihren
Illusionen.
Hochentwickelte Illusionsmaschinen übernahmen später diese Funktion.
Die ersten
Illusionsmaschinen im neunzehnten Jahrhundert waren Filmprojektoren,
die die Nahaufnahme
eines vorbeifahrenden Zuges auf eine Leinwand projizierten. Dazu wurde
noch das Geräusch
des vorbeifahrenden Zuges imitiert, sodaß die davorstehenden Frauen in
Ohnmacht fielen. Die
Funktion der Illusionsmaschinen haben heute Film und Fernsehen
übernommen. Neben dem
Jahrmarkt erkannten damals auch andere die Möglichkeit, mit dem
Bedürfnis der Leute nach
Unterhaltung, Geld zu verdienen. Wohlhabende Leute brachten die ersten
Zeitungen heraus,
um an dem Bedürfnis der Leute nach Unterhaltung Gewinn zu machen. Die
Zeitungen
unterhalten ihre Konsumenten damit, daß sie über Zuschauer-Sport, über
Sensationen, über
kulturelle Veranstaltungen und über das lokale Geschehen informieren.
Die Herausgeber der
Zeitungen gingen ihrem eigenen Bedürfnis nach, indem sie bei den
Zeitungen die Rolle des
Predigers in der Kirche übernahmen. Die Herausgeber brachten in ihrem
Interesse die
Werbung für Konsumartikel (Wirtschaftsreklame) und die Werbung für
politische oder
kulturelle Forderungen, Ideale usw (Propaganda) mit in die Zeitungen.
Der
Propagandaminister in der Nazizeit, Josef Goebbels, welcher auch einen
Doktor in
Journalismus hatte, gab eine treffende Beschreibung für die Propaganda:
"Das ist das
Geheimnis der Propaganda: Dem, den die Propaganda erfassen will, ganz
mit den Ideen der
Propaganda zu durchtränken, ohne daß er es überhaupt merkt.
Selbstverständlich hat die
Propaganda eine Absicht. Aber die Absicht wird so klug und so virtuos
kaschiert darin, daß
der, der von dieser Absicht erfüllt werden soll, das überhaupt nicht
merkt." (in der ZDFSendung
"Hitlers Helfer") Die Herausgeber der ersten Zeitungen konnten das
Bedürfnis der
Menschen nach Illusionen für ihre eigenen Interessen ausnutzen, um die
Werbung
(Propaganda) viel wirkungsvoller zu machen. Da die Konsumenten von
Illusionen selten
danach fragen, wie die Illusionen zustande kommen, bekamen die
Konsumenten der
Zeitungen das Gefühl, informiert zu sein, wo doch in Wahrheit nur
Werbung war. Oben
wurde in der Beschreibung über die Psychologie der Journalisten
erklärt, daß die Journalisten
verdrängen und vergessen, daß die Massenmedien in Wirklichkeit in
erster Linie für die
Werbung da sind. Aber nicht nur die Journalisten, sondern auch viele
Konsumenten der
Massenmedien verdrängen und vergessen dies ständig. Wenn ihnen das
eigentliche Wesen der
Massenmedien erklärt wird, zeigen sie sich empört über diese angebliche
Geschmacklosigkeit. Ihre Wut richtet sich dann nicht gegen die
Massenmedien, sondern
gegen die, die darüber aufklären wollen. In Wirklichkeit möchten viele
Konsumenten die
Wahrheit über die Massenmedien lieber verdrängen, weil sie sich auch
keine Alternative dazu
vorstellen können.
Goebbels Ministerium hatte in der Nazizeit den Namen "Ministerium für
Propaganda und
Volksaufklärung", wobei das Wort "Propaganda" Werbung heißt, und das
Wort
"Volksaufklärung" Eigenwerbung ist. Genauso eine Eigenwerbung ist es,
wenn die heutigen
Massenmedien sich als "Öffentlichkeit" bezeichnen. Wenn die heutigen
Massenmedien eine
Öffentlichkeit wären, könnte man die Kirchen auch als eine
Öffentlichkeit bezeichnen. Denn
jeder kann eine Kirche betreten und kann sich dort die Predigt anhören,
zu der er jedoch
schweigen muß bis er die Kirche wieder verlassen hat. Die
Informationsübermittlung bei den
Massenmedien funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Predigt in
der Kirche, während
dagegen z.B. die Informationsübermittlung im Internet nach dem Prinzip
des CB-Funks
funktioniert.
Die Massenmedien hatten ihre Informationsfunktion nicht erfüllt als mit
wichtigen
Informationen in Ländern der "Dritten Welt" Millionen von Menschen
hätten gerettet werden
können. Als in Kambodscha 1975 ein Holocaust begann, dem Millionen von
Menschen zum
Opfer fielen, erfuhr man erst 1979 davon aus den Massenmedien. Erst zu
dem Zeitpunkt, als
das Land von den Vietnamesen besetzt wurde. Als im Bürgerkrieg in
Somalia 1991
hunderttausende aus der Stadt Mogadischu in die ländliche Umgebung
flohen, waren diese
dem Hungertod ausgeliefert. Die Massenmedien informierten nicht
darüber, weil die
Massenmedien sich damals gerade sehr intensiv um Nationalisten-
Bewegungen in
Jugoslawien und im Kaukasus kümmerten. Als in Angola jeden Tag tausend
Menschen an
den Folgen des Bürgerkrieges starben, lieferten die Massenmedien keine
hilfreichen
Informationen, denn die Journalisten dürfen diesen Problemen sowieso
nicht auf den Grund
gehen. Ohne sinnvolle Informationen zur Lösung dieser Probleme haben
die Meldung über
Afrika die Konsumenten der Massenmedien immer nur deprimiert. Das
Konsumieren der
Massenmedien führte zu einem Desinteresse an diesen Problemen. Die
Unterernährung der
Menschen in Brasilien, welche dort schon Zwergenwuchs verursacht, und
die frühe
Sterblichkeit wegen Unterernährung in Äthiopien und Mocambique kann der
Allgemeinheit
wegen dem Desinteresse nicht bewußt gemacht werden. Erst bei den großen
Hungerkatastrophe in Äthiopien gibt es für die Journalisten die
Möglichkeiten, über das Land
zu berichten. Dann läßt man für die Fernsehteams hunderte von
verhungernden Menschen auf
eine Stelle zusammentreiben. Die Bilder der direkt vor der Kamera
sterbenden Menschen
haben dann eine Chance, bei den Fernsehanstalten ausgestrahlt zu
werden. Als die
Bombardierung des Irak im Golfkrieg in diesem Land katastrophale
Zustände verursachte
durften die Journalisten dort ungehindert ihre sensationellen Bilder
machen. Aus
propagandistischen Gründen konnten diese sensationellen Bilder im
Gegensatz zu denen aus
Äthiopien jedoch nicht ausgestrahlt werden.
Als die Regierung der Bundesrepublik Deutschland die Zersetzungspolitik
gegen Jugoslawien
immer weiter vorantrieb und das Land immer tiefer in den Bürgerkrieg
stürzte, gab es in den
Massenmedien Amerikas und Westeuropas heftige Proteste gegen diese
Politik. Zur
deutschen Bevölkerung drang davon jedoch nichts durch. Als Konsument
der deutschen
Massenmedien war man von der Außenwelt abgeschirmt wie in einem
Faradaykäfig, bei dem
ein Blitz einschlägt. Die Massenmedien können auch nicht über die
Gründe für die
Regenwaldabholzung informieren, weil das die Grundfesten der
bourgeoisen Gesellschaft ins
Wanken bringen würde. Über die Vernichtung des Regenwaldes kann darum
in den
Massenmedien nur berichte werden, wenn sich wegen den Waldbränden über
halb Indonesien
eine sensationelle Smok-Wolke gebildet hat. Trotz der Bedrohung durch
ein riesiges
Atomwaffenpotential lieferten die Massenmedien während des Kalten
Krieges niemals
Ansätze zu einer Auseinandersetzung mit diesem Problem. Die
gegensätzlichen Aussagen der
TV-Sender der beiden deutschen Staaten, die auf beiden Seiten zu
empfangen waren, blieben
die ganze Zeit bestehen.
Es kann nicht die Rede davon sein, daß die Massenmedien den Menschen
wichtige
Informationen liefern, wie die Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I"
es fordern. Die
Massenmedien vermitteln den Leuten aber das Gefühl, informiert zu sein.
Dadurch werden sie
davon abgehalten, sich wirklich wichtige Informationen selber zu
besorgen. Die
Massenmedien bieten dem Konsumenten auch nicht die Möglichkeit,
entscheidende
Geschehnisse zu verfolgen oder die gesellschaftlichen Zusammenhänge zu
begreifen, was
nach den Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I" die Aufgabe der
Massenmedien wäre.
Der Konsument der Massenmedien kann darum seine Interessenlage auch
nicht erkennt, und
er kann sich dann auch nicht am politischen Prozeß beteiligen.
Es werden vergeblich Forderungen an die Massenmedien gestellt, die
Funktion zur
Informierung zu erfüllen. Man sollte sich aber lieber klar machen, daß
die Massenmedien eine
Weiterentwicklung der Jahrmärkte und der Kirchen sind - ein Mittel zur
Unterhaltung für die
Konsumenten und ein Mittel zur Macht für die Reichen. Erst dann könnte
man sich darüber
Gedanken machen, wie man eine wirkliche Öffentlichkeit schaft, in der
wichtige
Informationen übermittelt werden können.
(Die Massenmedien - 3.Teil)
Die Thematisierungsfunktion (die agenda-setting-function)
Die Autoren der Zeitschrift "Massenmedien I" beschreiben auf Seite 2
dieser Zeitschrift die
Thematisierungsfunktion der Massenmedien. Im Englischen gibt es dafür
den Begriff
"agenda-setting-function" (Funktion zur Festsetzung der Tagesordnung).
Die Autoren der
Zeitschrift "Massenmedien I" schreiben, die Konsumenten der
Massenmedien hielten genau
die Themen für wichtig, welche auch in den Massenmedien behandelt
werden. Die Autoren
der Zeitschrift "Massenmedien I" schreiben weiterhin, die Massenmedien
legten in ihrer
Funktion zur Thematisierung auch fest, in welcher Rangfolge der
Dringlichkeit die Themen
behandelt werden. In der Zeitschrift "Massenmedien I" folgen dann auf
Seite 2 Zitate aus dem
Buch "Unsere tägliche Desinformation. Wie die Massenmedien uns in die
Irre führen." von
Wolf Schneider. Schneider schreibt, der Journalist entscheide über die
Rangordnung der
politischen Probleme. Die Bürger könnten sich eine eigene Meinung
bilden, aber worüber die
Bürger überhaupt Meinungen haben könnten, darüber hätten die
Journalisten schon vorher
entschieden. Wolf Schneider schreibt weiter, die Presse könne den
Leuten nicht sagen, was
sie denken sollen. Die Presse könnte aber willkürlich entscheiden,
worüber die Leute denken
sollen. Dann folgt in der Zeitschrift "Massenmedien I" auf Seite 2 ein
Zitat aus dem Buch
"Die Übermacht der Medien. Erstickt die demokratische Kommunikation?"
von Heinrich
Oberreuter. Oberreuter schreibt, die Journalisten stünden mit der
Auswahl der Themen an
einer Schlüsselposition, wobei sie die Themen entsprechend ihren
eigenen Orientierungen und
Positionen auswählten. Viele Themen würden die Allgemeinheit dadurch
nicht erreichen.
Ein Zitat des Buchautors Wolf Schneider auf Seite 31 der Zeitschrift
"Massenmedien I" läßt
das Ausmaß der vorenthaltenen Themen erahnen. Schneider beschreibt, wie
wenig von den
Meldungen der Nachrichtenagenturen letztendlich in den Zeitungen
abgedruckt wird. Wie die
Nachrichtenagenturen wiederum arbeiten, wird im Kapitel IV der
Zeitschrift "Massenmedien"
beschrieben.
Es wird dort erwähnt, daß schon in den Büros der Nachrichtenagenturen
über die Wichtigkeit
einer Meldung entschieden werde. Erst wenn eine Nachricht für wichtig
genug eingestuft sei,
werde sie an die Journalisten in den Massenmedien weitergegeben. Am
Ende der Seite 19
erwähnen die Verfasser der Zeitschrift "Massenmedien I", die Meldungen
der
Nachrichtenagenturen seien durch diese Auswahl von der Sichtweise der
Nachrichtenagenturen geprägt. In dem Zitat des Buchautors Wolf
Schneider wird dann
schließlich auf Seite 31 der Zeitschrift "Massenmedien I" erklärt, daß
von diesen
ausgewählten Meldungen in den am meisten nachrichtenorientierten
Zeitungen höchstens
sieben Prozent abgedruckt werde.
Es wird heute allgemein angenommen, die Massenmedien behandelten genau
die Themen, für
die beim Publikum das meiste Interesse besteht. Es wird aber nicht
bedacht, daß sich das
Publikum der Massenmedien seine Interessen bestimmen läßt. Für die
nicht angeschlagenen
Themen besteht dann kein Interesse beim Publikum, auch wenn diese
Themen noch so
wichtig sind. Die einzelnen Bürger möchten bei der Allgemeinheit
mitreden können. Da in
der Allgemeinheit nur über die von den in den Massenmedien
angeschlagenen Themen
diskutiert wird, sind die einzelnen Bürger auf den Konsum der
Massenmedien abgewiesen.
Diese Abhängigkeit wird von den Massenmedien in einem großen Maße
ausgenutzt. Die
Massenmedien können es sich mit der Thematisierungsfunktion erlauben,
das Bewußtsein der
Allgemeinheit beliebig zu lenken. Der Einfluß der Bourgeoisie macht
dabei jeden
gesellschaftlichen Fortschritt unmöglich. Wenn in Ost-Deutschland z.B.
in großem Maße
Betriebe geschlossen werden, wechseln die Massenmedien einfach das
Thema und berichten
intensiv über Geschehnisse im Ausland. Wenn andererseits die Zerstörung
des Regenwaldes
alarmierende Ausmaße annimmt, wird auch wieder das Thema gewechselt,
und alle
Aufmerksamkeit wird auf innenpolitische Geschehnisse gelenkt. Auch wird
z.B. von der
Zersetzungspolitik gegen Jugoslawien abgelenkt, indem man detailliert
über das
Kriegsgeschehen in diesem Land berichtet.
Dadurch, daß die Medienkonsumenten sich das alles gefallen lassen,
spielen sich die
Diskussionen auf einer sehr niedrigen Ebene ab. Anstelle über die
Gründe für das
Massenelend in der "Dritten Welt" zu diskutieren, wird dann über
Gesetze zur Beschränkung
der Zuwanderung diskutiert. Und anstelle über die Gründe für den
Bürgerkrieg in Jugoslawien
zu diskutieren, wird über die Befürwortung von Auslandseinsätzen der
Bundeswehr
diskutiert.
Wenn die Bourgeoisie sich gefährdet sieht, sorgen Fluten von falsch
angebrachten
Informationen für eine ständige Verwirrung. Themen, von denen die
Massenmedien lange
Zeit absichtlich ablenkten, werden dann plötzlich angeschlagen. Das
geschieht aber nur zu
Zeitpunkten, an denen sich die Bourgeoisie gefährdet fühlt. Sie fühlt
sich gefährdet, wenn
sich bestimmte Erkenntnisse über die Gesellschaft breit machen. Die neu
angeschlagenen
Themen sind Trümpfe, die sich die Massenmedien aus ihrem Ärmel ziehen,
und die sie
benutzen, um die Diskussionen zu beenden. Da diese Themen aber zu
früheren Zeitpunkten
auch schon gefährlich für die bourgeoise Gesellschaft waren, wird davon
dann auch schon
bald wieder abgelenkt. Es wird dann aber nicht zum alten Thema
zurückgekehrt. Zu diesem
Zeitpunkt kann wieder ein harmloseres Thema angeschlagen werden. Es
existieren so viele
brisante, zurückgehaltene Themen als Trümpfe, daß eine Verwirrung mit
dieser Taktik für
alle Ewigkeiten gesichert scheint.
Wenn ein für die bourgeoise Gesellschaft gefährliches Thema absolut
nicht verhindert werden
kann, würden die Massenmedien es nicht zu vermeiden versuchen. Denn in
diesem Falle
bestünde die Gefahr, daß die Leute sich unabhängig von den Massenmedien
informieren
würden. Um die Diskussion aber weiterhin führen zu können, würden die
Massenmedien
irgendwie versuchen, damit fertig zu werden. Zu diesem Zweck wird in
den Massenmedien
z.B. Kritik an Sozialkürzungen zugelassen. Die Linken hören dann
weiterhin den
Massenmedien zu und bleiben unter deren Kontrolle.
Die willkürliche Auswahl der Themen bei den Massenmedien ist auch für
die Verfasser der
Zeitschrift "Massenmedien I" unverkennbar. Er wurde nur noch nicht
erkannt, daß
einflußreiche gesellschaftliche Gruppen aus dem Hintergrund diese
Thematisierungsfunktion
für sich ausnutzen.
Die Kritik- und Kontrollfunktion
In der Zeitschrift "Massenmedien I" wird auf Seite 2 behauptet, die
Massenmedien sollten im
parlamentarischen Regierungssystem die Opposition bei der Kritik und
bei der Kontrolle
unterstützen und ergänzen. Die Verfasser dieser Zeitschrift behaupten
ferner, daß ohne die
Massenmedien die Demokratie der Gefahr liefe, der Korruption oder der
bürokratischen
Willkür zu erliegen. Die Massenmedien sollten Mißstände aufspüren und
durch ihre Berichte
unter anderem parlamentarische Anfragen und Untersuchungsausschüsse
anregen. Die
Verfasser der Zeitschrift "Massenmedien I" sind der Ansicht, die
Massenmedien schadeten
dabei nicht dem Staat. Sie meinen, daß die Mitglieder des Regierungs-
und
Verwaltungsapparates dem Staat geschadet hätten, wenn sie von den
Massenmedien
angegriffen werden.
Es ist nicht die Allgemeinheit, welche über die Massenmedien eine
Kontrolle auf die
Regierungen ausübt. Es sind spezielle gesellschaftliche Gruppen, welche
mit ihren
besonderen Interessen über die Massenmedien eine Kontrolle auf die
Regierungen ausüben.
Wie Präsident Eisenhower schon in seiner Abschiedsrede erklärte, ist in
Amerika der
militärisch-industrielle Komplex (MIK) so eine Gruppe. Mit der Macht
über die Journalisten,
mit dem Einfluß auf die Meinungsbildung und mit der willkürlichen
Auswahl der Themen
bestimmt diese Gruppen die Entwicklung der ganzen amerikanischen
Gesellschaft.
Die Wirkung des militärisch-industriellen Komplexes über die Kritik-
und Kontrollfunktion
der Massenmedien auf die Regierungen: Der Name McCarthy steht für eine
Zeit, in der die
Gesellschaft über die Massenmedien für einen kommenden Weltkrieg
vorbereitet werden
sollte. Zu dieser Zeit wurde in Amerika mit einem Konformitätsdruck ein
Klima geschaffen,
welches zu gegenseitigem Mißtrauen und zu einer Jagt auf Andersdenkende
führte. Die
Massenmedien übten mit ihrer Kritik- und Kontrollfunktion Druck zu
einer größeren
Aufrüstung aus. Kennedy konnte die Wahl schließlich gewinnen, weil er
in seinem
Wahlkampf eine größere Aufrüstung versprochen hatte. Mit der Kritik-
und Kontrollfunktion
übten die Massenmedien später Druck auf Präsident Kennedy aus, als er
den Atomkrieg
vermeiden wollte, und sich anstelle einer Invasion auf Kuba bloß mit dem
Schweinebuchtunternehmen zufrieden geben wollte. Nur bei der
Kennedy-Rede während der
Kuba-Krise wollten die Massenmedien in vollem Einklang mit Präsidenten
stehen. Es zeigte
sich dabei deutlich, daß die Massenmedien auch eine andere
Kontrollfunktion haben. Bei der
mit der Kennedy-Rede in Zusammenhang stehenden Medien-Kampagne übten die
Massenmedien eine Kontrolle über alle Völker aus. Mit dieser
Medien-Kampagne wurde ein
Konformitätsdruck ausgeübt, der eine weltweite Unterstützung des
Atomkrieges sichern
sollte. Als Kennedy später wegen seiner Weigerung zum Atomkrieg
ermordet wurde, übten
die Massenmedien ihre Kontrollfunktionen wieder gegen ihn aus.
Unmittelbar nach dem
Attentat verursachten die Massenmedien wieder den Konformitätsdruck der
McCarthy-Zeit.
Dieses Klima, welches zu gegenseitigem Mißtrauen und zu einer Jagt aus
Andersdenkende
führte sollte, machte auch vernünftige Anfragen und Untersuchungen zum
Attentat
unmöglich. Als der Untersuchungsausschuß unter Earl Warren damals
völlig unrealistische
Erklärungen zum Attentat abgab, nahmen die Massenmedien ihre Kritik- und
Kontrollfunktion nicht war, um die Wahrheit herauszufinden. Mit ihrer
Kritikfunktion
vernichteten die Massenmedien den liberalen Flügel der demokratischen
Partei, weil Adlai
Stevenson sich während der Kuba-Krise für eine friedliche Beilegung des
Konfliktes
ausgesprochen hatte. Mit der Thematisierungsfunktion übten die
Massenmedien ein Kontrolle
über Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson aus. Er mußte seine
innenpolitischen
Reformen gegen die Armut aufgeben, weil die Massenmedien andere Themen
anschlugen.
Die Massenmedien sorgten statt dessen für seine volle Unterstützung
durch den Kongreß, als
er Vollmachten für eine Eskalation des Vietnamkrieges anstrebte.
Präsident Carter wurde
durch die Kritikfunktion der Massenmedien davon abgebracht, das
Atomwaffenarsenal zu
verkleinern. Trotzdem Carter viel an Nuklearstrategien arbeitete, wurde
er mit der
Kritikfunktion der Massenmedien als "lahme Ente" dargestellt, bis er
seinen Wahlkampf
schließlich verlieren mußte. In Deutschland hatten Bundeskanzler
Schmidt von der SPD und
Außenminister Genscher von der FDP Angst, durch die Kritik der
Massenmedien vernichtet
zu werden. Darum drohten sie ihren Parteien mit Rücktritt, falls ihre
Parteien dem
Aufrüstungsbeschluß (NATO-Doppelbeschluß) nicht unterstützen wollten.
Die Wirkung der Kritik- und Kontrollfunktion auf die Oppositionen:
Schon im neunzehnten
Jahrhundert während des amerikanischen Bürgerkrieges kontrollierte die
Presse die
Präsidenten. Abraham Lincoln, der Präsident der Nordstaaten, wurde
durch die Presse der
Klasse des Großbürgertums kontrolliert. Jefferson Davis, der Präsident
der Südstaaten, wurde
zum Teil auch durch die Presse der Klasse des Großbürgertums
kontrolliert. Aber die Presse
der Großgrundbesitzer hatte auf den Präsidenten der Südstaaten einen
größeren Einfluß, als
auf den Präsidenten der Nordstaaten. Welche Auswirkungen die Kontrolle
der Presse im
Parlamentarismus auch auf die Opposition hat, zeigt das Verhalten der
SPD-Führung während
der deutschen Revolution in den Jahren 1918 und 1919. Während der Zeit
des
wilhelminischen Parlamentarismus mußte die SPD lernen, mit den
damaligen bürgerlichen
Zeitungen zurechtzukommen. Die damaligen Zeitungen hatten das
Bewußtsein der breite
Masse noch nicht kontrolliert. Alle politisch aktiven Leute waren aber
Konsumenten dieser
Zeitungen. Die scharfe Mißbilligung dieser Presse bedeutete den
Parlamentariern schon
damals den politischen Tod. Für den politischen Erfolg mußten sich die
Parlamentarier der
Presse annähern. Die Parlamentarier bekamen ein Gespür dafür, welche
politische Linie sie
fahren mußten, um in Zusammenarbeit mit den bourgeoisen Zeitungen
politisch erfolgreich
zu sein. Sie lernten, niemals mehr von dieser Linie abzuweichen.
Während die
Sozialdemokraten des Bismark- Reiches noch revolutionär waren, und
Umsturz und Umbau
wollten, waren die Sozialdemokraten im Parlamentarismus der Kaiser
Wilhelm-Zeit von der
bourgeoisen Presse zurechtgebogen worden. Die SPD hatte sich folglich
innerlich von der
Revolution getrennt. August Bebel, der Führer der SPD, nannte die
Revolution nur noch einen
"Kladderadatsch".1 1918 stürzte das Ploretariat das alte Regime in
Deutschland durch eine
Revolution. Im Gegensatz zu der späteren Revolution im spanischen
Katalonien, Aragonien
und Madrid im Jahre 1936 waren bei der Revolution in Deutschland
1918/1919 noch Lenins
und Trotzkis Methoden der Rätebildung angewandt worden. Die Revolution
in Deutschland
war in einer gewissen Weise viel wirkungsvoller als die spätere in
Spanien. Denn in
Deutschland wirkten Lenins und Trotzkis Methoden flächendeckend über
das ganze Land,
und somit war die Revolution nicht wie in Spanien auf einzelne Regionen
beschränkt
geblieben. Die Revolution in Deutschland fand trotzdem ein schnelles
Ende, denn das
deutsche Ploretariat wollte die SPD zu seiner Führung haben. Die
SPD-Führung ließ sich
jedoch im alten Staatsapparat an die Stelle des Kaisers in die
Regierung setzen. Die SPDFührung
wußte genau, was sie in dieser Situation zu tun hatte, wenn sie auch
auf eine
zukünftige Zusammenarbeit mit der bourgeoisen Presse bauen wollte. Aus
diesem Grund
befahl die SPD-Führung dem Militär der ehemaligen Kaiser-Armee, alle
Revolutionäre und
Arbeiter- und Soldatenräte zu liquidieren.
Bis heute läßt sich die SPD mit der Kritik- und Kontrollfunktion der
Massenmedien in die
von den Massenmedien gewünschten Richtungen dirigieren. Als die
Massenmedien die SPD
unglaubwürdig machen wollten, indem sie der SPD innere Uneinigkeit
vorwarfen, wollte die
Jusos den Massenmedien entgegenkommen. Diese Jugendorganisation der SPD
ist dafür
bekannt, daß sie zur übrigen SPD sehr weit links steht. Die Jusos luden
den sehr rechten
ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt zu einer ihrer Versammlungen in
Hamburg ein.
In der Anwesenheit der Fernsehanstalt RTL legten die Jusos dann Helmut
Schmidt genau die
Worte in den Mund, welche die Massenmedien über die SPD hören wollten.
Auf die gleiche Weise wie auf die Jusos wirken die Massenmedien auch
auf die Partei der
Grünen mit ihrer Kritik- und Kontrollfunktion ein. Die Massenmedien
haben bewirkt, daß
sich innerhalb der Grünen die "Realos" gegenüber den "Fundis"
durchsetzen. Durch den
Druck der Massenmedien dachten mache ehemalige Pazifisten der Grünen
sogar darüber
nach, den Einsatz deutscher Soldaten in Bosnien zu fordern.
Als in Bad Kleinen ein ehemaliger Terrorist von der Polizei erschossen
wurde, schien es als
wollten die Massenmedien dieser Sache mit ihrer Kritik- und
Kontrollfunktion auf den Grund
gehen. Es sollten damit aber nur die linken Konsumenten der
Massenmedien kontrolliert
werden, indem deren Aufmerksamkeit gelenkt wurde. Wenn die Linken das
Interesse an
dieser Geschichte verloren, ließ man die Journalisten bohren. Wenn den
Massenmedien
allerdings zuviel von der Geschichte ans Licht kam, sollten die
Journalisten die Geschichte
wieder herunterspielen. Dieses abwechselnde Bohren und Herunterspielen
hielt die Linken
eine lange Zeit beschäftigt, ohne daß etwas für sie dabei herauskam.
Die Kritik- und
Kontrollfunktion der Massenmedien hatte hier also einen anderen Zweck,
als allgemein
angenommen wird.
Es hat den Anschein, als wollten die Massenmedien den Linken bei der
Kritik und bei der
Kontrolle helfen. Die Linken werden nicht nur durch spezielle
Magazin-Sendungen und
Zeitungen von den Massenmedien angesprochen. Man läßt manchmal auch
redegewandte
Sprecher der Linken in den Massenmedien auftreten. Dies erzeugt beim
linken Publikum die
Illusion, diese Sprecher hätten die Möglichkeit, sich durch die
Massenmedien zu äußern. Das
Publikum denkt, die Massenmedien wären immer gezwungen, diese Sprecher
zu Wort
kommen zu lassen. Es wird damit aber Kontrolle auf das Linke Publikum
ausgeübt. Die
Massenmedien haben das linke Publikum dann unter totaler Kontrolle,
wenn diese Sprecher
der Linken in entscheidenden Zeiten in den Massenmedien einfach nicht
nach ihrer Meinung
gefragt werden. Das Publikum denkt dann, die Sprecher der Linken würden
sich mit Absicht
nicht durch die Massenmedien äußern. In Zeiten, in denen über Krieg
entschieden wird,
befällt die Linken dann ein allgemeines Schweigen. Fast die ganze Linke
Szene ist dann
gelähmt und außer Funktion gesetzt.
Auch die Journalisten der Magazin-Sendungen und der Zeitungen, welche
die Linken
ansprechen sollen, bekommen in entscheidenden Zeiten einen Maulkorb.
Auch damit wird bei
diesem speziellen Publikum ein allgemeines Schweigen und eine Lähmung
bewirkt. Die
Massenmedien opferten z.B. einmal einen amerikanischen
Air-Force-Offizier, der einen
Napalm-Angriff auf ein vietnamesisches Dorf befohlen hatte, indem man
die Bilder der
verbrannten Kinder zeigte. Man konnte diesen Offizier opfern, weil
Vietnam keine
strategische Lage hat, weil dort hauptsächlich nur Waffen ausprobiert
wurden und weil die
Linken dadurch für lange Zeit das Gefühl bekamen, durch die
Massenmedien über Kriege
informiert zu werden. Bei dem wichtigeren Golfkrieg, bei dem es um die
Ölreserven ging,
ließ man solche Journalisten einfach nicht mehr zu. Das Publikum
solcher Journalisten gab
sich dann mit der Berichterstattung über den Golfkrieg zufrieden,
welche das Ausmaß der
Zerstörungen im Irak gar nicht erahnen ließen. Auch hier wird die
Kritik- und
Kontrollfunktion der Massenmedien benutzt, um das Publikum zu
kontrollieren.
Die Umweltschützer glauben auch, die Massenmedien würden sie mit ihrer
Kritik- und
Kontrollfunktion unterstützen. Greenpeace hat sich darauf
spezialisiert, das Bürgertum mit
Selbstmorddrohungen und Selbstverstümmelungsdrohungen zu belustigen.
Wenn Greenpeace
damit Aufmerksamkeit bei den Massenmedien erreicht hat, bezeichnen
Greenpeace das als
"medienwirksam". Sie bedenken aber nicht, daß die Chefs der
Massenmedien sich über sie
lustig machen, wenn sie ihre Journalisten zu ihnen schicken. Greenpeace
prostituiert sich mit
diesen Aktionen. Greenpeace gibt dann z.B. mit Filmaufnahmen an, bei
denen zu sehen ist,
wie von einem Schiff ein schweres Faß auf ein Greenpeace-Schlauchboot
geworfen wird. Als
die Massenmedien 1995 über eine Greenpeace-Aktion auf einer Ölplattform
des Shell-
Konzerns berichteten, führte das bei den Umweltschützern zu der
Illusion, sie könnten
zusammen mit den Massenmedien und mit der Boykottierung von
Shell-Benzin etwas
erreichen. Statt bei Shell wurde dann aber nur mehr bei Esso getankt,
und Esso gehört mit zu
Shell. Die Greenpeace-Aktion und der Boykott banden die Umweltschützer
an die
Massenmedien, welche den Krieg um das Öl am Golf entscheidend
unterstützten. Auch hier
ist die Kritik- und Kontrollfunktion der Massenmedien zur Kontrolle
aktionistischer
Protestbewegungen ausgerichtet. Die Massenmedien benutzen die
Greenpeace-Aktionen aber
auch, um für die amerikanische und gegen die französische
Atomkriegspolitik zu agieren. Als
Frankreich im Kalten Krieg gegen die UdSSR über die Jahrzehnte hinweg
200 Atomversuche
in der Südsee machte, schwiegen die Westdeutschen Massenmedien dazu.
1995 machten die
deutschen Massenmedien jedoch mit Hilfe der Greenpeace-Aktionen Druck
gegen den
französischen Ministerpräsidenten Chirac, weil sie schon immer die
amerikanische Vormacht
uneingeschränkt unterstützten.
Wenn die Verfasser der Zeitschrift "Massenmedien" eine Öffentlichkeit
fordern, welche den
Regierungs- und Verwaltungsapparat durch Kritik und Kontrolle von
Korrruption und
bürokratischer Willkür abhält, ist diesen Forderungen zuzustimmen. Es
ist möglich, daß
Mißstände im Regierungs- und Verwaltungsapparat dem Ansehen des Staates
schaden, und es
stimmt, daß die Kritik und die Kontrolle einer Öffentlichkeit dem
entgegenwirken müssen,
wie die Verfasser der Zeitschrift "Massenmedien I" es schreiben. Es
entsteht jedoch aber auch
ein beträchtlicher Schaden, wenn unbekannte gesellschaftliche Gruppen
aus dem Hintergrund
ihre eigenen Interessen über die Massenmedien durchsetzen. Wenn dies
der Fall ist, gibt es
eine Kontrollfunktion in einem negativen Sinn. In diesem Falle wird
nicht nur die Regierung
von den Massenmedien kontrolliert. Es werden dort fast alle Teile der
Gesellschaft gegen
ihren Willen kontrolliert. Der Teil der Bevölkerung, welcher die
Regierung durch die
demokratische Wahl an die "Macht" brachte, wird dabei genauso
kontrolliert, wie die
Anhänger der Opposition.
Quellennachweis:
1. Sebastian Haffner: Die deutsche Revolution 1918/1919 (Seite 13),
Knaur-Verlag 1991, ISBN-3-426- 03813-7
Anhang
(Teil 1)
Die amerikanische Atom-Kriegspläne gegen die UdSSR unmittelbar nach dem
zweiten
Weltkrieg (aus Greiner/Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?)1
(Einige Bemerkungen zur Vorgeschichte: Großbritannien und die USA waren
im zweiten
Weltkrieg keine wirklichen Verbündeten der UdSSR. Schon im Sommer 1941
hatten die
Westalliierten die Möglichkeit, eine zweite Front gegen
Nazi-Deutschland in Europa zu
errichten.2 Sie warteten jedoch drei Jahre damit, so daß 33 von den 160
Millionen Bürger der
UdSSR beim deutschen Vernichtungskrieg umkamen. Als die deutsche
Wehrmacht 1942 in
Rußland noch auf dem Vormarsch war, gab es für die Westalliierten
keinen Anlaß, der
UdSSR zu helfen. Statt dessen stimmte der amerikanische Präsident
Roosevelt am 23. Juli
1942 einem britisch-amerikanischen Unternehmen zur Sicherung der
imperialen
Vormachtstellung am Suez-Kanal zu. Der General Eisenhower nannte diesen
Tag den
"dunkelsten Tag unserer Geschichte". Die Invasion in der Normandie und
die Besetzung
Deutschlands wurden nur für die Vormachtstellung der Westalliierten in
Europa
vorangetrieben. Wie das Verhältnis der Westalliierten zu den Feinden
der Nazis war, zeigt
eine Ereignis in den letzten Kriegstagen. Am 3. Mai 1945 griffen
britische Jagdbomber die
Schiffe Cap Arcona und Thiebek an,3 auf denen die Nazis KZ-Häftlinge
zusammengepfercht
hatten. 7000 KZ-Häftlinge starben dabei. Noch nach dem Krieg begannen
die britischen
Militärs Leichenschändung und schossen das aus dem Wasser ragende Wrack
der Cap Arcona
beim Übungsschießen ein zweites Mal in Brand. Kanadische Militärs
händigten der deutschen
Marine kurz nach dem Krieg Gewehre aus, um fahnenflüchtig Matrosen
exekutieren zu
lassen. Um später gegen die UdSSR vorgehen zu können, wollten die USA
die Atombomben
unter realistischen Bedingungen testen. Sie nutzten die
Kapitulationsbereitschaft der Japaner
nicht einmal aus, nachdem am 6.8.1945 eine Uran-Bombe auf Hiroshima
abgeworfen wurde,
und die UdSSR am 8.8.1945 gegen Japan in den Krieg eingetreten war.4
Man wartete noch bis
zum Test der Plutonium-Bombe unter realistischen Bedingungen, welcher
am 9.8.1945 in
Nagasaki erfolgte. Erst danach gaben die USA den Japanern die Garantie,
ihr Kaisertum
beibehalten zu können, was für Japan die Vorraussetzung für seine
Kapitulation war.)
Ende der siebziger Jahre wurden ehemals streng geheime Dokumente
zugänglich, aus
welchen man die wahren Absichten der USA gegenüber der UdSSR erkennen
kann. Es sind
nur Dokumente aus der Zeit von 1945 bis 1950. Wenn man sie kennt, kann
man jedoch daraus
ableiten, was die USA in den darauffolgenden Jahrzehnten geplant
hatten. Die für die meisten
Menschen nicht vorstellbare Absicht, die UdSSR von vorn herein massiv
mit Nuklearwaffen
anzugreifen, wurde von den USA in den späteren Jahrzehnten sicher nicht
geändert. Der
Umfang des Nuklearwaffen-Einsatzes wurde in den Kriegsplänen aber mit
Sicherheit immer
weiter vergrößert, da mit der Zeit immer mehr Nuklearwaffen zur
Verfügung standen. Zu den
Kriegsplänen gegen die UdSSR gehören auch die Angriffspläne mit
konventionellen
Streitkräften, welche deutliche Parallelen zu den Kriegsplänen
Nazideutschlands gegen die
UdSSR haben. So steht in dem amerikanischen Dokument der Leitlinien für
die strategische
Planung vom 1.5.1947 unter 16.: "[. . .] Die Alliierten könnten es als
ausreichend ansehen, nur
bis zu einer gewissen strategisch bedeutsamen natürlichen Schranke
vorzurücken und dort
eine Front zu errichten, von deren Hinterland die Zerstörung des
sowjetischen
Militärpotentials durch Luftangriffe fortgesetzt werden könnte, bis das
sich daraus ergebende
Chaos das Sowjetvolk davon überzeugt hätte, daß weitere Widerstand
zwecklos ist. [. . .]"
Genauso steht es auch in dem nazideutschen Kriegsplan "Operationsplan
des Generalstabs des
Heeres" vom 5.8.1940. - Und im amerikanischen NSC 20/1 vom 18.8.1948
steht unter V.3.:
"[. . .] Was auch immer der Fall sein wird: wir können mit Bestimmtheit
festhalten, daß wir
unsere militärischen Operationen nicht als erfolgreich ansehen könnten,
wenn sie ein
kommunistisches Regime übrigließen, das genügend vom gegenwärtigen
militärischindustriellen
Potential der Sowjetunion kontrolliert, um es zu befähigen, unter
vergleichbaren
Bedingungen Krieg gegen irgendeinen angrenzenden Staat oder irgendeine
rivalisierende
Macht, die auf traditionell russischem Territorium errichtet werden
könnte, zu führen.[...]"
Die USA wurden im zwanzigsten Jahrhundert zur größten kapitalistischen
Macht. Die UdSSR
standen dem weiteren Ausbau der Macht der USA von Anfang an im Wege.
Darum verhielten
sich die USA lange Zeit extrem feindlich gegenüber der UdSSR. Nur in
der besonderen
Situation, als das faschistische Deutschland in Europa erschien, wurde
die Normalisierung der
Beziehungen gegenüber der UdSSR notwendig. Nach dem Ende
Nazideutschlands wurde
dann wieder mit der "Truman-Doktrin" der kalte Krieg gegen die UdSSR
offiziell eröffnet
und in dem streng geheimen Dokument NSC 7 vom 30.3.1948 steht: "[. . .]
9. Die
Niederschlagung der Kräfte des sowjetisch gelenkten Weltkommunismus ist
für die Sicherheit
der Vereinigten Staaten lebenswichtig. 10. Dieses Ziel kann durch eine
defensive Politik nicht
erreicht werden. [. . .]"
Die USA waren nach dem zweiten Weltkrieg wirtschaftlich und militärisch
in einer sehr
starken Position. Die Wirtschaft der UdSSR war hingegen vom Krieg
ausgelaugt. In den USA
wußte man, daß die UdSSR deshalb keine Bedrohung sein konnte. Trotzdem
wurde schon am
3. November 1945 von den USA ein Atombomben-Angriffsplan gegen die
UdSSR entworfen.
Dort hieß es unter anderem: "Die 20 lohnendsten Ziele für Atombomben
sind eine Reihe
gemischter Industriegebiete, in denen Forschungszentren,
Spezialbetriebe und die wichtigsten
Regierungs- und Verwaltungsstellen am stärksten konzentriert sind. Ihr
Wahl gewährleistet
eine maximale Nutzung der Potenzen der Atomwaffen." Genauso, wie es
kurz zuvor im Jahre
1945 den Plan gab, die japanischen Städte Hiroshima, Niigate, Nagasaki
und Kokura mit
Atombomben zu vernichten, standen in dem selben Jahr wenige Monate
später 20 (!)
sowjetische Großstädte auf so einem Plan. Außer Hiroshima und Nagasaki
wurden keine
weiteren japanischen Städte mit Atombomben zerstört, weil die Zahl der
verfügbaren
Atombomben noch klein war. Das sollte sich kurze Zeit später jedoch
ändern. Die USA hatten
für einen Atomkrieg außerdem als einzige Atombomben, Langstreckenbomber
und einen
Ring von Stützpukten um die UdSSR, von denen aus die Atombomber starten
konnten.
Die Atombomben-Fabriken produzierten weiter, und der Plan, 20
sowjetische Großstädte zu
zerstören, war bald überholt. In einem Dokument vom 11.5.1949
(Kriegsplan "Charioteer")
steht, daß geplant war, 133 (!!) Atombomben auf 70 sowjetische Städte
innerhalb von 30
Tagen zu werfen. Davon acht Bomben auf Moskau und sieben auf Leningrad.
In diesem
Dokument ist eine errechnete Massenvernichtung von 2,7 Millionen Toten
und 4 Millionen
Verletzten angegeben. In den zwei darauffolgenden Kriegsjahren war der
Einsatz von
weiteren 200 Atombomben vorgesehen.
In diesem Dokument vom 11.5.1949 steht auch, daß in dem Krieg mit der
UdSSR von vorn
herein Atombomben eingesetzt werden sollen: "Insbesondere wird ein
früher atomarer
Angriff den Einsatz anderer militärischer Mittel der Alliierten
wesentlich erleichtern [. . .]
Vom Standpunkt unserer nationalen Sicherheit wären die Vorteile einer
frühzeitigen
Anwendung atomarer Bombardements außerordentlich" (Abschnitt 18). Am
detailliertesten
und ausführlichsten ist die Atomkriegsplanung im Kriegsplan "Dropshot"
vom 19.12.1949
dargelegt worden. Immer wieder wird in diesem Dokument auch gesagt, daß
in dem Krieg mit
der UdSSR von vorn herein Atombomben eingesetzt werden sollen:
• In Anlage "A", IV., Abschnitt 14: "Von beiden Seiten werden von
Beginn an
Atomwaffen verwendet. [...]"
• In Anlage "A", VIII., Abschnitt 22, b), (1): "Aufnahme strategischer
Luftangriffe
baldmöglichst nach D-Tag (Tag des Beginns einer militärischen
Operation; d. Hrsg.)
mit Atombomben und konventionellen Bomben [ ...]"
• In Anlage "J", V., 8., a), (1): "[ ... ] Unmittelbar nach dem
Ausbruch von
Feindseligkeiten sollte eine strategische Luftoffensive gegen die
Sowjetunion unter
Verwendung der Atombombe, ergänzt durch konventionelle Bomben,
aufgenommen
werden. [ ... ]"
• In Anlage "J", V., 8., a), (3): "Um eine größtmögliche Effektivität
zu erreichen, sollten
die atomaren Angriffe mit optimalem Einsatz zum frühestmöglichen
Zeitpunkt nach
dem D- Tag aufgenommen und in der kürzestmöglichen Zeit abgeschlossen
werden, [
... ]"
• Anlage "K", 4., (a): "[ ... ] Um die größtmögliche Effektivität zu
erzielen, sollte diese
Operation (Angriffe mit Atombomben; d. Hrsg.) zum frühestmöglichen
Zeitpunkt
beendet sein." (Hervorhebungen von dem Herausgeber)
Schon 1945 wurde ein Plan für den allgemeinen Krieg mit der UdSSR
ausgearbeitet. Der
Deckname dieses Plans hieß "Totality", weil es um den totalen Krieg
ging. Damit war der
Kern der amerikanischen Militärdoktrin, die sogenannte "Massive
Vergeltung" formuliert.
Dabei war der Begriff "Vergeltung" eine reine Irreführung, denn die
Führung der USA wußte
sehr genau, daß keinerlei Bedrohung seitens der UdSSR bestand, was die
Teilstreitkräfte auch
zugaben.5
(Mit Vergeltung war in Wirklichkeit der Erstschlag gemeint. Der
Erstschlag war das neue
Konzept der Militärs. Der Überraschungsangriff der Japaner auf Pearl
Harbor hatte die
amerikanischen Militärs von der Effektivität dieses Konzeptes
überzeugt, und so übernahmen
sie es in ihre Strategie. Die Strategie vom Erstschlag wurde auf die
Atomkriegsstrategie
übertragen, obwohl der Erstschlag mit Atomwaffen viel weitreichendere
Folgen hat. Die
Generäle führten damit ihr militärisches Denken konsequent weiter,
genau wie sie die
strategische Bombardierung der Städte im zweiten Weltkrieg später
massiv mit Atombomben
ausführen wollten. Die weitreichenden Folgen eines so großen
Atomwaffen-Einsatzes spielte
auch dort im militärischen Denken keine Rolle.)
Nach dem amerikanischen Historiker Sherry verwiesen einige Offiziere in
öffentlichen
Anhörungen mit Nachdruck auf die Klugheit von präventiven Angriffen.
Die Rechtmäßigkeit
präventiver Angriffe wurde jetzt von dem Vereinigten Stabschefs
ausdrücklich bestätigt.6 Bei
der Ausarbeitung von JCS 1496/2 vom 19.9.1945 hatten Vertreter der
Marine vorgeschlagen,
in das Memorandum einen ausdrücklichen Hinweis auf die Ausführung des
"ersten Schlages"
aufzunehmen, und sie hatten darauf bestanden, daß "dieser Punkt betont
werden solle, um
klarzumachen, daß dies ein neues politisches Konzept ist, das sich von
der früheren
amerikanischen Haltung zum Krieg unterscheidet."7 Das selbe Komitee,
welches am 3.
November 1945 den Atomangriffsplan gegen 20 sowjetische Städte
ausarbeitete, habe nach
Sherry auch einen atomaren Erstschlag gegen die UdSSR empfohlen. Es
habe ihn in dem Fall
empfohlen, daß die Möglichkeit einer industriellen und
wissenschaftlichen Eintwicklung die
Fähigkeit der UdSSR andeute, "eventuell die Vereinigten Staaten
anzugreifen oder sich gegen
unseren Angriff zu verteidigen."8 Nachzulesen ist das auch im Dokument
der Vereinigten
Stabschefs vom 19.9.1945, Abschnitt 9: "[. . .] Wenn deutlich wird, daß
sich Angriffstruppen
eines potentiellen Gegners gegen uns aufstellen, [. . .] alle
Vorbereitungen getroffen werden,
den ersten Schlag zu führen, [. . .]"
Es läßt sich auch an einer anderen Stelle beweisen, daß die
US-Strategen in ihren
Kriegsplänen von einem amerikanischen und nicht von einem sowjetischen
Erstschlag
ausgingen. In dem Dokument vom 21.12.1948 steht unter 32 j: "[. . .]
die verfügbaren
Geheimdienst- und Einsatzdaten legen nahe, daß die Sowjets frühestens
45 bis 60 Tage nach
dem D-Tag in der Lage sein werden, Stützpunkte in Großbritannien
auszuschalten [. . .] ". Das
ist eindeutig ein Erstschlagsplan von Seiten der USA. Wenn im
umgekehrten Fall von einem
Erstschlag der UdSSR ausgegangen worden wäre, hätten die USA und
Großbritannien
nämlich vom ersten Tag an mit Luftangriffen rechnen müssen und nicht
erst nach 45 bis 60
Tagen.
In NSC 68 vom 14.4.1950, C wurde später eingestanden, daß es Ende der
40er und Anfang
der 50er Jahre in den USA einflußreiche Kräfte gab, die ernsthaft für
einen Präventivkrieg
(Erstschlag) gegen die UdSSR eintraten. Auch Präsident Truman gehörte
zu den Befürwortern
eines Präventivkrieges. Das wird aus seinen Tagebuch ersichtlich, von
dem er annahm, es
würde der Allgemeinheit niemals zugänglich werden. Im Zusammenhang mit
dem Korea-
Krieg erwog er mindestens zwei Mal, die UdSSR und China, mit einem
massiven atomaren
Erstschlag anzugreifen.
Quellennachweis:
1. Bernd Greiner und Kurt Steinhaus: Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?;
Amerikanische Kriegspläne gegen die UdSSR; Eine
Dokumentation, Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1980, ISBN 3-7609-0546-3
2. Paul Kohl: Allein gegen Hitler in der Zeitschrift Konkret 5/95
3. Günther Schwarberg: Angriffsziel Cap Arcona, Stern-Buch 1983, ISBN
3-570-07027-1
4. Michael Hahn: Patriotisch korrekt in der Zeitschrift Konkret 8/95
5. Michael S. Sherry, Preparing for the Next War. American Plans for
Postwar Defense, 1941-45, New Haven, London 1977, S. 214
6. Sherry, a.a.O., S. 201
7. Ebd.
8. Ebd. S. 213
Anhang - 2.Teil)
Kuba-Krise (aus dem Buch von Bernd Greiner)1
(Das durch Unterstreichung hervorgehobene ist über die Massenmedien und
gehört eigentlich
in ein besonderes Kapitel)
1961 versuchten die USA die Revolution in Kuba wieder rückgängig zu
machen. Sie ließen
dazu Exilkubanern eine Invasion auf Kubas Strände machen (Unternehmen
"Schweinebucht"). Zuerst war vorgesehen, daß die Exilkubaner mit der
Luftwaffe und mit
Truppen aus den USA unterstützt werden sollten. Präsident Kennedy
untersagte aber den
Einsatz amerikanischen Militärs. Als die Invasion der Exilkubaner
scheiterte, waren die
antikommunistisch eingestellten rechten "Radikalen" in der
amerikanischen Regierung und im
Kongreß sehr erbost über Kennedy. Ihm gaben sie die Schuld an der
Niederlage in der
Schweinebucht. Dieses Ereignis soll am meisten Zorn, Ärger und Wut
während der
Präsidentschaft Kennedys verursacht haben.
Wegen der von den Massenmedien gemachten antikommunistischen
Einstellung der
amerikanischen Bevölkerung wollte man sich aber auf keinen Fall mit der
neuen
Gesellschaftsform in Kuba abfinden.
So wurde eine neue Invasion geplant, bei der diesmal amerikanische
Truppen und Flugzeuge
massiv eingesetzt werden sollten. Zur Verteidigung lieferte die UdSSR
konventionelle
Waffen an Kuba. Zur Abschreckung gegen die Invasion wurden in einer
sehr geheimen
Aktion auch atomare Mittelstrecken-Raketen geliefert. Dazu fühlte man
sich berechtigt, weil
die USA vergleichbare Raketen auch an der Grenze der UdSSR in der
Türkei aufgestellt
hatten. Man schätzte den amerikanischen Präsidenten fälschlicherweise
so ein, daß er sich
beim Bekanntwerden der Raketen auf Kuba damit abfände. Ohne von der
Raketen auf Kuba
zu wissen wurde von den Amerikanern alles für die Invasion vorbereitet.
Für die
Kriegsvorbereitung tagte im Weißen Haus das Exekutiv-Komitee. das war
eine Gruppe des
Nationalen Sicherheitsrates, welche in streng geheimen und vor der
Öffentlichkeit
verborgenen Sitzungen diskutierte. Präsident Kennedy sicherte sich ab,
indem er dort CIA
und Militärs mitreden ließ und somit nicht mehr allein verantwortlich
war. Außerdem ließ er
die Gespräche heimlich auf Tonband aufzeichnen. Er wollte sich damit
vielleicht dagegen
absichern, daß man wieder ihm allein, wie beim Schweinebucht-
Unternehmen, die ganze
Schuld gab. Diese Tonbandaufzeichnungen sind heute wichtige Dokumente.
Das Dokument
der Sitzung des Krisenstabes vom 27. Oktober ist zweifellos das
wichtigste - wie zu keinem
Zeitpunkt der Nachkriegsgeschichte stellt sich an diesem Samstag die
Frage nach Krieg und
Frieden. Anfang Oktober 1962 hatten die Politiker und Militärs in
Washington den größten
Teil der Planung zur Eroberung Kubas bereits hinter sich. Die
kubanische Gesellschaft sollte
als Model für andere Entwicklungsländer vernichtet werden. Zum zweiten
sollte mit der wohl
vorbereiteten und gewollten Krise die UdSSR vor den Augen der Welt zum
Nachgeben
gezwungen werden. Mit der Krise sollte deutlich gemacht werden, daß die
USA immer noch
die Nummer eins in der Welt wären.
Zur Bedrohung und Einschüchterung der UdSSR waren die USA im Oktober
1962 vielleicht
wie zu keinem anderen Zeitpunkt fähig, die UdSSR mit einem massiven
atomaren Erstschlag
zu entwaffnen und einen Atomkrieg damit zu gewinnen. Die USA hatten ein
erstschlagsfähiges Atomwaffenpotential. Sie waren der UdSSR bei den
Atomsprengköpfen im
Verhältnis 17:1 überlegen (5000 gegenüber 300), bei den
Langstreckenbombern 8:1 (1300
gegenüber 155) und bei den Interkontinentalraketen 5:1 (229 gegenüber
44). Die UdSSR hatte
damals im Gegensatz zu den USA keine Raketen-U-Boote und keine
vergleichbare Flotte mit
Flugzeugträger, von denen Jagdbomber mit Atomwaffen starten konnten.
Einige Militärs
brüsteten sich mit diesem Drohpotential. Da das Verhältnis nie wieder
für die USA so günstig
sein sollte, könnten es manche Militärs dem Präsidenten Kennedy und
seinem Bruder
besonders übel genommen haben, daß sie 1962 die Gelegenheit zum Sieg
über die UdSSR
nicht wahrnehmen wollten. Denn zur damaligen Zeit wurde von führenden
Politikern und
Militärs auch der Atomkrieg als Mittel der Politik begriffen.
Für den Angriff auf Kuba brauchte man noch einen Legitimation gegenüber
den Völkern.
Man dachte daran, wie schon im Krieg zwischen den USA und Spanien 1898,
wieder selber
ein amerikanisches Schiff vor Kuba zu versenken, um damit einen Vorwand
für die Invasion
zu haben. Am 15. Oktober 1962 wurden dann von amerikanischen
Aufklärungsflugzeugen die
sich im Aufbau befindende Raketenstellungen auf Kuba fotografiert.
Diese Erkenntnisse
wurden als Auslöser und Anlaß für die Krise benutzt und waren nicht
etwa die Ursache für
die Krise, wie es den Menschen durch die Massenmedien und die
Geschichtsbücher erzählt
wurde. Diese Geschichtsverfälschung wird bis heute aufrechterhalten.
Trotzdem der
sowjetische Außenminister Gromyko zu dieser Zeit in Washington war,
wurde nicht mit ihm
über die Raketen gesprochen, denn das Exekutiv-Komitee wollte nicht
einmal testen, ob die
Sowjets mit sich reden ließen und kompromißbereit wären. Denn man
wollte die
Konfrontation mit der UdSSR. Man wollte die Krise.
Der Grund dafür war, daß der Präsident und seine Berater in der von den
Massenmedien
antikommunistisch aufgehetzten amerikanischen Gesellschaft einem
enormen politischen
Druck ausgesetzt waren.
Sie mußten unbedingt einen eindeutigen politischen Erfolg, einen
beispielhaften "Sieg" über
die UdSSR aufweisen. Kennedy war auf einen Erfolg unter allen Umständen
angewiesen und
konnte sich einen weiteren Rückschlag oder einen unbefriedigenden
Teilerfolg nicht leisten.
Er mußte die Rache des politischen Apparates fürchten. Die Bürokratie
hätte alle aus dem
Weißen Haus kommenden politischen Initiativen im Keim ersticken können
und die Karriere
Kennedys wäre damit beendet gewesen. Die Kennedy- Administration sah
sich mit einer
Revolte des Militärs, mit einer Revolte der "Betonfraktionen"
(engstirnige, starrsinnige, rechte
Einstellung) anderer Behörden wie CIA und und mit einer Revolte der
Republikaner und
einiger Demokraten im Kongreß konfrontiert. Die Krise, mit der man
Druck auf die UdSSR
ausüben konnte, war etwas, über das man sich schon lange vorher
Gedanken gemacht hatte:
Durch Mobilisierung und Alarmbereitschaft wollten die USA immer mehr in
die Nähe eines
Krieges kommen, ohne die Schwelle zum Krieg überschreiten zu wollen.
Die UdSSR würde
dadurch unter Druck geraten und müßte politisch nachgeben. Bei der
Krise durfte der
Überblick über den riesigen globalen Schauplatz nicht verloren gehen,
weil die Krise sonst
zum Krieg eskaliert wäre. Falsche Handlungsweisen von
Militärangehörigen irgendwo auf der
Erdkugel hätten bei der Krise zum Atomkrieg führen können. Man sprach
davon, daß für die
Leitung einer Krise Kontrolle, Flexibilität, Wahlmöglichkeiten und ein
großer militärischer
Handlungsspielraum nötig gewesen sei. Im Exekutiv-Komitee setzte sich
der Vorschlag des
Verteidigungsministers McNamara durch. Er war dafür, die Krise mit
einer Seeblockade
gegen Kuba zu beginnen. Die Seeblockade sollte mit einer
Atomschlagsdrohung gegen die
UdSSR gekoppelt werden, um die UdSSR in die Ecke zu drängen und um zu
zeigen, daß die
USA die Nummer eins waren. Es wurde nicht der geringste Versuch
unternommen, mit der
UdSSR ins Gespräch zu kommen und zu prüfen, ob der Konflikt um die
Raketen mit
politisch-diplomatischen Mitteln beigelegt werden könnte. Ein
vorzeitiges Einlenken der
Sowjets war gar nicht erwünscht. Der US- Botschafter bei der UNO Adlai
Stevenson hatte
andere Ziele und legte einen Plan zur friedlichen Beilegung des
Konfliktes vor.
Die Kriegshetze betreibenden Massenmedien nahmen ihm das sehr übel und
so mußte Adlai
Stevenson später einen hohen politischen Preis dafür bezahlen. Die
Massenmedien nahmen
ihn Monate später ins Kreuzfeuer der Kritik. Adlai Stevenson und mit
ihm der ganze liberale
Flügel innerhalb der Demokratischen Partei waren dadurch schwer
angeschlagen. Sie
brauchten Jahre, um durch die Massenmedien wieder kritisch die Stimme
erheben zu können
und Einfluß ausüben zu können. Die Massenmedien hatten für ihre
Kriegstreiberei zusammen
mit Adlai Stevenson eine ganze politische Richtung ausgeschaltet. Das
hatte zur Folge, daß
die liberalen Demokraten um Adlai Stevenson mit ihren Vorstellungen in
den
darauffolgenden Jahren den Kalten Krieg nicht beenden konnten, und daß
sie auch die
Eskalation der Krieges in Vietnam nicht verhindern konnten.
Kurz bevor die Krise richtig begann, wurde vielen Mitgliedern des
Exekutiv-Komitees erst
klar, worauf sie sich eingelassen hatten - nämlich eine Entscheidung zu
treffen, die
möglicherweise die Vernichtung der Menschheit bedeutete. Einige wurden
wegen der Last
der sich selbst aufgebürdeten und angemaßten Verantwortung unsicher.
Anspannungen und
Schlafmangel begannen sich auszuwirken, was in den Sitzungen dazu
führte, daß
Meinungsverschiedenheiten in einem scharfen Ton ausgetragen wurden.
Ungeduld,
Zornanfälle, Wut und Enttäuschung prägten die Sitzungen.
Die Verkündung und Inszenierung der Krise wurde mit einer reibungslosen
Zusammenarbeit
mit den Massenmedien erreicht. Für die Inszenierung von Kriegen und
Krisen haben Politiker
nämlich keine Probleme mit den Massenmedien. Kennedys Rede wurde in
mehrere Sprachen
übersetzt und auf Ton- und Filmträgern innerhalb weniger Stunden um den
ganzen Globus
verteilt. Mit Ausnahme der sozialistischen Länder wurde mit einer
Propagandaaktion in die
hintersten Winkel der politischen Welt vorgedrungen. Die UdSSR wurde
mit den
Massenmedien propagandistisch überrollt und politisch in die Ecke
gedrängt. Es war ein
Meisterwerk psychologischer Kriegführung. Der amerikanische Präsident
wurde als Befreier
von Diktaturen und als ein Detektiv, welcher die sowjetischen Raketen
auf Kuba entdeckte,
dargestellt. Durch die Massenmedien wirkte er als Souverän der
westlichen Welt. Die
sowjetischen Führer wurden von den Massenmedien als hinterlistige und
heimlich agierende
Lügner, Betrüger und Täuscher dargestellt. Durch die Arbeit der
Massenmedien der
vorherigen Jahre im allgemeinen und durch die Kennedy-Rede noch einmal
im besonderen
wurde den Menschen eine sowjetische Bedrohung suggeriert. Mit der Krise
sollte wieder
Vorkriegszeit in einem Kampf gegen Totalitarismus sein. So wie im
zweiten Weltkrieg die
Bedrohung von den deutschen Nazis ausgegangen sei, so ginge jetzt eine
Gefahr von den
sowjetischen Raketen aus. Der womöglich kommende Krieg werde ein
gerechter Krieg sein,
so wie der Krieg gegen Hitler. Im Gegensatz zu Adlai Stevenson, welcher
von den
Massenmedien später vernichtet wurde weil er für den Frieden war, wurde
Kennedy mit
seinem Public-Relations-Programm für Krise und Krieg von den
Massenmedien in den
Mittelpunkt gestellt. Alle Aufmerksamkeit sollte ihm gelten. Die
Massenmedien wollten mit
ihm in dieser Beziehung die selbe Sprache sprechen. Die Massenmedien
der Welt waren zu
einem riesigen Markt für die US Information Agency und die Voice of
America geworden.
Nie in der Nachkriegszeit funktionierte die Public Relation besser, nie
wurde in so kurzer Zeit
so erfolgreich Meinung gemacht. Es zeigte sich, daß die Macht der
Massenmedien so groß ist,
daß nur wenige Regierungen in der westlichen Welt und in den
Entwicklungsländern sich
dem allgemeinen Anpassungs- und Konformitätsdruck entziehen konnten.
Der Kreml wurde
von der weltweiten Inszenierung völlig an die Wand gespielt. Die ersten
"historischen
Studien" zur Kuba-Krise, die später auf den Markt kamen, waren reine
Abschriften aus den
damals kriegshetzenden Massenmedien. Da das von den Massenmedien
gesagte in der
heutigen Gesellschaft immer noch als Realität gilt, beeinflussen diese
wertlosen
Informationen bis heute die "Historiker". In dem kollektiven Gedächtnis
von Generationen
sind in Europa wie in Amerika immer noch die alten Thesen über die
Kuba-Krise verankert,
die von den Massenmedien damals aufgestellt wurden.
Die Krise hätte durch das Verlieren der Kontrolle jederzeit zu einem
Atomkrieg werden
können. Weil die Kontrolle über eine Krise schon immer eine Illusion
war, hält sogar der
damalige Verteidigungsminister McNamara heute eine Krise für ein nicht
akzeptierbares
Risiko. Er meint heute, daß Krisen deshalb vermieden werden sollten.
Damals als er das
Risiko eines Atomkrieges eingehen wollte, schien er es sich wegen dem
enormen politischen
Druck nicht leisten zu können, so zu sprechen. Hier soll an ein paar
Beispielen gezeigt
werden, wie schnell die Kontrolle über die Krise entgleiten konnte:
• Admiral Anderson willigte bei der Seeblockade erst nach heftigem
Wortwechsel ein,
daß die Navy das Feuer nur auf ausdrücklichem Befehl aus Washington
eröffnen
würde.
• Sowjetische U-Boote wurden im Sperrgürtel auf hoher See mit kleinen
Wasserbomben
zum Auftauchen gezwungen. Dabei wurde ein U-Boot so sehr beschädigt,
daß es die
Heimreise antreten mußte.
• Auf dem Höhepunkt der Krise am 27. Oktober drang ein amerikanische
Aufklärungsflugzeug in Sibirien in den sowjetischen Luftraum ein. Solche
Aufklärungsflüge hätte man im Vorfeld von Atomangriffen gemacht. Ob es
eine
Herausforderung oder ein Versehen war, ist bis heute nicht aufgeklärt.
Die
amerikanische Führung hatte es versäumt, solche Flüge in Grenznähe zu
untersagen.
Sie überschauten auch nicht die gefährliche Situation, die sich ergab,
als in Alaska
amerikanische Jagdflugzeuge starteten, welche das Aufklärungsflugzeug
zurückbegleiten sollten.
• Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug wurde im kubanischen Luftraum
von
sowjetischem Militär mit einer Rakete abgeschossen. Das geschah aus
menschlichem
Versagen von Seiten des sowjetischen Personals aus, weil es kurz vorher
in dieser
Gegend heftige Gefechte mit Sabotagetrupps gegeben hatte, die vom CIA
unterstützt
wurden.
• Am 24. Oktober ging ein sowjetisches U-Boot zwischen zwei
sowjetischen Frachtern
in Stellung. Sie waren nur wenige Meilen vom Sperrgürtel entfernt.
Niemand wußte,
ob es zum Feuergefecht kommen würde. Mit 18-stündiger Verspätung wurde
Washington darüber benachrichtigt, daß die sowjetischen Schiffe ihre
Fahrt
unterbrochen hatten. Buchstäblich in letzter Minute erhielt dann die
amerikanische
Marine die Weisung, nichts gegen das sowjetische U-Boot zu unternehmen.
• Entgegen aller Vorschriften versetzte General Power am 22. Oktober die
Atomstreitkräfte mit einem unverschlüsselten Funkspruch in
Alarmbereitschaft. In
unverschlüsselter Form hätte er den Funkspruch zu den
Atomraketengeschwardern
und zu den Atombombern ebensogut über den lokalen Rundfunksender machen
können. Er tat das mit Absicht, um der UdSSR zu demonstrieren, wie sehr
sich die
USA im militärischen Vorteil fühlten. Die amerikanischen Militärs
wollten nicht
einsehen, daß solches In-die- Enge-Treiben der UdSSR zu panischen
Überreaktionen
und zu unkalkulierbaren Kurzschlußhandlungen führen konnte.
• In der gespannten Situation in der Kennedy am 22. Oktober die Rede
hielt, wurden
wenige Stunden zuvor die Jupiter-Atomraketen in der Türkei ohne das
Wissen der
amerikanischen Führung in einem offiziellen Zeremoniell türkischem
Kommando
unterstellt. Das führte bei der UdSSR zu einem Eindruck, der von der
amerikanischen
Führung nicht vorhergesehen war. Auch das hätte mit zu panischen
Überreaktionen
und zu unkalkulierbaren Kurzschlußhandlungen beitragen können.
Nicht nur solche Zwischenfälle waren gefährlich, weil die Krise dadurch
jederzeit zu einem
Atomkrieg eskalieren konnte. Es bestand auch die ganze Zeit die Gefahr
eines
Militärputsches. Die Militärs hätten jederzeit die Macht übernehmen
können, weil ihnen die
Maßnahmen alle nicht weit genug gingen. Präsident Kennedy balancierte
während der Krise
die ganze Zeit zwischen einem versehentlich eskalierten Weltkrieg und
einem Militärputsch.
Der damals nicht stattgefundene Militärputsch könnte sich verspätet in
den Morden an den
Präsidenten John F. Kennedy und seinen Bruder Robert F. Kennedy
ausgedrückt haben.
Während der 13 Tage der Krise im Oktober 1962 konnte niemand - weder in
Washington
noch in Moskau - wissen was der nächste Tag bringen würde. Man lebte in
einer vollkommen
unsicheren Situation. Die Mitglieder des Exekutiv-Komitees lebten
während der ganzen Zeit
mit dem Bewußtsein, daß eine direkte militärische Konfrontation der
beiden großen
militärischen Atommächte unvermeidlich war. Die radikalen (die
"Falken") wie die
gemäßigten Mitglieder (die "Tauben") dieses Komitees hatten den
Eindruck, daß sie mit dem
bisherigen Ablauf der Krise nichts erreichten, und daß militärische
Gewaltanwendung die
einzige Konsequenz sei. Die Brüder John F. Kennedy und Robert F.
Kennedy sahen sich in
der schlimmsten Situationen der Krise, wo es am 24. Oktober zu einem
Feuergefecht mit dem
sowjetischen U-Boot kommen konnte, von den äußeren Umständen getrieben
und ohne eine
andere Wahlmöglichkeit. Vermittlungsversuche von der UNO waren sinnlos,
weil die
amerikanische Führung unter einem Sachzwang stand. Sie war durch das
von den
Massenmedien gemachte Denken in der ganzen Gesellschaft zur "Politik
der Stärke"
gegenüber der UdSSR gezwungen, um politisch überleben zu können. Sie
waren gezwungen,
mit der Krise bis zu einem "Sieg" weiterzumachen. Die UNO-
Vermittlungsgespräche hätten
die Aktionen für das Fortführen der Krise erschwert. Die UdSSR machte
das Angebot, die
Raketen auf Kuba abbauen zu lassen, wenn die USA dafür ihre Raketen in
der Türkei
abziehen würden. Das hätte für die USA ein guter Handel sein können,
weil ihre Raketen in
der Türkei schon veraltet waren. Dieser Handel konnte aber nicht
eingegangen werden, weil
der Sinn der Krise für die Mitglieder des Exekutiv-Komitees ein
psychologischer war: Auf die
UdSSR sollte Druck ausgeübt werden, sie sollte öffentlich bloßgestellt
werden, sich in die
Ecke gedrängt fühlen und vor der ganzen Welt zum Nachgeben gezwungen
werden. Erst
damit sollte das Ziel der gefährlichen Krise erreicht gewesen sein. Die
Mitglieder des
Exekutiv-Komitees wirkten wie Pokerspieler, die ihren Einsatz immer
weiter erhöhen mußten
oder anderenfalls alles verlieren konnten. Als Präsiden Kennedy sich
die Möglichkeit offen
halten wollte, mit dem beiderseitigen Raketenabbau die Krise wider
beenden zu können,
drohten ihn Mitglieder des Exekutiv-Komitees damit, daß der
Beamtenapparat ihm die
Mitarbeit verweigern würde. Der Vertreter des Sicherheitsdienstes
McGeorge Bundy redete in
dieser Beziehung besonders auf den Präsidenten ein. Kennedy wäre mit
der Verweigerung des
Beamtenapparates politisch ausgeschaltet gewesen. Man setzte sich über
die Bedenken, die
dem Präsidenten mittlerweile gekommen waren hinweg. Der UdSSR wurde mit
einem Brief
zu verstehen gegeben, daß die USA nicht mit sich verhandeln ließen.
Kennedy mußte sich
dem Druck wider besseren Wissen beugen. Mit dem Brief mußte es aber zu
einer weiteren
Zuspitzung kommen. Die Aussichten auf eine politische Verständigung mit
der UdSSR
wurden erheblich vermindert. Die Mitglieder des Exekutiv-Komitees
hatten sich selbst einen
Sachzwang aufgelegt als sie mit der Krise begannen. Es gab für sie kein
Zurück mehr. Als die
UdSSR nicht nachgeben wollte, waren sie gezwungen, immer weiter auf den
Krieg
zuzusteuern. So wechselten immer mehr von der Seite der "Tauben" (gegen
Krieg) zu der
Seite der "Falken" (für Krieg). Verteidigungsminister McNamara und
Robert Kennedy hatten
es aufgegeben, noch nach Auswegen zu suchen. Sie interessierten sich
nur noch dafür wie der
Großangriff gegen Kuba durchzuführen war. Allen war klar, daß die UdSSR
wegen dem
sowjetischen Personal an den Luftabwehr- und Mittelstreckenraketen
sofort in den Krieg mit
hineingezogen werden würde, und daß die Krise dann weiter zum Atomkrieg
eskaliert wäre.
Für die USA war es gefährlicher geworden, Kuba anzugreifen. Denn der
CIA hatte gemeldet,
daß einige von den Atomraketen auf Kuba vor kurzem bereits
einsatzbereit gemacht wurden.
Trotzdem traten die Falken immer radikaler auf. Die Militärs setzten
sich durch ihren
Sprecher, General Maxwell Taylor, geradezu anmaßend in Szene. Sie
ließen John F. Kennedy
wissen, daß er gar keine Wahl mehr habe. Für sie war es nur noch eine
Frage von Stunden,
wann die ersten Bomber nach Kuba starten würden. Es war deutlich zu
spüren, daß die Falken
über John F. Kennedys beharrlichen Zögern empört waren. Sie wollten
jetzt alles und setzten
Kennedy immer massiver unter Druck. Die Stimmung im Exekutiv-Komitee
war aggressiv,
verbittert und haßerfüllt. Die Falken ließen ihrer Wut freien Lauf,
indem sie laut über die
Erfahrung der Schweinebucht nachdachten: Schon damals habe Präsident
Kennedy mit seiner
"Ja-Aber" Politik den Erfolg des Unternehmens von vorn herein
gefährdet. Er habe in letzter
Minute buchstäblich alles in den Sand gesetzt, indem er eine
Unterstützung durch die
amerikanische Luftwaffe und Marine untersagte. Es wurde sehr
zweifelhaft, ob John F.
Kennedy dem Druck seiner Berater würde widerstehen können. George W.
Ball -
Staatssekretär im Außenministerium erinnerte sich: "Die Falken wurden
immer bösartiger und
traten um so geschlossener auf, je mehr Zeit verging. Paul Nitze (U.S.
Marine-Minister und
alter Antreiber des Kalten Krieges) leitete die Attacken der Falken. [.
. .] ich fürchtete mich zu
Tode, daß Nitze, Dillon und Taylor den Präsidenten zermürben würden."
Von den Militärs im
Pentagon wurde berichtet, daß sie wegen Kennedys Zaudern "die Wände
hochgingen".
Auf den Tonbänder konnte man hören, wie Wut und Aggressionen der
Anwesenden nur mit
großer Anstrengung kanalisiert wurden, als der Präsident nicht
entschlossen rücksichtslos zu
den europäischen Verbündeten in der NATO war. Die Europäer, die im
Atomkrieg
untergegangen wären, sollten den einseitige Entscheidungen der USA ohne
vorherige
Beratung zustimmen, und sich damit selbst verpflichten der US-Politik
zu folgen. Sie sollten
ihre Meinung darlegen, ohne über das Problem voll im Bilde zu sein. Sie
sollten die
Kriegsgefahr spüren, aber im unklaren bleiben, welche Risiken die USA
eigentlich eingehen
wollten. Kurz, die USA sollten ihrer Konsultationspflicht nachkommen
und die Europäer
sollten einen politischen Blankoscheck unterschreiben.
Am Höhepunkt der Krise nahm der Entscheidungsdruck noch weiter zu. Die
Diskussionen
forderten einen immer größeren physischen und psychischen Tribut. Zwei
der Mitglieder
mußten wegen Überforderung und Erschöpfung ausscheiden. Aus dem
Sachzwang der
"Politik der Stärke", mit der Druck auf die UdSSR ausgeübt werden
sollte, schien es keinen
Ausweg zu geben. Niemand wagte an Alternativen zu denken oder sie gar
auszusprechen. Der
kommende Krieg war von Seiten der USA eine beschlossene Sache. Er
konnte nur noch durch
Einlenken der UdSSR verhindert werden. Die Mitglieder des
Exekutiv-Komitee hofften
darauf, aber sie erwarteten es nicht einmal, weil sie etwas von der
UdSSR erwarteten, was sie
selber im umgekehrten Fall empört zurückgewiesen hätten. Als letzten
Ausweg ließ Präsident
Kennedy Leuten aus seinem engsten Vertrautenkreis geheimdiplomatische
Tätigkeiten
machen. Sein Bruder Robert F. Kennedy bekam den Auftrag, mit einem
sowjetischen
Vertreter in Washington zu sprechen. Er sollte ihn über den Ernst der
Lage aufklären und ihm
klar machen, daß ein Krieg unvermeidbar war. Glücklicherweise konnte
der sowjetische
Vertreter das verstehen. Im Moskau wurde daraufhin alles getan, um den
USA zu zeigen, daß
man auf die zuletzt gestellte Forderung eingehen wollte. Chruschtschow
lenkte ein indem das
tat, was die Amerikaner ihrerseits empört zurückgewiesen hätten und
wendete dadurch den
Atomkrieg ab. Es wurde in großer Eile getan, weil man meinte, nur noch
wenig Zeit zu haben.
So konnte nur ganz knapp ein Atomkrieg vermieden werden. Die
eigentlichen Vorhaben des
Luftkrieges und der Invasion in Kuba gingen bei all dem unter.
Möglicherweise hatten die
inzwischen abschußbereiten Mittelstreckenraketen auf Kuba dabei eine
Rolle gespielt.
(Wenn damals schon so ein primitiver Mensch wie Ronald Reagan Präsident
gewesen wäre,
wäre der Atomkrieg sicher gewesen. - der Herausgeber)
Zusatz zum Kapitel über die UFOs
Um einen magnetisch-angetriebenen Flugkörper stark beschleunigen zu
können, läßt man ihn
am besten in einer Polarregion starten, in der die Magnetfeldlinien
besonders stark wirken.
Die Deutschen experimentierten zum Beispiel im hohen Norden in
Spitzbergen mit dem Start
von Flugscheiben. Der Flugscheibenkonstrukteur Andreas Epp: "Eine 42
Meter große
Flugscheibe wurde gebaut, von Miethe und Beluzzo. Diese Flugscheibe
sollte dann nach
Spitzbergen geflogen werden, und sie sollte auf einem Richtstrahl mit
einer unbekannten
Sendefrequenz zurückfliegen"1 Man hatte in Deutschland wahrscheinlich
schon früher
erkannt, daß die fliegenden Untertassen die Luft- und Raumfahrzeuge der
Zukunft sein
würden. Um Startplätze für diese Fahrzeuge in der Antarktis
beanspruchen zu können befahl
Hermann Göring 1938 eine Expedition in die Antarktis. Bei dieser
Expedition mit dem
Flugzeugmutterschiff "Neuschwabenland" aus Bremen fand man eisfreie
Gegenden in der
Antarktis, nahm 600 000 km² für Deutschland in Besitz. Dieses Gebiet
wurde Stützpunkt für
die Versuche mit den Flugscheiben, es heißt bis heute "Neuschwabenland".
1947 machte sich der amerikanische Admiral Richard Evelyn Byrd mit 4000
Soldaten, einem
Flugzeugträger und einem weiteren Kriegsschiff auf den Weg in die
Antarktis. Zu dem Zweck
der Expedition des Admiral Byrd sagte der Berichterstatter der
chilenischen Zeitung 'El
Mercurio' am 5.3.1947: "Admiral Richard E. Byrd machte mir heute die
Mitteilung, daß es für
die Vereinigten Staaten notwendig sei, Schutzmaßmahmen gegen feindliche
Flieger zu
ergreifen, die aus den Polargegenden kommen. Er habe nicht die Absicht
jemanden zu
erschrecken, aber 'die bittere Wirklichkeit ist die, daß im Falle eines
neuen Krieges die
Vereinigten Staaten von Fliegern angegriffen werden, die von einem Pol
zum anderen in
phantastischer Geschwindigkeit zu fliegen in der Lage sind.' "
Zitatende. Hier wird deutlich,
daß auch die Amerikaner glaubten, die deutschen fliegenden Untertassen
würden sich entlang
der Magnetfeldlinien der Erde bewegen. Byrd sollte die fehlende
Technologie der deutschen
Flugscheiben in der Antarktis erbeuten. Die deutschen Resttruppen mit
ihren fliegenden
Untertassen hatten aber die Luftüberlegenheit, und so mußte Admiral
Byrd nach wenigen
Tagen und mit einer nie genannten Anzahl von Flugzeugverlusten die
Operation abbrechen,
obwohl ihm für die Mission acht Monate und unbegrenzte Mittel zur
Verfügung standen.2
Für das nichtoffizielle amerikanische Weltraumprojekt "Alternative 3"3,
bei der die Technik
der fliegenden Untertassen benutzt wird, war die Geschichte Admiral
Byrds sehr gefährlich.
Durch die Geschichte der Antarktisexpedition Admiral Byrds mit dem sehr
merkwürdigen
Ende bestand die Gefahr, daß man irgendwann auf das streng geheime
Weltraumprojekt
"Alternative 3" kommen würde. Die Leiter des Weltraumprojekts
"Alternative 3"
unternahmen viel später etwas, um Admiral Byrd zu diskreditieren. Die
Leiter des
Weltraumprojekts "Alternative 3" hatten zumindest 1983 die Technik der
Zeitmaschine des
"Montauk-Projektes" zur Verfügung. Mit dieser Zeitmaschine suchten sie
Admiral Byrd 1947
bei seinem Flug über den Nordpol auf. Diese Aktion ist unten am Ende
des Zusatzes zum
Kapitel über die Zeitmaschine beschrieben.
Quellennachweis:
1. Video: UFO, Geheimnisse des dritten Reichs, AV Medienproduktion,
Mooranger 11a, D-90592 Schwarzenbruck, Tel: 09128-13600,
Fax: 09128-14817
2. Inge Schneider: Neue Technologien zur Freien Energie, Jupiter Verlag
Adolf und Inge Schneider, ISBN 3-906571-08-4 (Seite 87)
3. Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles: Alternative 3,
Edition Pandora, Sonnenbichl 12, 86971 Peiting, ISBN 3-89539-
288-x
(Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles:"Alternative 3",
Warner Books, A Division of Little, Brown and Company (UK)
Limited, Brettenham House, Lancaster Place, London WC2E 7EN, ISBN 0
7515 1009 2
Little, Brown and Company (UK) Limited, P.O. Box 11, Falmouth, Cornwall
TR10 9EN, Fax No. 0326 376423)
Zusatz zum Kapitel über die Zeitmaschine
Dünkirchen
Der stellvertretende Leiter des Montauk-Projektes berichtete, daß seine
Vorgesetzten ohne
sein Mitwirken Veränderungen im Zeitablauf vornahmen, und daß sie
besonders am ersten
und zweiten Weltkrieg Änderungen vornahmen. Hiermit könnte auch das
Geheimnis von
Dünkirchen von 1940 erklärt werden. Die Amerikaner hatten keine
Interesse daran gehabt,
daß Alliierte und Deutschland sich gegenseitig aufrieben, sondern eher
daran, daß
Deutschland alle seine Zerstörungskraft gegen die UdSSR richtete.
Das Geheimnis von Dünkirchen besteht darin, daß Hitler den Kern der
britischen Armee
entkommen ließ, nachdem er die Schlacht an der Maas gewonnen hatte.
Unverständlicherweise gab er seinen Panzern vor Dünkirchen den
Stopp-Befehl. Der
Umstand, daß der Kern der britischen Armee dadurch bestehen blieb,
sollte sich später
kriegsentscheidend auswirken. Dies hört sich wie eine Absprache auf
höchster Ebene an. Es
könnte aber auch gewesen sein, daß man Hitler mit einem Eingriff durch
die Montauk-
Zeimaschine gedroht hatte. In der modernen Kriegsführung gibt es viele
Möglichkeiten für
den Eingriff mit der Zeitmaschine, und es gibt auch deutliche Hinweise
auf Eingriffe mit der
Zeitmaschine an entscheidenden Stellen:
1. Das deutsche Schlachtschiff "Bismarck" konnte von den Briten nicht
aufgehalten
werden, als es in den Atlantik durchbrach. Es schien keinen Schaden zu
nehmen, und
es fegte die stärksten britischen Schiffe von der Wasseroberfläche. Die
"Bismarck"
hätte schreckliche Verheerungen bei den Geleitzüge anrichten können,
welche
Großbritannien versorgten. Und das hätte sich kriegsentscheidend
ausgewirkt. Die
"Bismarck" wurde aber durch einen scheinbaren Glückstreffer von einem
Flugzeug
mit einem Torpedo am Steuerruder manövrierunfähig geschossen.
2. In der Nacht vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor verließen
die
amerikanischen Flugzeugträger den Hafen. Sie wurden somit nicht Opfer
des
japanischen Angriffs. Damit scheiterte der japanische Erstschlag, bei
dem den
Amerikanern ein nicht wieder aufholbarer Verlust zugefügt werden
sollte. Denn die
Flugzeugträger spielten im Pazifikkrieg die entscheidende Rolle.
3. Die entscheidende Seeschlacht im Pazifik bei den Midway-Inseln
konnte von den
Amerikanern gewonnen werden, weil ein amerikanisches
Aufklärungsflugzeug die
japanischen Flugzeugträger scheinbar zufällig entdeckte. Diese
Entdeckung führte zur
Zerstörung der japanischen Flugzeugträger durch amerikanische
Kampfflugzeuge.
Anders war es bei der deutschen Operation zur Besetzung Norwegens,
welche fast zeitgleich
zur Schlacht an der Maas stattfand. Dort gab es für die Deutschen
kritische Momente, welche
nicht von der amerikanischen Zeitmaschine in Montauk ausgenutzt wurden.
Die Deutschen
hätten bei der Besetzung Norwegens sehr große Verluste haben können.
In dem Moment als Hitler den Stopp-Befehl für seine Panzer vor
Dünkirchen gab, gab es für
das Montauk-Projekt die Möglichkeit, mit sogenannter
"Informationsübertragung" auf Hitlers
Bewußtsein einzuwirken. Man konnte ihm damit bewußt machen, daß der
Zeittunnel in
Montauk seiner Armee bei der kurz vorher stattgefundenen Besetzung
Norwegens
empfindliche Verluste zufügen konnte. Obwohl die Deutschen den
Alliierten bei der
Besetzung Norwegens überlegen waren, hätten sie sich keine scheinbar
unglückliche Zufälle
mit großen Verlusten leisten können. Dieser Drohung durch den
Zeittunnel des Montauk-
Projektes könnte Hitler nachgegeben haben, als er seine Panzer vor
Dünkirchen stoppen ließ.
die "Herren in Schwarz"1
Mit der Existenz des Zeittunnels ist auch auf jeden Fall das Phänomen
der "Herren in
Schwarz" (Men in Black - MIB) erklärt. Die "Herren in Schwarz" (Men in
Black - MIB)
wurden von den UFO-Forschern lange Zeit für Außerirdische gehalten. Sie
sind aber
Zeitreisende, die von einem Zeittunnel-projekt ausgesendet werden, um
das allgemeines
Bekanntwerden von UFOs zu verhindern. Sie sind ein kleines Team von
schwarzgekleideten
"Inquisitoren", die UFO-Forscher und UFO- Beobachter mit Schikanen,
ungewöhnlichen
Unfällen und mysteriösen Unfällen zum Schweigen bringen. Sie sprechen
am Telefon
Drohungen aus, und warnen Forscher bestimmte Untersuchungen zu beenden.
Die Besuche
von diesen ominösen Fremden machen physisch schmerzvoll klar, daß ihre
Anweisungen, die
UFO-Untersuchungen zu beenden gewaltsam erzwungen würden. Sie tauchen
an den
wichtigsten Stellen in der Geschichte auf, an denen etwas über UFOs
bekannt werden könnte,
und sie wirken diesem Bekanntwerden effektiv entgegen. Sie erscheinen
an Haustüren von
UFO-Zeugen und maßen sich Befugnisse an, die sich später als
ungerechtfertigt herausstellen.
Sie geben sich häufig als Luftwaffenoffiziere in Zivil oder als
Regierungsbevollmächtige aus,
und sie fordern die UFO-Zeugen unter Androhung von Repressialien zum
Schweigen auf.
Eventuell vorhandene Dokumentationen, Fotos, Filme und
Sichtungsberichte werden unter
fadenscheinigen Gründen unquittiert beschlagnahmt. Die "Herren in
Schwarz" (Men in Black
- MIB) tauchen überall und ohne Voranmeldung auf. Nichts bleibt ihnen
verborgen. Sie
scheinen über alles und jeden informiert zu sein: Über Inhalts von
Saves, über vertrauliche
Telefonate und sogar über die nächsten Schritte übereifriger
UFO-Forscher, die irgend ein
heißes Eisen aufgegriffen haben. Bleiben die telefonischen oder
persönlich zugestellten
Warnungen der "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) ohne Erfolg, und
wird ihnen das
verlangte Beweismaterial vorenthalten, so scheuen sie auch nicht vor
Einbrüchen,
Brandstiftungen und schlimmerem zurück. Sie bedienen sich eines
Mafia-Stils mit schwarze
Staatskarosse, schwarze Anzüge und schwarz gefärbte Haare, womit sie
wie Sizilianer wirken
wollen. Mit diesem Äußeren wollten sie vor allem die Leute in den 50er
Jahren in Angst und
Schrecken versetzen, und sie sollen dazu gebracht werden, über ihre
Erfahrungen mit UFOs
zu schweigen.
Ihr Wirken ist aber schon im Jahre 1897 zu erkennen. Damals vielen in
Texas nach
Zeitungsberichten Keramikstücke von einem UFO herab. Am darauffolgenden
Tag erschien
schon einer dieser Herren mit dem südländischen Äußeren und kaufte die
Fragmente auf.
Die wichtigste Zeit für das Wirken der "Herren in Schwarz" (Men in
Black - MIB) begann
jedoch 1947, als sich die UFO-Abstürze in New Mexico herumsprachen. Die
Berichte von
den UFO-Abstürzen in diesem Jahr wären niemals publik geworden, und sie
wären vielleicht
ganz untergegangen, wenn es nicht kurz zuvor zu einer großen Welle von
UFO-Sichtungen
und zu vielen Meldungen darüber in den Zeitungen gekommen wäre. Die
wichtigste UFOSichtung
war die von Kenneth Arnolds am 24.6.1947 am Mount Rainier im Staate
Washington. Gegen Kenneth Arnold konnten die "Herren in Schwarz" (Men
in Black - MIB)
aus irgend einen Grund nichts ausrichten. Sie treten an dieser Stelle
aber deutlich in
Erscheinung. Am Tag vor Kenneth Arnolds UFO-Sichtung und auch in der
Nähe des Mount
Rainier gab es noch eine andere UFO-Sichtung, wobei ein UFO sogar
Material abkippte. Der
Zeuge wurde von einem "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) besucht,
welcher ihm
nachdrücklich nahelegte, über die Sache zu schweigen. Der Zeuge
verlangte jedoch die
Einschaltung von Fachleuten der amerikanischen Luftwaffe. Zwei
Nachrichtenoffiziere der
Luftwaffe besuchten den Zeugen und nahmen Trümmerstücken mit. Als das
Flugzeug bei
ihrem Heimflug Feuer fing und abstürzte, starben von der
Flugzeugbesatzung der B-25 nur
diese beiden Nachrichtenoffiziere.
Albert K. Bender gründete 1952 ein Büro zur Auswertung von
UFO-Informationen. Sein
besonderes Interesse galt dem Sinn und Ursprung des Phänomens. Bender
erhielt
Informationen, von denen er glaubte, sie seien das fehlende Glied in
der Theorie des
Ursprungs der UFOs. Bender schrieb seine Thesen auf und schickte sie
einem Freund, dem er
vertraute. Dann erschienen die drei "Herren in Schwarz" (Men in Black -
MIB) vor seiner Tür
und hielten seinen Brief in der Hand. Sie sagten, er sei über die
richte Antwort gestolpert und
drohten ihm bei der Veröffentlichung Repressalien an. Während zwei der
"Herren in
Schwarz" (Men in Black - MIB) auf Bender einredeten, konzentrierte sich
der dritte darauf,
auf Benders Psyche mit einem magisch Blick einzuwirken. Mit dem
PSI-verstärkenden Feld
der Zeitmaschine und mit magischer Fernwirkung wurde diese
Beeinflussung später
fortgesetzt, so daß Bender krank wurde. Durch diese Fernwirkung wurde
es Bender
unmöglich, mit anderen über seine Theorie über die UFOs zu reden.
Jedesmal, wenn er auch
nur daran dachte, sein Schweigen zu brechen, wurde er durch enorme
Kopfschmerzen
niedergemacht. Er mußte es schließlich ablehnen überhaupt noch weiter
über UFOs zu reden.
Seine Organisation löste er auf.
Genau wie Bender versuchte auch Morris K. Jessup eine gemeinsame
Grundlage der UFOPhänomene
zu finden, und eine intelligente Auswertung des Problems vorzunehmen.
Als
Antwort auf sein Buch "The Case of the UFO" (1955) erhielt er Briefe
von einer Person, die
Augenzeuge des Philadelphia-Experiments war, und außerdem
offensichtlich eine ganze
Menge über die Geheimnisse des UFO-Wesen wußte. Diese Briefe waren für
die Marine
wichtig genug, um eine spezielle Studiengruppe zu gründen, welche
diesen Sachen auf den
Grund gehen sollte. Obwohl die Marine die Forschungen abbrach, fuhr
Jessup selbständig
fort, das UFO-Rätsel zu lösen. Jessup wurde dann zu einem
Selbstmordversuch getrieben und
starb an unterlassener Hilfeleistung.
Ein paar Monate nachdem Albert K. Bender zum Schweigen gebracht wurde,
bekam Edgar R.
Jarrold aus Australien und Harold H. Fulton Besuch von den "Herren in
Schwarz" (Men in
Black - MIB). Jarrold war der Organisator eines UFO-Büros in
Australien, und Fulton war
Leiter einer zivilen UFO-Forschungsgruppe aus Neuseeland. Auch sie
wurden von den
"Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) zum Schweigen aufgefordert und
lösen ihre
Organisationen schließlich auf. Ein schwarz gekleideter Fremder
versetzt Jarrold später beim
Betreten einer Rolltreppe in einem Kaufhaus einen kräftigen Stoß, so
daß er stürzte. Er starb
wenig später an der Verletzungen, die er sich durch den Sturz zuzog.
John H. Stuart aus Neuseeland kam 1955 in den Besitz eines Metallteils,
welches von einem
UFO gefallen war. In der nächsten Nacht bekam er daraufhin Besuch von
einem "Herren in
Schwarz" (Men in Black - MIB), welcher sagte, er habe mehr Rechte auf
den Besitz dieses
Metallteils. Stuart litt seit dieser Begegnung unter Zuständen starker
Angst.
Der New Yorker Kameramann August C. Roberts machte in der Nacht vom 27.
zum 28. Juli
1952 Fotos von UFOs. Die Polizei erschien daraufhin bei ihm, er wurde
verhört, und Fotos
wurden beschlagnahmt. Als Roberts wieder Zuhause war fertigte er von
einem versteckten
Negativ eine Vergrößerung an. Während das Bild noch feucht war erschien
plötzlich ein
mysteriöser Fremder vor seiner Tür, der sich als Vertreter eines
bekannten Forschungsinstituts
ausgab. Er überredete Roberts, ihm das Bild zu verkaufen. Beim
Verlassen des Hauses löste
der Fremde sich dann in Luft auf, so daß Roberts ihm nicht mehr
nacheilen konnte.
Nach dem UFO-Forscher John Keel haben die "Herren in Schwarz" (Men in
Black - MIB)
manchmal UFO- Zeugen zum schweigen gebracht, bevor sie von der Sichtung
berichten
konnten. Keel sagte, daß er bei Gelegenheit am Ort der UFO-Sichtung
erschien, kurz
nachdem die "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) verschwunden
waren. Weiterhin
behauptet Keel, die "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) hätten im
Mai 1967 acht
Gemeinden im Staate Washington und im Juni desselben Jahres mehrere
Häuser in Long
Island besucht. Keel führt an, daß es eine große Anzahl von
Hundes-Entführungen während
der Zeit gab, als die "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) nach
UFO- Sichtungen auf
den Plan gerufen wurden.
"Venusier", "Plejader" und "Andromedaner"
Neben den "Herren in Schwarz" (Men in Black - MIB) gibt es noch einen
anderen deutlichen
Hinweis auf den Einfluß von Zeitreisenden in unserer Geschichte. Er
besteht aus
Desinformation oder "grauer Propaganda" und soll dazu führen, daß alle
seriöse UFOForscher
diskreditiert werden:
1952 war George Adamski auf ein UFO mit einem angeblich Außerirdischen
in der
kalifornischen Wüste zusammengetroffen. Dieser angeblich Außerirdische
war ein blonder
"Arier-Typ". Diese sind wahrscheinlich die Nachfahren jener
ausgesuchten Leute, die 1983 zu
hunderten von den rassistischen Leitern des Montauk-Projektes an
sichere Orte teleportiert
wurden. Ihre Handlungen könnte man mit ihrer Abhängigkeit von den
Leitern des Montauk-
Projektes und von den Leitern des nichtoffiziellen amerikanischen
Weltraumprojekt
"Alternative 3" erklären.2 Der angeblich Außerirdische erzählte
Adamski, er käme von der
Venus. 1952 hielten noch viele Menschen Leben auf der Venus für
möglich. Mit dieser
Aktion sollten alle UFO-Forscher zu dem Zeitpunkt diskreditiert werden,
an dem die wahren
Umweltbedingungen auf der Venus bekannt werden würden. Adamski wurde
durch seine
Begegnung mit dem "Venusier" sehr populär, besonders weil er gestochen
scharfe Fotos des
UFOs machen durfte. Nach Adamski folgten immer mehr "UFO-Kontaktler",
die immer
aberwitzigere Geschichten erzählten. Als man später davon erfuhr, daß
in der Atmosphäre der
Venus mit 500 Grad Celsius kein Leben möglich ist, war das Ziel der
Desinformation erreicht
worden. Die UFO-Forschung wurde von da an von viel weniger Leuten
ernstgenommen.
Adamski durfte echt Raumschiffe der "Alternative 3" aus nächster Nähe
fotografieren, weil er
mit diesen Fotos und mit seiner unsinnigen Geschichte über die Venus
populär werden sollte.
Das eine Raumschiff war ähnlich dem Haunebu-Flugkörper, wie ihn die SS-
Thule-
Gesellchaft in Deutschland gebaut hatte. Heute wird dieses echte
Raumschiff auf dem Foto
wegen der falschen Geschichte über die Venus von vielen UFO-Forschern
für ein
Lampenschirm gehalten. Auch Adamskis Foto vom viel größeren
zigarrenförmigen
Mutterschiff könnte echt gewesen sein. Aus den Skizzen deutscher Pläne,
die nicht mehr
verwirklicht werden konnten, weiß man wie der innere Aufbau und der
Antrieb so eines
Raumschiffes aussehen muß.3 Bei der "Alternative 3" benutzt man diese
großen Raumschiffe
für interplanetare Reisen. Adamski wurde mit einer Zeitmaschine, wie
der des Montauk-
Projektes in eine andere Zeit teleportiert. Dort unternahm er Reisen an
Bord eines
Raumschiffes. Stützpunkte der "Alternative 3" wurden ihm gezeigt und
ihm als
"Außerirdische Zivilisation" vorgestellt. Während der Reise wurde ihm
noch mehr Unsinn
über das Volk und über die Kultur der "Venusier" erzählt.
Auch in unserer Zeit werden die UFO-Interessierten auf die gleiche
Weise manipuliert. Der
größte Teil der UFO-Interessierten glaubt heute an Außerirdische,
welche von den Plejaden
oder von Andromeda kommen, und deren blonde Frauen wie Models nach
amerikanischem
Schönheitsempfinden aussehen.
"Bewohner der Inneren Welt"
Die selben Zeitreisenden, die sich gegenüber Adamski als "Venusier"
ausgaben traten auch
noch an einer anderen Stelle in Erscheinung. Diesmal ging es nicht
darum, einen größeren
Kreis von Leuten unglaubwürdig zu machen, sondern nur eine einzelne
Person:
Admiral Richard Evelyn Byrd war mit seiner Expedition in die Antarktis
1947 zu einer
Gefahr für das viel später begonnene nichtoffizielle Raumfahrtprojekt
"Alternative 3"
geworden. Das ist in dem Kapitel "Über die Herkunft der UFOs"
beschrieben worden.
Admiral Byrds Expedition erzeugte Interesse an den deutschen
Flugscheiben. Als ein
britisches Fernsehteam 1976 auf das geheime Raumfahrtprojekt
"Alternative 3" stieß, wäre es
bei größerem Bekanntsein der deutschen Flugscheiben im zweiten
Weltkrieg zu einem großen
Aufsehen gekommen. Die Zeitreisenden konnten das verhinderten, indem
sie Admiral Byrd
vollkommen unglaubwürdig machten. Als Admiral Byrd 1947 kurz nach
seiner gescheiterten
Expedition in der Antarktis mit einem Flugzeug über den Nordpol fliegen
wollte, wurde er
durch eine Zeitmaschine zusammen mit seinem Flugzeug an einen anderen
Ort,
möglicherweise auch in eine andere Zeit teleportiert. Byrd bemerkte,
daß die Bordinstrumente
seines Flugzeuges ausfielen, und daß die Landschaft sich verändert
hatte. Statt über der
Polargegend befand er sich nun über einer eisfreien Gegend. Sein
Flugzeug wurde von
"tellerförmigen Flugkörpern" begleitet. Die Steuerung sprach nicht mehr
an und sein
Flugzeug wurde durch fremden Einfluß und auf unbekannte Weise vor einer
Stadt gelandet.
Die blonden "Arier-Typen", denen auch schon Adamski begegnete, luden
ihn zu einer
Audienz beim "Meister" vor. Admiral Byrd wußte nicht, daß er mit einer
Zeitmaschine
entführt worden war. Er wurde durch eine Vorführung beeindruckt, und
ohne eigene
Erklärung für das Geschehen schrieb er alle Erlebnisse in sein
Tagebuch.4 Der "Meister"
erzählte dem Admiral Byrd dann, Byrd sei mit seinem Flugzeug durch eine
Erdöffnung am
Nordpol ins Innere der Erde geflogen. Dieser Unsinn geht auf die
falsche Vorstellung von der
"hohlen Erde" zurück. Diese falsche Vorstellung ist immer noch weit
verbreitet, und sie ist
genauso ein Unsinn wie mit dem Leben auf der Venus. Nachdem man Admiral
Byrd diese
Märchen erzählt hatte, setzte man ihn wieder in sein Flugzeug und ließ
ihn starten. Dann
teleportierte man ihn zusammen mit seinem fliegenden Flugzeug wieder
zum Nordpol in das
Jahr 1947, und ließ ihn auf seinem Basis-Camp landen. Millionen
erfuhren später im Radio
und in den Tageszeitungen von seiner Geschichte, die in der "Inneren
Welt" stattgefunden
haben soll. Für viele vernünftig denkende Menschen wurde Admiral Byrd
unglaubwürdig,
und das Interesse an den UFOs verschwand bei ihnen. Damit hatten die
Leiter der
"Alternative 3" und des "Montauk-Projektes" ihr Ziel erreicht. Als das
britische Fernsehteam
1976 das Geheimnis der "Alternative 3" aufdeckte, war es für die
meisten unmöglich, sich
vorzustellen, daß der vom Fernsehteam beschriebenen Umfang des
Raumfahrtprojektes mit
der allgemein bekannten Raketentechnologie erreicht werden könnte.
Quellennachweis:
1. Ernst Meckelburg: Besucher aus der Zukunft
Brad Steiger with Alfred Bielek & Sherry Hanson Steiger: The
Philadelphia Experiment & other UFO conspiracies, ISBN 0-948395-
97-0
2. Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles: Alternative 3,
Edition Pandora, Sonnenbichl 12, 86971 Peiting, ISBN 3-89539-
288-x
(Leslie Watkins, David Ambrose und Christopher Miles:"Alternative 3",
Warner Books, A Division of Little, Brown and Company (UK)
Limited, Brettenham House, Lancaster Place, London WC2E 7EN, ISBN 0
7515 1009 2
Little, Brown and Company (UK) Limited, P.O. Box 11, Falmouth, Cornwall
TR10 9EN, Fax No. 0326 376423)
3. Norbert Jürgen-Ratthofer: Das Vril-Projekt, im Verlag Michael
Damböck, A-3321 Ardagger 86, Tel (0043)7479/6329
4. Das Tagebuch des Admiral Byrd, Edition Pandora, ISBN 3-89539-279-0,
auch im Buch von Inge Schneider: Neue Technologien zur
Freien Energie, Jupiter Verlag Adolf und Inge Schneider, ISBN
3-906571-08-4
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